Flüchtlingsrat beklagt mangelnde Hilfe für hochschwangere Frau
Wichtige Meldung aus der Nacht, die es aufzuklären gilt: Der Berliner Flüchtlingsrat macht in einer Erklärung einen möglicherweise schweren Fall von verweigerter Hilfe für eine hochschwangere Frau in einer Flüchtlingsunterkunft publik. Demnach bekam die Frau in der Nacht zum 23. Juni starke Schmerzen und Blutungen; ihr Mann bat die Security, den Krankenwagen zu rufen. Dies sei jedoch verweigert worden „mit der Begründung, es sei Sonntagnacht, da könne man nicht die Feuerwehr rufen“. Auch eine Taxifahrt wurde demnach nicht gestattet. Das Ehepaar habe laut Flüchtlingsrat nur die Adresse eines drei Kilometer entfernten Klinik bekommen, die es dann zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht hätte. Im Krankenhaus gebar die Frau einen toten Jungen; möglicherweise hätte das Baby bei früherer Hilfe gerettet werden können. Ein Fall für Sozialsenatorin Elke Breitenbach. Und für die Stadt.