die Sommerferien sind zu Ende, und zum Schluss unserer Fotoserie „Beach, Berge oder Balkonien“ grüßen wir hier selbst nochmal mit einem stimmungsvollen Eindruck kurz vor unserem Auftritt mit der Checkpoint-Band am Sonnabend im „Luftschloss“ auf dem Tempelhofer Feld (mehr Bilder gibt’s hier). Es war ein fantastischer Vollmondabend, mit einem großartigen Publikum – und einem tollen Chor von Schülern, Lehrerinnen und Eltern der Berlin Cosmopolitan School, die uns beim letzten Song stimmgewaltig unterstützt haben („Das Feld bleibt frei“). Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren (u.a. Amanda McGrath von der australischen Band „The Dharma Chain“)!
Mehr als 700 Fotos haben wir von unseren Leserinnen und Lesern in den vergangenen Wochen als Urlaubsgruß zugeschickt bekommen – auch dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken: Sie haben uns auf eine Reise rund um die Welt mitgenommen! Wir haben malerische Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge gesehen, beeindruckende Sternenhimmel, exotische Tiere und spektakuläre Gletscherlandschaften. Den weitesten Weg legte ein Bild aus dem „Lone Pine Koala Sanctuary“ in Brisbane zurück – rund 15.680 Kilometer von Berlin entfernt. Nicht alle Fotos konnten wir veröffentlichen – aber hier unter diesem Link haben wir nochmal die schönsten Checkpoint-Sommermomente 2025 im Schnelldurchlauf für Sie zusammengestellt.
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Gesetzlich unfallversichert in der Schule
Schülerinnen und Schüler sind mit Schulbeginn automatisch bei der Unfallkasse Berlin gesetzlich unfallversichert. Der Schutz gilt für Schulwege genauso wie für den Unterricht. Eltern zahlen dafür nichts. Die Beiträge übernimmt das Land Berlin.
Mehr Informationen unter www.unfallkasse-berlin.de/eltern
Zweimal wurde das Villengrundstück des Filmpioniers Karl Wolffsohn am Stölpchensee enteignet: 1939 durch die Nazis per „Arisierung“, und nach der juristisch errungenen Rückgabe an die Familie dann 1965 durch den Bezirk Zehlendorf auf dem Weg des unlauteren Zwangsverkaufs. Jetzt wollen die Nachkommen Wolffsohns das Grundstück zurückerwerben – und 7000 der 8000 Quadratmeter der Öffentlichkeit für die Errichtung einer „Villa Lichtburg“ als „Haus Jüdischer Weltkultur“ zur Verfügung stellen, nach dem Vorbild der Villa Massimo in Rom. Doch das Vorhaben könnte im Treibsand der Berliner Politik stecken bleiben: Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg (Grüne) will einen positiven Beschluss der BVV dazu („NS- und Berliner Verwaltungs-Unrecht überwinden: Rückkauf des Grundstücks am Stölpchensee Familie Wolffsohn ermöglichen“, Drucksache 1048/VI) aufheben lassen, amtssprachlich „als erledigt“ betrachten. Der offenbar willkommene Anlass: Angeblich habe sich der Regierende Bürgermeister in der Sache seit dem Frühjahr nicht bei ihr gemeldet.
Das mag zwar sein. Aber laut Checkpoint-Informationen hat Kai Wegner die Sache sehr wohl vorangetrieben: Nach einem Gespräch des Regiermeisters mit Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler, der für das Vorhaben, wie zu hören ist, grundsätzlich offen sei, laufen derzeit Abstimmungen der Verwaltungen für Finanzen, Stadtentwicklung und Umwelt. Für das Bezirksamt von Maren Schellenberg scheint in diesem Teil der viel zu langen Serie keine Rolle mehr vorgesehen zu sein. Der Checkpoint wird sich die weiteren Folgen jedenfalls sehr genau anschauen.
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Musik trifft Literatur: Berliner Philharmoniker · 24.-26. September
Strauss’ Also sprach Zarathustra feiert den Triumph des Lichts über die Finsternis, Ravels Daphnis et Chloé erzählt eine antike Liebesgeschichte, und Dutilleux’ Cellokonzert schöpft Inspiration aus Baudelaires Blumen des Bösen. Ein Konzertabend mit den Berliner Philharmonikern und ThomasGuggeis. 👉 Jetzt Tickets sichern!
Erst wollte Iris Spranger gar nicht mehr fürs Abgeordnetenhaus kandidieren, dann kam heraus, dass sie doch auf Listenplatz 1 der SPD Marzahn-Hellersdorf antritt (CP exklusiv vom 25.7.) – und jetzt zieht sie die Sache richtig durch: Die Innensenatorin kämpft nach CP-Informationen gegen den Kreisvorsitzenden und Bürgermeister Gordon Lemm auch um das Direktmandat im Wahlkreis 2 – für die weiteren 5 Wahlkreise benennt die SPD auf ihrer Website jeweils nur einen Kandidaten. Offenbar soll Lemm, ein Kritiker des mit Spranger verbündeten Fraktionschefs Raed Saleh, mit allen Mitteln ausgebremst werden.
Auch interessant: Zwei der sechs Wahlkreise in Marzahn-Hellersdorf sind auf der Spitzenposition von Familie Lehmann besetzt – Lemm-Gegner und Spranger-Unterstützer Jan Lehmann in Kreis Nummer 6, seine Tochter Luise Lehmann, bekannt geworden durch ihre gescheiterte Kandidatur um den Parteivorsitz an der Seite von Raed Saleh, in Kreis Nummer 5 (Motto: „Klimaschutz ohne Klassenverrat“). Der Trend zur Dynastisierung der Berliner Politik setzt sich also fort – in Reinickendorf ist die Tochter von Sprangers Ehemann, dem Abgeordneten und Saleh-Vize Jörg Stroedter, als Kreisschriftführerin und Co-Vorsitzende der SPD Frohnau ebenfalls auf dem Sprung zu einer politischen Karriere.
Spranger, die in Reinickendorf lebt, begründet ihre abermalige Kandidatur im Osten Berlins intern so: „In meinen mehr als 30 Jahren Engagement (…) habe ich stets die Themen unseres Bezirkes in den Mittelpunkt meiner Arbeit gestellt.“ Dann nennt sie eine Reihe von Projekten, mit denen sie „unsere Stadt und unseren Bezirk voranbringen“ konnte, u.a.:
„Bürgerinnen und Bürger können sich in unseren Freibädern wieder sicherer fühlen.“
Leider ist aber ausgerechnet Marzahn-Hellersdorf der einzige Berliner Bezirk ohne Freibad, abgesehen vom Kindertümpel „Platsch“. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert bittet der Bezirk darum, das zu ändern – im vergangenen Jahr erklärte die Sport- und Innensenatorin Spranger, sie wolle sich „auch weiterhin dafür starkmachen, dass die nächsten Schritte zügig gemacht werden.“
Kleiner Rückblick – am 15.4.2024, also vor fast anderthalb Jahren, stand im Checkpoint folgende Weissagung: „Wer zieht eigentlich für die SPD ins nächste Rennen? Vielleicht ein amtierender Regionspräsident in Hannover mit Berliner Regierungserfahrung“? Ach ja, was haben wir damals doch alle gelacht! Nun denn, jetzt mischt dieser amtierende Regionspräsident jedenfalls die Berliner Politik auf – und schafft Klarheit in einer selbst in der SPD umstrittenen Frage: „Kein Unternehmen muss Angst haben, enteignet zu werden.“ Aber: „Wenn Wohnungen aus Spekulationsgründen jahrelang leer stehen oder Vermieter Häuser verrotten lassen und die Menschen aus ihren Wohnungen rausekeln, dann sage ich klar: Hier braucht die Gesellschaft eine Möglichkeit zum Einschreiten.“ Ok, bleibt also nur noch die Frage offen, welche Möglichkeit damit gemeint sein könnte. Beschlagnahmung? Besetzung? Mal sehen, vielleicht gibt’s morgen hier ja mehr dazu.
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50 Jahre Bühne, 50 Alben – Klaus Hoffmanns Kosmos aus Chanson, Jazz, Latin und Pop reicht von Melancholie bis Glück, von Schmerz bis Liebe. Seine Auftritte sind intime Abende unter Freunden – voller Wärme, Emotion und überraschender Klangfarben. Zum letzten Mal mit „Flügel“ vom 11. - 14.9. in der BAR JEDER VERNUNFT.
Tipp des Tages: Falls Sie Mieter bei der Degewo sind – halten Sie durch! Die landeseigene Wohnungsgesellschaft plant „die Übergabe von Jubiläumsgeschenken zu besonderen Mietjubiläen – in Form von Geschenkboxen und Jubiläumsschokolade“. Nach 25 Jahren gibt’s Präsente im Wert von 10 Euro, nach 50 Jahren im Wert von 100 Euro. Die Degewo rechnet mit jährlich ca. 1000 Geschenkboxen für die 25er und mit ca. 100 Geschenkboxen für die 50er. Mathe mit dem Checkpoint: macht zusätzliche Ausgaben von 20.000 Euro plus Nebenkosten, Tendenz steigend (wer zieht denn heute noch freiwillig irgendwo aus). Das dürfte die Gesellschaft allerdings leicht gegenfinanzieren können: Bis zum Februar 2026 werden 45.000 Degewo-Mieter über eine Mieterhöhung informiert. Da schmilzt die Freude über das Geschenk dahin wie Schokolade in den Spätsommersonnenstrahlen. (Q: Vergabeplattform).
„Deutschland, lass uns reden“ heißt das neue Buch von Katrin Göring-Eckardt – ich selbst habe beim Reden mit der langjährigen Vizepräsidentin des Bundestags vor ein paar Jahren mal festgestellt, dass mein Vater einst bei Ihrem Vater in Thüringen in die Tanzschule ging. Sachen gibt’s… Am Dienstagabend berichtet die Grünen-Politikerin in der Urania im Gespräch mit dem Schauspieler und Autor Matthias Matschke aber von ihren Begegnungen mit Menschen, die enttäuscht und auch wütend sind, sich benachteiligt fühlen und Veränderungen als Zumutung begreifen. Die Journalistin und Autorin Miriam Hollstein moderiert das Gespräch. Beginn ist um 19:30 Uhr, die Tickets kosten 8 Euro (ermäßigt 5).
Exklusiv für Abonnenten verlosen wir hier 3x2 Tickets – schreiben Sie uns eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
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VBKI-Sommerfest:
Last Call for Tickets!
Ende dieser Woche ist es so weit: Am Freitag, 12.9., kommt das Who's who Berlins auf dem EUREF-Campus zusammen, um beim VBKI-Sommerfest Berlin's Golden Hour zu zelebrieren. Erwartet werden 800 Führungskräfte, auf dem Programm: Feine Kulinarik, vielfältiges Entertainment und beste Möglichkeiten, Kontakte zu pflegen und zu knüpfen! Sie wollen beim ersten großen Get-together nach der Sommerpause dabei sein?
Weitere Infos und letzte Tickets hier
Sechs Wochen Sommerferien sind vorbei: Heute startet der Unterricht, am Sonnabend werden die Erstklässlerinnen und Erstklässler eingeschult. Neue Freunde, neue Lehrer, neue Erlebnisse – eine aufregende Zeit, an die wir gemeinsam mit Berlins Regierungsmannschaft erinnern: Alle Senatorinnen und Senatoren sowie der Regierende Bürgermeister haben sich (mit Kinderfoto!) in unser Checkpoint-Freundebuch eingetragen. Was war Franziska Giffeys Lieblingsfach? Wer war Iris Sprangers Vorbild? Was rät Stefan Evers allen Schulanfängern? Und was hätte Katharina Günther-Wünsch gern in der Schule gelernt? Den Anfang macht heute Kai Wegner, alle weiteren Einträge können Sie täglich exklusiv in der Checkpoint-Vollversion lesen.

Berliner Schnuppen
Telegramm
Die Berliner Bildungspolitik schneidet bei Leistungsvergleichen traditionell eher mangelhaft ab – die Promidichte unter den Alumnis ist allerdings unschlagbar: Beeindruckend, wer hier so alles vor der großen Karriere an Berliner Schulen gelernt, gelitten und gelacht hat! Paul Klopp und Saara von Alten haben sich die Liste angeschaut und für die heutige Tagesspiegel-Ausgabe ausgewertet.
Falls Sie kein Abo haben: Sie können unser E-Paper jetzt völlig kostenlos und unverbindlich acht Wochen lang testen. Anmeldung hier unter diesem Link.
Zum Schulanfang: Gefahrenstellen gesucht! Ihr Kind muss täglich über eine viel befahrene Straße – und das ohne Ampel? Der Zebrastreifen, über den Ihre Enkel immer gehen, ist schlecht einsehbar? Dann nehmen Sie bitte an unserer Umfrage hier unter diesem Link teil – dort können Sie uns auch Ihre Erfahrungen schildern, gern mit Bild. Wir berichten darüber, damit sich daran etwas ändert.
„Deutlich besserer Anstoß“, ätzte RTL-Kommentator Wolff-Dieter Fuss zu Beginn der zweiten Hälfte des deutschen WM-Qualifikationsspiels gegen Nordirland – der erste Anstoß musste wiederholt werden. Danach wurde aber auch das Spiel besser (Endstand 3:1).
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Tagesspiegel „Vital-Welt“ meets Waldorf Astoria Berlin: Erleben Sie einen Tag der Entspannung in dieser Wohlfühloase im Herzen Berlins mit fünf Therapieräumen, wolkenförmigem Pool, finnischer Sauna, Dampfbad, Fitnessstudio und Sonnenterrasse auf der 6. Etage. Jetzt buchen!
Eine exklusive Datenauswertung zur A100 für den Tagesspiegel zeigt: Die Fahrzeit für die Überquerung der Elsenbrücke hat sich seit der Eröffnung des Autobahnzubringers auf 6 Minuten verdoppelt (und das wird mit dem Ferienende sicher nicht besser). Andererseits: Für den täglichen Stau vor „Mustafa‘s Gemüse Kebap“ (nur echt mit Deppenapostroph) wären 6 Minuten bis zum Ziel eine Temposensation – und die würde vermutlich zur sofortigen Erkaltung der „Hotspot“-Liebe führen. Deshalb unser Tipp für Autofahrer: Kommen Sie her, genießen Sie den Blick auf die Spree mit dem herrlichen Panorama, solange es noch geht (siehe nächste Meldung), und denken Sie daran: Sie stehen nicht im Stau, Sie sind der Stau.
Aber Achtung: Nachdem die Autobahn-GmbH hier „keine ungewöhnlichen Störungen“ erkennen konnte oder wollte, obwohl die BVG wegen des Dauerstaus sogar einige Buslinien einstellte, kündigte Verkehrssenatorin Ute Bonde jetzt im Gespräch mit Christian Latz und Anna Thewalt doch „Anpassungen“ an. Zwar sei die „verkehrliche Situation“ vor der Eröffnung simuliert worden, aber: „Der Verkehr verhält sich jetzt anders.“ Alte Erkenntnis: In Berlin macht eben jeder, was er will…
… nur eben leider auch oft genug nicht so freundlich, wie es die Hochglanzreklame der Stadtvermarkter simuliert: Die Berliner sind „ruppig und immer unter Strom“, konstatiert unser Kollege Werner van Bebber – die Gründe dafür hat er hier analysiert und kommentiert. Und wie geht‘s Ihnen damit?

Falls Sie zehn Stunden in der Woche und darüber hinaus auch etwas für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk übrighaben: Der RBB sucht sieben neue Freiwillige für den Verwaltungsrat. Nach den Skandalen der vergangenen Jahre erhält das Gremium mehr Kompetenzen, allerdings haften die Mitglieder bei schuldhaften Pflichtverstößen für entstandene Schäden. Einen Teil der Vergütung von monatlich etwa 780 Euro sollten Sie also in eine gute Versicherung investieren – der Rest geht für den Rundfunkbeitrag drauf.
Kennen Sie Berlins geduldigste Baustelle? Unser Kollege Ingo Salmen hat sie besucht und tolle Fotos gemacht – wenn Sie seine Reportage gelesen haben, werden Sie wissen, ob es besser ist, auf Granit zu beißen oder auf Granit warten.
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Am 14. September 2025 lädt der Tagesspiegel zum Land- und Genussmarkt ins Tagesspiegel-Verlagshaus ein. Erleben Sie einen Tag voller kulinarischer Köstlichkeiten und kultureller Highlights. Die Tagesspiegel-Redaktion und spannende Gäste bieten Lesungen, Gespräche und Einblicke in aktuelle Themen. Wir freuen uns auf Sie! Jetzt anmelden
Last Call! Der Einsendeschluss für die Projektkonferenz „Neustart Berlin“ rückt näher – wenn Sie Ideen für die Stadt von Morgen haben, sind Sie herzlich eingeladen, diese zu präsentieren. Alle weiteren Infos finden Sie hier unter diesem Link.
Hurra, wir sind nicht allein – Paris meldet massive Störungen im Metro- und Regionalbahnverkehr sowie Sperrungen großer Straßen infolge von Reparaturarbeiten, und am Mittwoch geht gar nichts mehr: Wegen Streiks, Protesten und Blockaden wird „ein schwarzer Tag für den Nahverkehr“ erwartet. Ja, Frankreich steckt in einer schweren Regierungskrise, Premierminister François Bayrou stellt sich heute der Vertrauensfrage – seine Regierung steht bereits nach zehn Monaten vor dem Ende.
Über die Folgen der Krise auch für Deutschland diskutieren am Dienstag von 12 bis 13 Uhr in unserem digitalen Expertentalk „High Noon“ Birgit Holzer (Korrespondentin des Tagesspiegels in Paris), Hélène Kohl (Autorin und Journalistin) Sophie Pornschlegel (Policy Fellow, Das Progressive Zentrum) und Jacob Ross (Research Fellow, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik) – moderiert wird die Runde von Anja Wehler-Schöck aus der Tagesspiegel-Chefredaktion. Wenn Sie sich zuschalten wollen:Zur kostenlosen Anmeldung geht’s hier unter diesem Link.
Zitat
„Wir sind der Herzschlag Berlins!“
Standardfloskel der BVG bei Stellenausschreibungen. Warnhinweis: Zurzeit weist das Fahrplankardiogramm erhebliche Herzrhythmusstörungen auf.
Stadtleben
Verlosung – Erbaut über den Fundamenten der mittelalterlichen Lateinschule auf dem südlichen Teil der Spreeinsel befindet sich das neue Archäologie-Lab PETRI Berlin. Es handelt sich hier nicht nur um die übliche Präsentation von Archäologie, sondern um einen Raum des Entdeckens: In gläsernen Werkstätten, Projekträumen und einem offenen Magazin erhalten Besucher Einblicke in die Arbeitswelt von Archäologen. Gleichzeitig geben Funde aus dem gesamten Berliner Stadtgebiet und der Sammlung des Museums für Vor- und Frühgeschichte Einblicke in die Lebensweise der Menschen früherer Epochen. Auch für die Ausstellung „Entdecke die Archäologie. Vom Fund bis zur Ausstellung im PETRI Berlin“ verlosen wir 5x2 Plätze für eine exklusive, rund 90-minütige Kurautorenführung am 16. September um 15.30 Uhr. Kleine Gertraudenstraße 8, U-Bhf. Spittelmarkt
Essen & Trinken – Die Sommerfrische ist endgültig vorüber. Wir verlängern trotzdem und bleiben am Meer: Im „Volk“ hat man sich der Berlinisierung der Auster verschrieben. Die hübschen Muscheln Fine de Claires und Gillardeau gibt es hier, an der Bar, quasi auf die Hand – während die andere ein Glas Schaum- oder anderen französischen Wein balanciert. Im größeres Restaurant gleich nebenan gibt es für längere Abende auch opulente Seafood-Etageren mit Hummer, Shrimps und Garnelen oder Fish & Chips, Entenconfit, Schnecken und Lachsceviche. Mo bis Do 17-24, Fr bis So 12-24 Uhr, Brunnenstraße 182, U-Bhf. Rosenthaler Platz
Noch hingehen – Performerin, Autorin, bildende Künstlerin und experimentelle Filmemacherin: Als selbsternannte Blacktress und Drag-Terroristin ist Vaginal Davis eine wichtige Stimme queerer, Schwarzer Gegenkultur. Seit den 1970er-Jahren erweitert sie mit ihrem Schaffen die Grenzen von Kunst, Musik und Performance. Sie wurde die Muse für Choreografin Pina Bausch, den Modedesigner Rick Owens, Künstler*innen wie Wu Tsang und die Riot-Grrrl-Szene. Über die Zusammenarbeit mit dem Künstlerkollektiv Cheap kam sie 2005 nach Berlin und blieb. In sieben großen Installationen zeigt der Gropius Bau nur noch bis zum 14. September fünf Jahrzehnte überbordenden Punk Spirit. Mi bis Fr & Mo 12-19, Sa/So 10-19 Uhr, Niederkirchnerstraße 7, S/U-Bhf. Potsdamer Platz
Last-Minute-Tickets – Noch nicht ganz Last-Minute, viel Zeit bleibt aber trotzdem nicht: Am Mittwoch (10. September) stellt Autorin und Wissenschaftlerin Julia Shaw ihr neues Buch "Green Crime. Was Umweltverbrecher antreibt und wie man sie aufhält“ im Pfefferberg-Theater vor. Der Buchtitel verrät es, behandelt werden die größten Umweltverbrechen unserer Zeit. Durch den Abend, der um 20 Uhr startet, führt Tagesspiegel-Wissenschaftsredakteurin Farangies Ghafoor. Tickets, ab 16 €, finden Sie hier. Schönhauser Allee 176, U-Bhf. Senefelderplatz
Grübelstoff – Der Kalender behauptet, es wäre noch Sommer. Die Temperaturen sind sich nicht sicher. Die Blätter der Kastanienbäume und auch Friedrich Merz deuten es an. Irgendwie. Wie sehen Sie das, ab wann ist Herbst?
Kiekste
Per Radweg direkt in die Lobby. Leider kein Scherz. Gesehen am Lützowplatz von Helge Heidemeyer. Danke! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Fritz-Erler-Allee (Buckow): In Richtung Neuköllner Straße ist zwischen Otto-Wels-Ring und Komoranweg ab 6 Uhr bis Mittwoch, 18 Uhr die Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Finckensteinallee (Lichterfelde): Die Straße ist in Richtung Dahlemer Wege zwischen Paulinenstraße und Kommandantenstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – BVG – Tram M4: Von 4.30 Uhr bis zum 30.11. ist die Linie zwischen Sulzfelder Straße und Zingster Straße bzw. Falkenberg unterbrochen.
S-Bahn – S8: Von 4 Uhr bis Freitagabend, 22 Uhr ist der S-Bahnverkehr zwischen Blankenburg und Hohen Neuendorf unterbrochen.
S75: In der Nacht von 22 bis 1.30 Uhr ist die Linie zwischen Wartenberg und Springpfuhl unterbrochen.
Regionalverkehr – RB22: In den beiden folgenden Nächten bis Dienstag/Mittwoch, jeweils von 20.15 bis 0.45 Uhr kommt es zu folgenden Fahrplanänderungen:
* Die Züge RB 18133, 18134, 18136, 18137, 18138, 18139 und 18101 fallen zwischen Flughafen BER und Königs Wusterhausen aus.
* Der Zug RB 18132 wird über Schönefeld (bei Berlin) (zusätzlicher Halt) umgeleitet. Der Halt in Flughafen BER entfällt.
* Der Zug RB 18135 wird über Schönefeld (bei Berlin) (zusätzlicher Halt) umgeleitet. Der Halt in Flughafen BER entfällt.
RB23: Am Montag und Dienstag, jeweils von 22 bis 24 Uhr fallen die Züge RB 18174, 18175, 18176 und 18177 zwischen Berlin Friedrichstraße und Flughafen BER aus.
RE8: Von 19 Uhr bis zum 14.9., 5.30 Uhr kommt es auf der Linie zu Umleitungen und Halteausfällen sowie veränderten Fahrzeiten einzelner Züge im Raum Berlin. Darüber hinaus kommt es bei einigen Zügen zu Ausfällen in den folgenden Abschnitten: Flughafen BER – Berlin Ostbahnhof, Flughafen BER – Berlin-Charlottenburg, Flughafen BER – Berlin-Spandau
Demonstration – Für heute sind 16 Demonstrationen angemeldet (Stand 5.9., 12 Uhr), u.a. „Hoffnung in konfliktreichen Zeiten (...)“: 15 Menschen, S-Bhf. Gesundbrunnen (12-18 Uhr)
„Mahnwache für Frieden und Menschenrechte“: Fünf Personen, Pariser Platz (16-17.30 Uhr)
„Stoppt den Krieg! Frieden und Freiheit für die Ukraine!“: 15 Menschen, Alt-Müggelheim 22 (17.45-19 Uhr)
„Frieden schaffen ohne Waffen“: 40 Teilnehmende, Alt-Müggelheim 17 (18-19 Uhr)
„Mahnwache: FLUGLÄRM UND FEINSTAUB MACHEN KRANK! Konsequentes Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr am Flughafen BER (...)“: 30 Personen, „Friedrichshagener Bürgerinitiative“, Bölschestraße 100 (19-20 Uhr)
Gericht – Ein 82-Jähriger muss sich wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung verantworten. Der Rentner soll in mehreren Fällen Gegenstände aus dem Fenster seiner Wohnung auf vorbeifahrende Fahrzeuge geworfen haben. Die Staatsanwaltschaft strebt seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A704).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Klaus Böger (80), Politiker (SPD), von 1999 bis 2006 Sportsenator, von 2009 bis 2018 Präsident des Landessportbundes Berlin / Willy Decker (75), Opernregisseur, war Honorarprofessor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin / Claudius Dreilich (55), Rockmusiker, seit 2005 der Sänger von „Karat“ / Ulf Hoffmann (64), ehemaliger Geräteturner beim SC Dynamo Berlin, Silber im Mannschaftsmehrkampf bei den Olympischen Spielen 1998 / Carsten Keller (86), ehemaliger Hockeyspieler und -trainer, gewann als Trainer beim Berliner Hockey Club zwölfmal die deutsche Meisterschaft mit Jugendmannschaften / Thomas Kretschmann (63), Schauspieler („Stalingrad“, „Der Pianist“) und ehemaliger Schwimmer im Nationalkader der DDR / „Günter Sandermann: Zum Achtzigsten samt Jahresspanne viel Glück, Gesundheit wünscht Dir Hanne“ / Gustav Schäfer (37), Schlagzeuger der Band „Tokio Hotel“
Nachträglich: „SINE, Gratulation zum 50. Geburtstag und Anerkennung für die starke Meisterung Deines Lebensweges. Genieße die von Dir organisierte Party heute mit Deinen Freunden und der Familie. Wir freuen uns darauf. Vati&Mutti“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dr. Rainald Brede, * 26. September 1955, verstorben am 18. August 2025 / Klaus Schultze, * 12. Oktober 1936, verstorben am 28. August 2025 / Prof. Dr. Hans Stimmann, * 9. März 1941, verstorben am 30. August 2025 / Prof. Dr. Dietmar Winje, * 20. Juli 1944, verstorben am 6. August 2025
Stolperstein – Regi Baer (Jg. *1915) war ausgebildete Säuglingsschwester und Kindergärtnerin. In der erzwungenen „Vermögenserklärung“ gab sie als Tätigkeit „Hausangestellte“ an, sie kümmerte sich zuletzt wohl hauptsächlich um ihre Mutter Frieda, die nach einem Verkehrsunfall bei der Eisenbahn körperlich schwer behindert war. Am 5. September 1942 wurden beide von den Nazis nach Riga deportiert und dort am 8. September ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Pestalozzistraße 99 A in Charlottenburg an Regi und Frieda Baer.
Encore
„Wie sorgt man als Politiker am zuverlässigsten für Aufruhr?“, fragt Aline von Drateln und bietet folgende Möglichkeiten an:
A) 450 Millionen Euro für Masken verplempern
B) „Fetischhaftes Wurstgefresse“
C) Zum Job fahren
Sie ahnen es sicher schon: Annalena Baerbock war mal wieder auf Instagram aktiv, fuhr mit dem Taxi in New York „in Stöckelschuhen freiwillig aufs Schafott“ – und zeigte für unsere Kolumnistin damit, was Selbstermächtigung ist. Aber lesen und sehen Sie selbst…
Zuverlässig ohne Aufruhr brachten Saskia Kabelitz, Alexander Fröhlich, Nora Weiler, Tobias Langley-Hunt und Jasmine Dellé diesen Checkpoint ans Ziel. Morgen früh kurven wir wieder gemeinsam durch unsere schöne Stadt, in Turnschuhen und immer auf der Suche nach den neusten Nachrichten aus und für Berlin. Bis dahin