Berliner meldeten im vergangenen Jahr 74 Spritzen-Funde auf Kinderspielplätzen
Nachdem sich ein Dreijähriger auf der Lessinghöhe mit einer benutzten Spritze verletzt hat (Hintergründe hier), haben wir die Gesundheitsverwaltung gefragt, wie sie die aktuelle Gefahrenlage einschätzt. „Aufgrund der zunehmenden Problematik des Drogenkonsums im öffentlichen Raum ist es sehr bedauerlich, dass es vereinzelt zu Stichverletzungen durch herumliegende Spritzen kommt“, schreibt die – und verweist weiter: „Die Zuständigkeit für die Reinigung von Grundstücken, Grünflächen, Spielplätzen, Friedhöfen und Parks liegt bei den Grundstückeigentümern bzw. bei den Grünflächenämtern der Bezirke. Die BSR reinigt die beauftragten Flächen ebenfalls regelmäßig und entsorgt Konsummaterial fachgerecht.“
Zahlen zu Spritzen im öffentlichen Raum liegen der Verwaltung nicht vor. Auch eine Übersicht über Funde auf allen Spielplätzen gibt es nicht. Aus dem Meldeportal des Landesamts für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten geht lediglich hervor, dass Berliner in 2024 74 Konsumutensilien-Funde auf Spielplätzen gemeldet wurden. 2025 waren es bis Ende Mai 27. Einzig gute Nachricht: Eine Infektion durch HIV und Hepatitis B/C oder andere Keime sei grundsätzlich „sehr unwahrscheinlich, da z.B. das HI-Virus außerhalb des Körpers rasch seine Wirkung verliert“.