Satirischer Tatsachenroman ohne Folgen

Sein 79-seitiges Pamphlet über Senatssprecherin Claudia Sünder sei „De facto ein satirischer Tatsachenroman“, sagte Hanjo Lehmann gestern vor Gericht. „Die Irrtümer, die sich in der Fröhlichkeit des Schreibens einschleichen können.“ Im literarischen Überschwang habe er womöglich Dinge auch konstruiert. Die Richterin kritisierte Lehmann zwar scharf, sprach ihn aber frei. Auch wenn er ein „unfassbares Pamphlet“ verfasst und sich mit Impertinenz in Sünders Privatleben gewühlt habe, seien seine Äußerungen von Meinungsfreiheit gedeckt.