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Energiekrise: Berliner Wohnungsbaugesellschaften heizen anDigitalisierung: Ummeldung in Berlin soll bald online erfolgenAusgezeichnet: Berlinerinnen und Berliner erhalten Orden für Medizin und Musik

Ja, es sind alle müde vom Krieg. Wladimir Putin ist es nicht. Am Mittwoch folgte seine nächste Kriegserklärung gegen die Ukraine – in Form einer teilweisen Mobilmachung der russischen Armee und mittels Schein-Referenden in von Russland besetzten Gebieten im Donbass. Statt Frieden geht vom Kreml „blanker Imperialismus“ aus, wie auch Bundeskanzler Olaf Scholz vor der UN-Vollversammlung erkannte. Und damit geht wohl auch das Eingeständnis einher, mit der bisherigen Kriegstaktik in der Ukraine gescheitert zu sein. In Moskaus Straßen waren heute Nacht zum ersten Mal seit Monaten laute Sprechchöre zu hören: Nein zum Krieg!Es gab 1300 Festnahmen.

Für uns in Deutschland heißt das alles: Es wird keine russische Energie mehr geben in diesem Winter und auch lange danach, denn die Demokratien in Europa, also wir, sind Putins eigentlicher Feind. Intellektuelle und Gefühlsexperten brauchen keine Briefe mehr zu schreiben oder Talkshowreden zu halten, dass schon irgendwie Frieden einkehren würde, wenn man der Ukraine nur keine Waffen zur Selbstverteidigung gegen die Kriegsverbrechen mehr lieferte. Und Politiker, die Deutschland abhängig von russischen Rohstoffen gemacht haben (sehr gute „Correctiv“-Recherche hier), sollten nicht mehr das Einfrieren eines Konflikts herbeizureden versuchen, dessen Ausbruch sie durch ihre Lobbyarbeit für den Kreml erst begünstigt haben. Dieser Krieg wird unser Alltag bleiben, solange Moskau glaubt, ihn führen zu können.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Russlands neuen Kriegsdrohungen lesen Sie hier, Putins Rede ins Deutsche übersetzt lesen Sie hier, eine Analyse zu Russlands Propagandakriegern in Deutschland lesen Sie hier.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg inmitten von Europa finden Sie in unserem Live-Blog und auf unserer Live-Karte. Spenden für die Ukraine in Not können Sie weiterhin hier.

Auch äußerlich fröstelt es viele schon. Und so heizt Berlin trotz aller Sparsamkeit schon an. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen verweist zwar darauf, dass es keine gesetzlichen Grundlagen für die Heizperiode gebe, herauskristallisiert habe sich aber ein Start Anfang Oktober, also ab dem nächsten Wochenende. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften legen Kohle vor, wie eine Checkpoint-Umfrage zeigt. So heizen bereits die Gesobau, die Degewo und auch die WBM ihren Mieterinnen und Mietern ein. Die Gewobag schreibt dazu: „Alle Anlagen mit einer witterungsgeführten Regelung gehen automatisch in Betrieb, sobald die Außentemperatur unter 16°C fällt.“  Bei der Howoge will man sogar sicherstellen, „dass tagsüber 20 °C und nachts 18 °C nicht unterschritten werden“. Berlin macht sich vor dem Winter warme Gedanken – an einer lauwarmen Heizung.

Wann wird’s mal endlich wieder Sommer? Zumindest nächsten Sommer, wenn im Sommerbad Pankow ein weithin sichtbarer Schandfleck keine Schande mehr machen soll: die kaputte Sonnenterasse (Foto von früher hier). Hier, wo schon zu DDR-FKK-Zeiten Tattoos in Mode waren und wo Menschen den Flugzeugen zum West-Berliner Flughafen Tegel sehnsuchtsvoll hinterherguckten (oder meine wagemutigen Sprünge vom inzwischen abmontierten Zehn-Meter-Turm sahen), war über 20 Jahre alles hinter Absperrgittern zugewuchert (Foto eines früheren Sommers hier).

Bald soll auf bröckelndem Stein wieder menschliches Sein möglich sein. „Die Stufenterrassen, die das markante Erkennungszeichen der gesamten Anlage sind, werden wiederhergestellt“, verkünden die Bäderbetriebe vor einem heutigen Vor-Ort-Termin. Die zu den Terrassen führende, bereits abgebrochene Wandelbrücke und die in sich zusammenfallenden steinernen Imbissbuden sollen in der Sanierung allerdings nicht inbegriffen sein, sickerte am Mittwoch durch. Die sind dann wohl 20 Sommer später dran.

Rüber nach Neukölln ins Bürgeramt Blaschkoallee. Es ist Mittwoch, 09:51 Uhr. Im Wartezimmer sitzen Menschen geduldig beieinander, mit jedem Gong drehen sich alle Köpfe, Terminnummern werden abgeglichen. Auf dem Fernseher daneben läuft ein Quiz: Worum handelt es sich bei einer Paruresis? Während man die Antwortmöglichkeiten studiert, wird die eigene Nummer aufgerufen. Drinnen läuft die Ummeldung flüssig und ohne Probleme – gleichzeitig erscheint eine Tagesspiegel-Recherche auf dem Handy: Ab dem nächsten Frühjahr soll das Ummelden in Berlin ganz und gar online funktionieren (Details hier). Beim nächsten Umzug kann man sich den Gang zum Amt sparen, der Aufkleber für den Personalausweis kommt dann per Post. Kann Berlin wirklich so einfach sein? Aber Moment mal: Was ist denn nun eine Paruresis? Die Auflösung gibt’s digital – weiter unten.

Tue Gutes und andere reden darüber. So inspiriert sich eine Gemeinschaft. Zum anstehenden Tag der Deutschen Einheit will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 21 Menschen mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik auszeichnen, Menschen, die „Brücken bauen". Aus Deutschlands Stadt der 920 Brücken sind auch vier Berlinerinnen und Berliner dabei. Zu ihnen gehört Carmen Scheibenbogen, Leiterin der Immundefekt-Ambulanz und des Fatigue-Centrums an der Charité. Als eine von wenigen Ärztinnen in Deutschland ist sie auf die Erforschung und Behandlung des Chronischen Fatigue Syndroms spezialisiert. Zu ihrer Auszeichnung sagt sie dem Checkpoint: „Ich hoffe, dass sie zu mehr Aufmerksamkeit für diese schwere Erkrankung und zu mehr Unterstützung für die dringend notwendige Entwicklung von Medikamenten führt.“

Gesund für unsere Gesellschaft ist auch die gemeinsame Verbindung der Menschen, etwa durch Musik. Dafür steht Bratschistin Leila Weber, die auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof die „Hangarmusik“ mitgründete. Hier musizieren geflüchtete Kinder und Jugendliche gemeinsam, musikalische Vorkenntnisse brauchen sie zum Mitmachen nicht. „Inzwischen sind wir ein Streichorchester mit Kindern und Jugendlichen aus vielen Nationen“, erzählt Leila Weber.

Auch der Komponist und Musikpädagoge Alan Bern bringt mit seiner „Other Music Academy“ verschiedene Menschen mit ihrer verschiedenen Musik zusammen. Seine Vision für eine bessere Welt formuliert er auf Checkpoint-Anfrage so: „Die Menschheit scheint gleichzeitig an der Schwelle zu tiefgreifenden Entdeckungen und zur Selbstzerstörung zu stehen, zusammen mit einem Großteil des Lebens auf der Erde. Ich glaube, dass ein gelebtes Verständnis und eine größere Wertschätzung unserer gemeinsamen Geschichte und unserer kreativen Potenziale uns dabei helfen können, uns Gesellschaftsformen vorzustellen, die lebensbejahend sind und uns gegenseitig stärken.“ Reden wir darüber – und auch andere tun Gutes.

Berlin hat gern ‘ne große Klappe. Kein Wunder, dass hier im Durchschnitt 16 Mal am Tag die Filmklappe fällt. „Berlin ist als Filmstandort eine Weltmarke mit den meisten Drehtagen bundesweit“, jubelt das örtliche Medienboard. Laut Koalitionsvertrag soll die Stadt nun eine Zentrale Anlaufstelle für Drehgenehmigungen bekommen. Davor sieht das Drehbuch der Senatskanzlei allerdings ein „Gutachten über die Situation von Genehmigungsverfahren für Dreharbeiten“ vor. In der Ausschreibung heißt es dazu ungeschnitten: „Die Komplexität der Verwaltungsverfahren ist schwer in Einklang zu bringen mit den für die Filmbranche notwendigen kurzen Reaktionszeiten und dem erforderlichen adaptiven Projektmanagement.“

Derzeit hier gedreht werden trotz aller bürokratischen Umdrehungen Andreas Dresens neuer Film „In Liebe, eure Hilde“ mit Liv Lisa Fries sowie der vierte Teil der „Tribute von Panem“. Deren Leitspruch kann auch ein Ausweg aus Berlins Drehen um sich selbst sein: „Wir können es schaffen: einfach abhauen und im Wald leben.“

Umfrage bester Berlin-Film

Lichtblick, Hoffnung, Trost

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Der „Lichtblick“ ist die einzige unzensierte Zeitung von Gefangenen in Deutschland. Nun wird ihr Chefredakteur Andreas Bach bald aus der JVA Tegel entlassen. Wie funktioniert Pressefreiheit im Gefängnis? Ein Interview von Jan Schroeder.

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Alexandra D. ist 34 Jahre alt und alleinerziehende Mutter von drei Töchtern. Hier spricht sie über Budgetpläne, die beste Investition ihres Lebens und berichtet: „Wir waren noch nie im Urlaub“. Ein Protokoll von Katja Demirci.

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Hertha-Fußballer Ruwen Werthmüller liest leidenschaftlich gern Bücher und unterhält die Welt mit philosophischen Tweets wie „Bin irgendwie voll schüchtern bei Selbstgesprächen“. Kann das Lesen Trost fürs Leben sein? Ein Interview von Stefan Hermanns.

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Telegramm

Heute hier zunächst ein Blick auf den Iran: Mutige Frauen verbrennen hier ihre Hijabs, mit denen sie ihre Freiheit auf Geheiß des Mullah-Regimes verhüllen sollen – nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Polizeihaft dies aber nicht mehr akzeptieren wollen. Die in Berlin lebende Autorin Shida Bazyar beschreibt das Leben mit ihren iranischen Wurzeln und in der Welt zwischen Freiheit und Anpassung in ihrem aufregenden Roman „Drei Kameradinnen“ so: „Heute machen wir das manchmal immer noch so, wir nehmen das, was uns als Realität verkauft wird, und übermalen damit unsere eigenen Biografien.“ Manchmal ist die wahre Sehnsucht stärker, selbst in Teheran.

Schlimme Meldung aus Schöneweide: An einer Bushaltestelle ist ein elfjähriger Junge nach dem Aussteigen an der Oberspreestraße von einem Lastwagen angefahren und lebensgefährlich verletzt worden. An der Unfallstelle galt jahrelang Tempo 30, um Fußgänger an einem Zebrastreifen zu schützen. Nachdem im Mai 2020 eine 78-Jährige auf dem Zebrastreifen von einem Autofahrer totgefahren worden war, wurde der Zebrastreifen durch eine Fußgängerampel ersetzt. Dabei verschwanden die Tempo-30-Schilder. Der Bremsweg für Autos ist nun deutlich länger. Im Berliner Straßenverkehr sind in diesem Jahr bereits 22 Menschen tödlich verunglückt, darunter zwei Kinder.

„Das ist mein Land und Du bist hier Gast.“ Mit fremdenfeindlichen Attacken belegte ein bereits strafversetzter Berliner Polizist im Dienst eine syrische Familie. Ein klarer Fall von Rassismus auch für Berlins Regierungskoalition – allerdings nicht für Nancy Faeser, die Bundesinnenministerin. „Nein, das empfinde ich nicht als Rassismus, sagte die SPD-Politikerin. Beamte im Einsatz müssten, wenn sie Kriminalität erlebten, die Dinge „auch mal deutlich“ ansprechen. Das kriminelle Vergehen des gefesselten syrischen Mannes: Er war dreimal beim Schwarzfahren erwischt worden.

Wir kommen zur aktuellen Ziehung der Umfragewerte für Berlin, diesmal von Infratest dimap (für RBB und Morgenpost). Die Gewinnzahlen lauten: 22 (Grüne), 21 (CDU), 17 (SPD), 12 (Linke), 10 (AfD) und 6 (FDP). Die Zusatzzahl lautet 12 (Sonstige). Alle Angaben ohne Gewähr. Wie die Wahlen in Berlin.

Jetzt aber nur noch gute Nachrichten aus unserer Stadt:

Heute gilt Gratismentalität im öffentlichen Nahverkehr. Am so genannten autofreien Tag sind Busse und Bahnen kostenlos, zudem werden einige Dutzend Straßen zu Spielplätzen umdeklariert (Übersicht hier). Ab morgen stehen dann wieder überall Autos rum. Blech gehabt!

Am Wochenende tanzt Berlin wieder beim Lollapalooza am Olympiastadion. Das Musik- und Rummelevent mit vielen Künstlerinnen und Künstlern aus Berlin ist das erste deutsche Festival mit Nachhaltigkeits-Zertifikat. Auf einer der fünf Bühnen singt die neue Stadtpoetin Paula Hartmann: „Das Gefühl, das etwas fehlte / verloren letzte Nacht / zwischen Lebendigsein und Leere / Westend und Hermannplatz / Augen brennen böse / das Gesicht ist blass / Und ich will trotzdem mehr“.

Am Sonntag ist auch noch Marathon. Zum Glück hat Berlin noch nicht die Wiederholungswahlen angesetzt. Und zum Glück gibt es geübte Marathonläufer wie Oliver Stoll, der schon zum 13. Mal mitrennt. Der Sportpsychologe hat folgenden Lebensrat für die 42,195 Kilometer parat: Man kann den Schmerz wegdenken.“ Auch beim Marathon hat man also eine Wahl.

Auch im Berliner Frauenfußball läufts. Namhafte Unternehmerinnen und bekannte Sportlerinnen wie Franziska von Almsick investieren in den FC Viktoria, um ihn (oder besser: sie) in den nächsten fünf Jahren in die Bundesliga zu führen. Ein Tor, der nicht an die Zukunft der Frauen glaubt.

Kurz vor dem Abspann noch ein Tipp: Der lustige, traurige, mitreißende Eröffnungsfilm der Berlinale, das Kammerspiel „Peter von Kant“, zeigt nun in allen Kinos die Furore und den Furor der Liebe. Im Film erklingt ein Lied: „Jeder tötet, was er liebt. Nur stirbt ein jeder nicht daran.“ Komm, lass uns leben!

Falls Sie auch schöne Erlebnisse und gute Ereignisse der Woche aus Berlin zu erzählen haben, schicken Sie uns gerne eine Sprachnachricht für den Checkpoint-Podcast „Berliner und Pfannkuchen“ an die Telefonnummer 0172 9939576. Danke!

Und jetzt die allerbeste Nachricht des Jahres: Google will die Werbe-Cookies abschaffen. Manager Matt Brittin hat den „Übergang zu einer Welt ohne Drittanbieter-Cookies“ verkündet und verspricht zumindest mehr Datenschutz (via dpa). Das mag für die Online-Werbeindustrie kein guter Ausblick sein. Für Kundinnen und Kunden bedeutet es ab spätestens 2024: einen Klick pro Internetseite weniger. Scrolle Sache!

So, hier unten sind wir Ihnen noch eine Antwort schuldig. Bei einer Paruresis handelt es sich um eine schüchterne Blase. Läuft nicht immer in Berlin.

Zitat

„Nein.“

AfD-Fraktionschefin Alice Weidelauf die Frage, ob Wladimir Putin ein Diktator, Kriegsverbrecher und Massenmörder sei. Damit ist alles gesagt – über Alice Weidel.

 

Tweet des Tages

Wir überlegen dieses Jahr erstmals auf die Kombination ‘Heizung durchgehend auf 5 und Fenster auf Kipp‘ zu verzichten.

@stylegewitter

Stadtleben

Lunchen – Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Aufgrund seiner vielseitigen Interessen in Malerei, Musik und Literatur gilt er als treibende Kraft der Romantik. Nun bringt der Schriftsteller post mortem jeweils donnerstags um 13 Uhr fremde Menschen während ihrer Mittagspause zusammen: In einer halbstündigen Lunch-Führung durch die Ausstellung „Unheimlich Fantastisch – ETAH 2022“ in der Staatsbibliothek erfahren alle Interessierten mehr über die kulturgeschichtliche Epoche und die Werke des Romantikers. Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung erforderlich. Unter den Linden 8, Mitte, U-Bhf Unter den Linden

Das ganze Stadtleben gibt’s mit dem Tagesspiegel-Plus-Abo.

Berliner Gesellschaft

Geburtstag – Robert Andrich (28), Fußballer bei Bay. Leverkusen / „Christiane, wäre ich in der Stadt, würde ich mir meinen Morgenmantel überwerfen und mit vielen schönen Blumen vor Deiner Tür stehen und gratulieren. Happy Birthday meine Liebe! Caro“ / Klaas Heufer-Umlauf (39), Moderator, Schauspieler, Sänger, Fernsehproduzent / Niels Korte (53), Jurist und CDU-Politiker / Christopher Lenz (28), Fußballspieler beim E. Frankfurt / Sabine Lisicki (33), Tennisspielerin / Barnaby Metschurat (48), Schauspieler / Lutz Rathenow (70), Lyriker und Prosaautor / Christian Ulmen (47), Schauspieler, Fernsehmoderator und Produzent

+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++

Gestorben – Dr. Lüder Gerking, *4. August 1936 / Klaus Mahler, *24. April 1929 / Marlies Mitschke, *25. November 1961

Stolperstein – Auf der Halleschen Straße 3 in Kreuzberg erinnert ein Stolperstein an Alice Bock (geb. Misch). Die Berlinerin wurde am 11. April 1865 geboren und arbeitete als Schriftstellerin. Am 31. August 1942 deportierten die Nationalsozialisten sie nach Theresienstadt, wo sie 22 Tage später – heute vor 80 Jahren – ermordet wurde.

Encore

Berliner Hausnummern (XXVIII): Sprinter schon bestellt? 734 Mal wird in Berlin pro Tag umgezogen – 267.892 Mal im Jahr. Am stärksten schrumpft die Bewohnerzahl von Reinickendorf, dicht gefolgt von Mitte. Marzahn-Hellersdorf wächst am schnellsten. In Tempelhof-Schöneberg gibt es die geringste Fluktuation (Q: Landesamt für Statistik).

So, jetzt Heizung runter und raus in die Sonne! Wir sehen uns vielleicht heute Abend in der Urania oder am Sonntag beim Lollapalooza. Und lesen uns sowieso bald wieder hier. Mit mir geschrieben haben heute Thomas Lippold (sogar live vom Bürgeramt) sowie Sophie Rosenfeld (Stadtleben) und Cristina Marina (Produktion). Morgen empfängt Sie hier Daniel Böldt. Und ich grüße Sie!

Ihr Robert Ide

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