Essen Gemeinhin beäugt man hierzulande sich noch auf dem Teller selbständig bewegende Speisen mit Skepsis. Keine Sorge, der folgende Vorschlag wird daran nichts ändern. Sprichwörtliche Beine werden dem hier Aufgetischten nämlich nur virtuell gemacht, per Projektion auf Tisch und Teller. Allerdings soll sich hier niemand mit virtuellem Essen abspeisen lassen, sondern mit einem durchaus bissfesten Sechs-Gänge-Menü, das die Stationen Marco Polos von Marseille (Galette und Tartelette) nach Arabien (etwa Babaganoush und Falafel) und Indien (Kochbananen-Curry und Samosa) über den Himalaya (Litschi-Sorbet und Zitronengras) bis nach China (Entenbrust & Pak Choi) erzählt, untermalt von raumfüllenden Klängen und umherwandernden Bildern zwischen den GängenItalo Calvino hätte seine Freude gehabt.