„Herzliche Sommerferiengrüße“ sendet Checkpoint-Leserin Anne Lütke vom idyllischen Ufer des Vierwaldstättersees in der Schweiz.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Die Ferien plätschern noch knapp eine Woche aus, die politische Sommerpause wurde gestern krachend beendet. Demonstrativ geschlossen und gut gelaunt stellte die Berliner SPD im Gleisdreieckpark ihren Spitzenkandidaten Steffen Krach vor, der übrigens mit der U-Bahn anreiste. Passend zum Slogan „Berlin macht Krach“ kündigte er an: „Ich hab richtig Bock auf Wahlkampf.“ Das bewies er umgehend mit einem rechten Haken in Richtung Kai Wegner (CDU): „Ich bin der festen Überzeugung, dass Berlin aus dem Roten Rathaus unter Wert regiert wird: träge, ambitionslos und halbherzig.“ Zu eigenen Inhalten und Schwerpunkten blieb er eher vage, hier geht’s zu den Details.
Nette Beobachtung eines Kollegen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ): Die ersten Sätze Krachs als Kandidat in Hannover, der aus Berlin kam (2020) und als Kandidat in Berlin, der aus Hannover kommt (2025) klingen recht ähnlich. „Ich freue mich, nach Hause zu kommen. Ich bin gerne Berliner“, sagte Krach am Montag. 2020 in Hannover: „Ich bin hier zu Hause.“ Und weiter: „Die Vorstellung, dass Politik nur an der Spree gemacht werden kann, teile ich ausdrücklich nicht.“ Abwarten.
Anzeige
Wir sind die Weitblick-für-die-Pflege-Versicherung. In der Privaten Pflegeversicherung fließt der größte Teil der Beiträge in eine stabile Nachhaltigkeitsreserve. Dieses Geld legen wir am Kapitalmarkt an. Mit den Rücklagen und ihren Zinserträgen können wir die gesetzlichen Pflegeleistungen für unsere Versicherten komplett selbst tragen – ganz ohne Steuerzuschüsse.
Mehr auf pkv.de
Fast zeitgleich lud der Regierende Bürgermeister zur Sommerpressekonferenz im Roten Rathaus, stellte die Arbeit der kommenden Monate vor (u. a. Verwaltungsreform implementieren, Baustellen reduzieren) und wollte von Wahlkampf zunächst nichts wissen: „Ich glaube, worauf die Berliner überhaupt nicht warten, ist, dass jetzt der Wahlkampf schon beginnt.“
Auf die Äußerungen Krachs zu seiner „ambitionslosen“ Arbeit angesprochen, konterte Wegner dann doch: „Alle meine Vorgänger mit SPD-Parteibuch haben eine Verwaltungsreform nicht hingekriegt.“ Er kenne Krach kaum und sei „gespannt auf ein persönliches Kennenlernen“. Besonders interessiert schien er daran, wie sich Krach zu einer möglichen Koalition mit der Linkspartei äußern wird – ein Bündnis, das Wegner selbst ausschließt.
Jetzt geht’s also rund. Dazu der heutige Song auf unserer Sommerplaylist: Survivor – „Eye of the Tiger“. Passt im kommenden Jahr bestimmt häufig.
Anzeige
Diesen September und Oktober geht »ZEIT Verbrechen« auf große Arena Tour mit Live-Podcasts in Berlin, Düsseldorf, München und Hamburg. An jedem der vier Abende sprechen Anne Kunze, Daniel Müller, Sabine Rückert und Andreas Sentker über zwei spannende Kriminalfälle.
Sichert euch jetzt Tickets und erlebt die Podcast-Hosts live auf der Bühne!
Wir blieben beim Thema Wahlen: Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat in der „Bild“-Zeitung vorgeschlagen, alle Landtage künftig am selben Tag zu wählen. Fünf Landtagswahlen an vier Terminen – wie im kommenden Jahr – machten die Politik „atemlos“. Zudem möchte er Bundestagswahlen künftig alle fünf Jahre durchführen und mit den Kommunalwahlen zusammenlegen.
Berlins Landeswahlleiter Stephan Bröchler hält das für „organisatorisch denkbar“, warnt aber vor Engpässen: „Eine Bündelung der Wahltermine […] würde wahrscheinlich zu einem Wettbewerb der Bundesländer um die materiellen Ressourcen, besonders um die Kapazitäten der Druckereien und Briefumschlaghersteller, führen“, schreibt Bröchler auf Checkpoint-Anfrage. „IT-Hersteller, Postdienstleister und andere Dienstleister müssten die Bundesländer gleichzeitig bedienen, statt wie bisher zeitlich versetzt.“ Auch demokratiepolitisch sei ein „Superwahltag“ problematisch: Schon jetzt würden Landtagswahlen oft als „Nebenwahl“ zur vermeintlich wichtigeren Bundestagswahl wahrgenommen, das würde die Fokussierung auf landespolitische Themen erschweren.
Für die Berlin-Wahl 2026 laufen jedenfalls bereits die Vorbereitungen auf Landes- und Bezirksebene, so Bröchler. Freiwillige können sich schon in Stellung bringen: „Wir planen, das Onlineportal zur Anmeldung als Wahlhelferin oder Wahlhelfer demnächst wieder freizuschalten.“
Anzeige
🎉 Tag 2 der großen IFA-Verlosung!
Auch heute wartet Ihre Chance auf kostenlosen Eintritt für zwei Personen.
Den tagesaktuellen Teilnahmecode finden Sie im Tagesspiegel, im E-Paper oder bei T+.
Jetzt mitmachen!
Auch ein mögliches Wahlkampfthema: Wohnraum wird nicht nur knapper, sondern auch kleiner. Berlinerinnen und Berliner hatten 2024 im Schnitt 38,3 Quadratmeter Wohnfläche pro Kopf zur Verfügung – knapp zwei weniger als noch 2010 (40 qm). Das geht aus einer Antwort der Innenverwaltung auf eine Schriftliche Anfrage des Linken-Abgeordneten Niklas Schenker hervor. Besonders eng wohnen die Menschen demnach in Lichtenberg, dort sind es im Schnitt 34,6 Quadratmeter pro Kopf. Am großzügigsten lebt es sich in Steglitz-Zehlendorf mit durchschnittlich 44,6 Quadratmetern.
Deutlich wird auch der Komfort-Unterschied zwischen Miet- und Eigentumswohnungen: Während Mietwohnungen 2022 im Schnitt 68,2 Quadratmeter groß waren, kamen Eigentumswohnungen auf stolze 109,7 Quadratmeter. Kurz gesagt: Platz bleibt in Berlin Luxus.

Nicht alle Superhelden tragen Capes: Der Berliner Sener Piskin ist einer der Top 30 Lieblingsbusfahrer Deutschlands. Der Wettbewerb wird organisiert vom Fahrgastverband PRO BAHN, dem VDV und DB Regio. Fahrgäste konnten Vorschläge und Erlebnisse einreichen. Sener Piskin wurde in der Kategorie „Außergewöhnliche Leistung“ ausgezeichnet.
Eine Frau schilderte ihre Erlebnisse mit dem Busfahrer („Schnauzer, türkische Wurzeln, 50 plus“): „Nachdem ich abends in Berlin von einem Mann verfolgt wurde, bin ich in den Bus gestiegen und habe dem Busfahrer Bescheid gegeben. Der Mann wollte auch einsteigen und machte deutlich, dass er, nur‘ wissen wolle, wo ich wohne. Daraufhin ist der Busfahrer aus seiner Kabine ausgestiegen, hat sich zwischen uns gestellt und ihm den Zutritt zum Bus verweigert. (…) Wir fuhren dann nach ein paar Diskussionen los, ich setzte mich vorne zu ihm hin und unterhielt mich ein wenig. Weil ich bis zu meiner Bushaltestelle die einzige im Bus war, fuhr er erst ab, als ich nach dem Aussteigen durch meine Haustür verschwand. Ich war sehr dankbar und denke immer wieder daran.“ Herzlichen Glückwunsch und Hut ab vor diesem Berliner, der mehr tut als nur seinen Job.
Seitenweise Sommer: Gemeinsam mit Berlins beliebtesten Kiezbuchhandlungen empfiehlt Team Checkpoint in den Ferien täglich ein Buch, das wie für die Hängematte gemacht ist. Heute ein Tipp von der „Ludwig Wild Buchhandlung“ aus Kreuzberg. Laut Checkpoint-Leser Bruno Weitzmann: „Ein stets gut gelaunter Chef, der immer einen guten Buchtipp parat hat. Erstaunlich, wie er in den schönen Regalen (bis zur Decke) die Bücher souverän findet“.
Inhaber Harald Kirchner empfiehlt „Chopin in Kentucky“ von Elizabeth Heichelbech: „Marie hat’s echt nicht leicht in den Siebzigern in Kentucky, mit ihrem prügelnden, fanatischen Vater, ihrer gestressten Mutter und lauter Geschwistern. Zum Glück hat sie in Frédéric Chopin einen guten, wenn auch imaginären Freund in allen Lebenslagen. Als eine Balletttruppe in Maries Schule auftritt, weiß sie, wo sie hingehört – und findet eine echte Freundin. Chopin und wir meinen, dass Sie diesen ermutigenden und lustigen autobiografischen Roman in die Ferien mitnehmen sollten, gleich ob Sie in den Siebzigern jugendlich waren oder es jetzt sind.“ Auch erhältlich im Tagesspiegel-Shop.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Hans Stimmann, Architekt und langjähriger Senatsbaudirektor, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. 15 Jahre lang war er Staatssekretär und prägte mit dem Leitbild des „steinernen Berlin“ die Hauptstadt.
Anwohnerparken wird deutlich teurer, das gilt zwischen CDU und SPD als abgemacht. Berlin scheint dagegen gespalten: Fast jeder Zweite lehnt die Preiserhöhung ab, zeigt eine repräsentative Civey-Umfrage. Im Detail: 47 Prozent der Befragten sind gegen teureres Parken, 42 Prozent dafür, elf Prozent sind unentschieden.
Hinweis der Verkehrsverwaltung für alle, die fluchend auf dem neuen A100-Abschnitt im Stau stehen (Montagabend bis zu 90 Minuten). Es bringt nichts, sich ganz rechts einzufädeln: „Tatsächlich führen alle drei Fahrstreifen bis in die Elsenstraße hinein, bevor die Fahrstreifenreduzierung wegen der Elsenbrücke erfolgt. Dabei wird der rechte Fahrstreifen, den die meisten benutzen, dann zum Bussonderfahrstreifen, was zu vielen Fahrstreifenwechseln und zu den damit verbundenen zusätzlichen gegenseitigen Behinderungen führt.“ Na denn.
Anzeige
Mit unseren Musikreisen genießen Sie einzigartige Momente – Wir erstellen diese für Sie individuell. Erleben Sie Musikkonzerte von Klassik bis Oper gepaart mit individuellem Kulturprogramm. Jetzt buchen!
Apropos: Ob vergessen wurde, den Radweg entlang des 16. Bauabschnitts zu öffnen, fragte ein Tagesspiegel-Leser per Mail. Nachfrage bei InfraVelo und Autobahn GmbH: Der Weg sei offiziell ein Wirtschaftsweg, soll aber für Rad- und Fußverkehr freigegeben werden, sobald Bau- und Rückbauarbeiten abgeschlossen sind. Wann genau, sei noch unklar.
Auch unklar ist, wann das geplante Hochhaus an der Warschauer Straße gebaut wird. Im April hatte der Senat dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg das Verfahren entzogen, auch um den Bau zu beschleunigen. Jetzt setzt der Senat das Verfahren komplett neu auf – und verzögert das Projekt damit weiter. Teresa Roelcke erklärt die Hintergründe.
Immerhin tut sich was auf der Museumsinsel: In den nächsten Wochen kehren Stücke der Antikensammlung ins Pergamonmuseum zurück, darunter der Telephosfries und die Dachfiguren des Pergamonaltars. Bisher waren sie im Pergamon-Panorama zu sehen – das während des Transports vorübergehend schließen muss und am 13. Oktober wieder öffnet.
Anzeige
Am 14. September 2025 lädt der Tagesspiegel zum Land- und Genussmarkt ins Tagesspiegel-Verlagshaus ein. Erleben Sie einen Tag voller kulinarischer Köstlichkeiten und kultureller Highlights. Die Tagesspiegel-Redaktion und spannende Gäste bieten Lesungen, Gespräche und Einblicke in aktuelle Themen. Wir freuen uns auf Sie! Jetzt anmelden
Auch in Köpenick geht’s voran: Auf der Baustelle des Trainingszentrums Alte Försterei tanzt das „eiserne Kran-Ballett“, meldet Union Berlin. 95 Prozent der Bodenplatte sind fertig, noch in dieser Woche sollen die ersten Wände hochgezogen werden.
Falls Sie noch einen Grund zum Aufhören brauchen: In Berlin stirbt fast jeder fünfte Mann an den Folgen des Rauchens (rund 18 Prozent) – und fast jede achte Frau (rund 13 Prozent). Bundesweit liegt die Hauptstadt damit auf Platz zwei, nur Mecklenburg-Vorpommern (Männer) und Bremen (Frauen) schneiden noch schlechter ab.
Und ein Tipp für alle, die gute Gespräche auf dem Wasser zu schätzen wissen: Im Inselsalon auf der „Kaiser Friedrich“ spricht Checkpoint-Chef Lorenz Maroldt heute mit Autorin und Podcasterin Zoé von Finck. Das Thema: „Der Trump-Effekt: Katapultiert der politische Druck aus Washington Frauenrechte zurück ins letzte Jahrhundert?“ Das Schiff legt an der Anlegestelle Alte Börse um 19 Uhr ab und um 21.30 Uhr wieder an. Tickets kosten für Sie als Abonnentinnen und Abonnenten nur 10 statt 35 Euro (hier beim Ticketkauf das Codewort AUFZUNEUENUFERN eingeben). Ahoi!
Zitat
„Harald Juhnke wird auf einer Wolke sitzen und sich über ‚seinen‘ Platz freuen wie Bolle.“
Peter Wolf, Juhnkes langjähriger Manager und Vertreter der Familie, freut sich über den Harald-Juhnke-Platz an der Kreuzung Kurfürstendamm, Grolmanstraße und Uhlandstraßein Charlottenburg. Am Montag wurden die Schilder aufgestellt, am 29. September wird der Platz offiziell eingeweiht.
Stadtleben
Verlosung – Die Schweizer Pop-Musikerin Milune schrieb bereits mit 13 Jahren ihre eigenen Lieder und kennt sich auch in der Welt der Klassik ganz gut aus: Nach ihrem Schulabschluss 2022 absolvierte sie zunächst eine Ausbildung an der Ballettschule des Opernhauses Zürich. Heute singt schlau und ehrlich über Mental Health, Selbstfindung und Sexualität. Am 11. September tritt sie um 20 Uhr in der Kantine am Berghain auf. Für das Konzert „Hearts Lust on Tour“ verlosen wir 2x2 Tickets. Eine kleine Kostprobe finden Sie hier. Am Wriezener Bahnhof, S-Bhf. Ostbahnhof
Essen & Trinken (mit Urlaubsflair) – Mit den Schulferien, endet, mit wenigen Ausnahmen, auch die Freibad-Saison. Viel Zeit bleibt also nicht mehr, sich ein letztes Mal Pommes in entsprechender Atmosphäre zu bestellen. Heute im Sommerbad Humboldthain. Zugegeben, die Zeiten, als man hier einen Frozé und frische Salate bekam, sind vorbei. Für den Sundowner kann man diese Saison wählen zwischen Capri-Sonne, Filterkaffee und Berliner Kindl. Aber: Grundsolide Pommes, eine Currywurst (Halal) und Chicken-Nuggets gibt’s nach wie vor am kleinen „Le Kiosk“. Mo 10-20, Di 7-20, Mi-Fr 7-19.30, Sa/So 7-20 Uhr, Wiesenstraße 1, S-Bhf. Humboldthain
Für umme – Elf Schauspieler aus Berlin, Bochum, Hamburg, Mannheim und New York, haben sich vor einigen Jahren zusammengetan und ergründen seither als „Ensemble Outrageous“ in gemeinsamen Workshops ausgewählte Themen. Darauf folgen Auftritte, bei denen die Ergebnisse improvisiert vorgetragen werden. Am Dienstag ab 19.30 Uhr geht es auf der Bühne der Regenbogenfabrik in Kreuzberg um Atmen. Vorsicht, das Publikum wird miteinbezogen. Weitere Informationen finden Sie hier. Lausitzer Straße 21a, U-Bhf. Kottbusser Tor
Mit Anhang – Ein Ausflugsziel, das Berliner Naturfreunde in den letzten Tagen der Sommerferien unbedingt noch ansteuern sollten, ist die Schönower Heide. Die blüht nämlich gerade und ist allein deshalb ein Erlebnis. Außerdem kann man hier Dam-, Rot- und Muffelwild beobachten. Das große Eingangsportal mit Wanderkarte und Lageplan liegt an der L30 (Schönwalder Chaussee) zwischen Schönow und Schönwalde. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bietet sich die S2 bis Bernau an. Von dort fährt die Buslinie 868 bis Schönow/Kirche aus. Achtung: Bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss ein zusätzlicher Fußweg von ca. einem Kilometer pro Strecke von der Station Schönow/Kirche bis zum Eingangsportal Naturschutzgebiet eingeplant werden.
Sommerhappen – Aus der Kategorie Trend-Getränke kommt auch der Espresso-Tonic: Ein Glas mit Eiswürfeln gefüllt wird mit Tonic Water aufgegossen. Darauf gießt man langsam einen frisch gebrühten Espresso, sodass sich zwei Schichten bilden. Ein Spritzer Zitronensaft rundet den Wachmacher ab.
Kiekste
Erwarten Sie keinen großen Preis, wenn Sie erraten, auf welcher Berliner Insel das war. Dank an Roland Helbig! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Nauener Straße (Falkenhagener Feld): Ab ca. 8 Uhr wird die Straße in Richtung Brunsbütteler Damm zwischen Seegefelder Straße und Staakener Straße für ca. einen Monat für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Senheimerstraße (Frohnau): Ab dem Morgen ist die Fahrbahn zwischen Ariadnestraße und Huttenstraße in beiden Richtungen für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Charlottenstraße (Kreuzberg): Von 6 bis ca. 18 Uhr ist die Straße in beiden Richtungen zwischen Zimmerstraße und Rudi-Dutschke-Straße für den Kfz- und Radverkehr gesperrt.
Demonstration – Für heute sind acht Demos angemeldet (Stand 1.9., 14 Uhr), u.a. „Gegen den fortschreitenden Genozid, gegen die Kriminalisierung von Palästina Solidarität, Camp Al-Muqawma“: 150 Teilnehmende, Heinrich-von-Gagern-Straße (00-24 Uhr)
„Durchsetzung des Gemeingebrauchsrechts auf die unkommerzielle Nutzung der Spree entsprechend WHG! (...)“: 20 Menschen, „Flussbad e.V.“, Gertraudenbrücke (16.30-17.45 Uhr)
„Frieden und Aufklärung und Dialog unter den Bürgern“: 18 Teilnehmende, „Schildbürger“, Bölschestraße (16.30-18.30 Uhr)
„Wir fordern die Umsetzung der Radwegplanung entlang der Köpenicker Landstraße“: 100 Menschen, „ADFC-Berlin, Stadtteilgruppe Treptow-Köpenick“, ab Puschkinallee über Elsenstraße, Treptower Park, Schnellerstraße, Wendung Höhe Karlshorster Straße, Köpenicker Landstraße, Bulgarische Straße, Puschkinallee bis Bernhard-Langwaldt-Weg (17.30-19.30 Uhr)
„Wir pfeifen auf Stuttgart 21“: Fünf Protestierende, Potsdamer Platz (18.40-19.15 Uhr)
Gericht – Im Prozess wegen Vergewaltigung eines Bundeswehrsoldaten könnte es zu einem Urteil kommen. Drei damalige Soldaten des Wachbataillons sind angeklagt. Zwei 35- und 31-Jährige sollen vor rund vier Jahren in der Julius-Leber-Kaserne einen Kameraden misshandelt haben. Einem 36-Jährigen, der die Tat beobachtet haben soll, wird unterlassene Hilfeleistung zur Last gelegt. Die Ermittlungen begannen mit einem Extremismusverdacht (9.00 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B219).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Das Team vom Sport-Gesundheitspark wünscht seinem Ehrenmitglied Peter Hanisch zum 90. Geburtstag alles Gute und noch viele glückliche Jahre“ / Robert Habeck (56), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), bis 2025 Vizekanzler sowie Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz / Claus Kleber (70), Journalist, Autor und Fernsehmoderator, bis 2021 präsentierte er das heute-journal im ZDF / Nicolette Krebitz (54), Schauspielerin und Regisseurin, 2019 erhielt sie den Kunstpreis Berlin für Film- und Medienkunst. / Andreas Möller (58), ehemaliger Fußball-Nationalspieler und Weltmeister 1990 / Keanu Reeves (61), kanadischer Schauspieler und Filmproduzent, spielte u.a. die Rolle Neo in der Matrix-Reihe auch in u.a. Babelsberg / „Wir Herzschrittmacher feiern heute 🎼vielstimmig 🎶 unseren Chorleiter Wolfgang Thierfeldt und freuen uns auf viele gemeinsame Konzerte!“ / Jack White (geb. Horst Nußbaum) (85), ehemaliger Fußballspieler und Musikproduzent, ehemaliger Präsident von Tennis Borussia Berlin, gründete 1999 in Berlin seine Musik-Produktionsfirma
Nachträglich: „Die kluge und führungsstarke Christiane B. aus Westend vollendet ein weiteres Lebensjahrzehnt. Ich gratuliere meinem Lieblings- & Lebensmenschen. W.“ / „Rainer: ob auf dem Wasser oder zu Land: genügend Kraft und Gesundheit für jeden Tag, bleib hoffnungsfroh!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Bernd Teichgräber, * 10. Mai 1948, verstorben am 30. Juli 2025 / Christian Stolpe, * 24. Februar 1938, verstorben am 7. August 2025 / Nikolaus Kuhnert, * 7. März 1939, verstorben am 20. August 2025
Stolperstein – Nachle Mandel wurde am 20. Juli 1868 in Friedersdorf bei Berlin geboren. Sie hatte eine Tochter Charlotte (Jg. 1897) und eine Enkeltochter Rita (Jg. 1927). Bis zu ihrer Deportation am 17. August 1942 nach Theresienstadt, teilten sich die drei Generationen eine Wohnung. Im Ghetto wurde Nachle Mandel am 2. September 1942, ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Hektorstraße 16 in Halensee an Nachle Mandel.
Encore
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: der Botanische Garten.
Auch wenn Sie die seltene Blütezeit des stinkenden Titanenwurz verpasst haben, ist der Botanische Garten immer eine Reise nach Dahlem wert. Die edle Gewächshausanlage und die Gärten drumherum sind eine Stadtoase, in der man knapp 20.000 Pflanzen bewundern kann und die Stunden wie im Flug vergehen. Stärken kann man sich im wunderhübsch gelegenen Café. Besonders sympathisch: Der Botanische Garten ist nicht nur ein Forschungszentrum, sondern bietet auch Workshops und Beratungen an. Egal, ob man heimische Arten für den eigenen Garten sucht oder Hilfe beim Bestimmen der Pilzsammlung.
Das heutige Checkpoint-Bouquet wurde zusammengestellt von Lorenz Maroldt, Christian Latz und Daniel Erk (Hinweise) sowie Isabella Klose (Recherche), Tobias Langley-Hunt (Stadtleben) und Jasmine Dellé (Produktion). Morgen bindet wieder Anke Myrrhe einen bunten Strauß an Berlin-Themen. Bis bald