Ein Jahrhundert Liebesbriefe
„Nimm hin den Gruß, den süßen Kuß“. So erwartungsvoll schreibt die in München zurückgelassene Sänli an den in die Schweiz abgereisten Oskar – um 1900 auf mit Rosen und Vergissmeinnicht-Blüten verziertem Papier. Wie bitter süße Liebe schmecken kann und wie Worte sie zu umschmeicheln vermag, verrät das Archiv der Linguistin Eva Lia Wyss. Den darin verborgenen Schatz von mehr als 22.000 privaten Liebesbriefen haben wir für Tagesspiegel plus geöffnet (mit vielen Originalen hier). Eine Reise durch ein Jahrhundert Erotik, Kitsch und Leidenschaft. „In süßester Erinnerung werden mir alle diese schönen Stunden bleiben, die ich an Deiner theuren Seite zugebracht.“