DDR-Malerin Annemirl Bauer bekommt Platz am Ostkreuz

Gut ausgegangen: Die Malerin und DDR-Regimekritikerin Annemirl Bauer wäre in diesem Jahr 80 geworden. Doch vor 30 Jahren starb sie an Krebs. Seitdem hält ihre Tochter das Andenken hoch, hat ihr Leben dem Vermächtnis ihrer Mutter verschrieben. Am Ostkreuz hat sie erreicht, dass der Bezirk einen Platz nach Annemirl Bauer benennt. Einer Frau, die mit Haut und Haaren Künstlerin war, die manisch alles bemalte, was ihr unter den Pinsel kam, vom Waschbrett bis zum Spiegel – und 16.000 Werke hinterließ. Die Geschichte der beiden Frauen hat meine Kollegin Silvia Perdoni aufgeschrieben (nachzulesen hier). Sie handelt von Wurzeln. Von Erinnerungen. Und von der Frage, wie man sie aufrechterhält, wenn alles Gewohnte wegbricht.