sie wollen den Regierenden Bürgermeister ablösen, doch noch kennen die meisten Berliner die Spitzenkandidaten von SPD, Linke, Grüne und AfD überhaupt nicht, wie eine Civey-Umfrage exklusiv für den Tagesspiegel zeigt. Von keinem der Kai-Wegner-Gegner hat auch nur ein Drittel der Berliner bislang gehört. Der Bekannteste unter den Unbekannten ist SPD-Kandidat Steffen Krach (30%), knapp vor Kristin Brinker von der AfD (29%). Linke-Kandidatin Elif Eralp kennt nur jeder vierte Befragte, aber immer noch deutlich mehr als Werner Graf: Nur 16 Prozent geben an, den Grünen-Kandidaten zu kennen. Und Kai Wegner selbst? Von dem haben 83 Prozent der Berliner zumindest schonmal gehört. Was genau, haben sie nicht verraten.
Ohne ihren bekannten Bezirksbürgermeister Martin Hikel muss die SPD Neukölln in den Wahlkampf ziehen. Dem reichte sein Nominierungsergebnis von knapp 70 Prozent auf dem Kreisparteitag bekanntlich nicht, er zog zurück und hinterließ einen Haufen Scherben. Den soll jetzt Neuköllns Schulstadträtin Janine Wolter zusammenfegen. Am Donnerstagabend nominierte der SPD-Kreisvorstand sie als Bezirksbürgermeisterkandidatin (einstimmig, mit zwei Enthaltungen).
Neukölln bleibt sich damit treu: Auch ihre Vorgänger Martin Hikel und Franziska Giffey kamen aus dem Bereich Schule. Sie wolle eine „klare Linie gegen Gewalt, Extremismus, Kriminalität, Drogenhandel und illegales Glücksspiel“, schreibt Wolter in ihrem Bewerbungsschreiben (mehr zur Kandidatin hier). Interessant ist nach den Vorfällen der vergangenen Wochen, welchen Begriff sie dabei nicht benutzt: Clankriminalität.
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Berlin baut auf – und ab: In den vergangenen fünf Jahren sind 46.466 Wohnungen zum Bestand der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften hinzugekommen. Doch der Anteil der Sozialwohnungen und belegungsgebundenen Wohnungen sinkt zugleich rapide (Q: SenStadt, AnfrageFreymark/Pätzold/CDU). 2020 hatten die Landeseigenen noch 81.000 Wohnungen in dieser Kategorie (Anteil am Bestand 24,1 Prozent), jetzt sind es trotz Neubaus nur noch rund die Hälfte (12,1 Prozent). Und das, obwohl rund die Hälfte der Berliner Haushalte Anspruch darauf hätte. Zu Jahresbeginn erhöhen die Landeseigenen hingegen knapp 100.000 Haushalten die Miete. Zumindest eines wächst in Berlin verlässlich.
Etwas verschnieft machen wir einen Ausflug ins badische Mosbach: Im örtlichen Kaufland können Kunden neben Obst und Gemüse neuerdings auch den Arztbesuch vom Einkaufszettel streichen. In einem „Medical Room“ gibt es Videosprechstunden, Blutdruckmessung und EKG führt medizinisches Personal vor Ort durch. Das Pilotprojekt soll gegen den Ärztemangel helfen. Discounter-Sprechstunden, ein Modell für Berlin? „Mit einem einmaligen Kontakt zu einem unbekannten Arzt können allenfalls Fragen beantwortet werden, die manche Zeitschrift in der Auslage genauso gut oder schlecht beantwortet“, sagt die Co-Vorsitzende des Hausärzte-Verbandes Sandra Blumenthal. Sie hält das Projekt eher für eine Lockaktion des Supermarkts. „Statt echte Versorgung zu stärken, wird durch solche Konzepte der Eindruck erweckt, man könne Medizin wie ein Produkt neben dem Wocheneinkauf erledigen.“ Zur Kasse, bitte.

Mit mehr als einem Jahr Verspätung ist am Donnerstag die erste Dokumentenausgabebox Berlins gestartet. Das weiße Gerät steht im Rathaus Reinickendorf und funktioniert wie eine Paketstation für Personalausweise. Dokumente können ohne Termin und unabhängig von den Öffnungszeiten abgeholt werden.
Tatsächlich steht die „Dokubox“ bereits seit November 2024 betriebsbereit und mit roter Schleife im Foyer des Bezirksamts, doch der Bezirk musste warten, bis das IT-Dienstleistungszentrum die Konzepte für Datenschutz und IT-Sicherheit absegnete. Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) ließ (in Erinnerung an den berühmten BER-Counter des Checkpoints) einen Timer anbringen, Tage seit der Nichteröffnung: 377.
Immerhin sollen die anderen Bezirke nun schnell profitieren, man werde „die entsprechenden Konzepte und Dokumentationen zur Verfügung stellen“, heißt es aus Reinickendorfer. Nächster Halt: Friedrichshain-Kreuzberg. Hoffentlich ohne Counter.
Heute vor genau zehn Jahren hat eine Gruppe von Verkehrsaktivisten die Initiative zum Volksentscheid Fahrrad gegründet.Heraus kam das Berliner Mobilitätsgesetz mit weitreichenden Plänen zum Ausbau des Radverkehrs. Einiges ist seither vorangeradelt – vieles nicht. Auch, weil die Ziele unrealistisch hoch waren. Das trifft seit 2023 auf eine CDU-geführte Verwaltung, die Prioritäten eher bei vier Rädern sieht. In Zahlen bedeutet das für den Radwege-Ausbau 2025: Bis Ende September wurden erst 10,6 Kilometer Strecke neu eingerichtet, teilt die Infravelo dem Checkpoint mit. „Zum Stand Ende des 3. Quartals können bis zum Jahresende weitere Projekte mit einer Streckenlänge von bis zu 14,6 km abgeschlossen werden.“ Macht maximal 25,2 Kilometer. Beim Blick auf die Wetterprognose eher schwierig.
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Raoul Hausmann (1886–1971), Mitbegründer der Berliner Dadaismus-Bewegung, zählt zu den bedeutendsten Avantgardisten des 20. Jahrhunderts. Zum 50. Jubiläum der Berlinischen Galerie widmet das Museum diesem radikalen Innovator eine umfassende Retrospektive mit über 200 Werken und zeigt erstmals sein künstlerisches Œuvre in ganzer Bandbreite. Ausstellung bis 16.3.26 Mehr
Hollywood-Hills: Im Fluxbau in Kreuzberg gab’s am Mittwochabend überraschenden Besuch. Während eines Konzerts der Berliner Band Coverband Ludi and the Lads lief, kamen plötzlich Kate Hudson und Hugh Jackman auf die Bühne und sangen „Sweet Caroline“ (Foto- und Videomaterial liegt dem Checkpoint vor). Die Hollywood-Stars hätten eigentlich noch bei der Europapremiere ihres Films „Song Sung Blue“ im Zoo Palast sein sollen, bevorzugten aber einen kleinen Geheim-Gig an der Spree. Die Gastgeber haben mitgeschnitten und senden die Aufnahme heute um 7:10 Uhr, 10:20 Uhr und 14:10 Uhr. Es kommentiert Flux-FM-Gründerin Mona Rübsamen: „Sowas passiert nur in Berlin.“
Apropos sensationell: Gleich um die Ecke ist die Checkpoint-Band am Sonntag übrigens ebenfalls in geheimer Mission unterwegs. Mehr dazu bald im Newsletter Ihres Vertrauens.
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Und noch ein paar Leseempfehlungen:
+ Volksbegehren gegen Olympia: Erstmal dagegen zu sein, ist Berlins Paradedisziplin – ein Kommentar von Lorenz Maroldt
+ Die Bauruine am Steglitzer Kreisel zurückkaufen: Will Berlin sich das Rohbau-Gerippe wirklich leisten?
+ Kinderpornografie-Skandal um Berliner Dragqueen: Wer wusste was und wann? Jetzt äußert sich erstmals der Manager von Jurassica Parka
+ Besoldung über Jahre verfassungswidrig: Was Berlins Beamte jetzt wissen müssen
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Das neue Energiekonzept der GASAG Solution Plus zeigt mit dem Evangelischen Waldkrankenhaus in Berlin-Spandau, wie moderne Energietechnik Kosten senkt und Klima schützt. Der CO2-Ausstoß wird halbiert und mit 1.540 Solaranlagen ist das Krankenhaus unabhängiger von Preisschwankungen. Ein wegweisendes Projekt für die energetische Sanierung von Kliniken.
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Berliner Schnuppen
Telegramm
Heute tritt durch Veröffentlichung im Amtsblatt das Baumgesetz in Kraft, hunderttausende neue Bäume sollen gepflanzt werden. Besser Erhalten, statt Pflanzen, sagte Umweltpolitiker Benedikt Lux (Grüne) dem Checkpoint – und fordert ein Fäll-Moratorium für Torstraße, Ollenhauerstraße und Tempelhofer Damm. „Das ist alles noch im Geiste vor der Einigung zum Baumentscheid entstanden und muss sofort neu geplant werden.“ Es kommentiert CP-Gastautor Konfuzius: Kleinholz ist auch Mist.
Wie nötig ein neuer Umgang mit dem Stadtgrün ist, zeigen Zahlen ausPankow: Dort schrumpfte der Bestand 2004 um mehr als 1600 Bäume. Bei 2362 Fällungen gab es nur 733 Pflanzungen. Zur Fäll-Beschreibung des Bezirkskollegen Christian Hönicke geht’s hier entlang.
Weiter geht’s mit Fällungen der schöneren Art: Gestern wurde im brandenburgischen Grüntal die erste Tanne geschlagen und damit die Weihnachtsbaum-Saison eröffnet. Laut Gärtner Matthäus Schubert vom Gartenbauverband Berlin-Brandenburg könnte die Blaufichte in diesem Jahr ein „echtes Revival“ feiern. Die ursprünglich aus den Rocky Mountains stammende Fichte sei eine „preisgünstige, aber ebenso schöne Alternative“ zur Nordmanntanne. Wenn das kein Holz für den Weihnachtsfeier-Smalltalk ist.
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Superwomen am RambaZamba Theater
Wie werden Frauen mit Behinderungen in der Gesellschaft wahrgenommen?
In Jorinde Dröses Inszenierung Superwomen sprechen vier Schauspielerinnen des inklusiven RambaZamba Theaters über Gleichberechtigung, Partnerschaft, Schönheit und sexuelle Identität.
Am 28. & 29. November
www.rambazamba-theater.de
Apropos: Die schönste Tanne steht bekanntlich immer am Breitscheidplatz (Schrotttannen mitgemeint). Ansonsten dominieren dort seit dem Anschlag vor knapp 9 Jahren Poller und sandgefüllte Stahlgitterkörbe das besinnliche Ambiente. Nun will das Bezirksamt ein neues Sicherheitskonzept umsetzen – und glaubt an schönere Varianten.
Lange nichts mehr von der Magnetschwebebahn gehört, da kommt eine Meldung des Unternehmens Max Bögl reingeflogen: Die Firma hat vom Eisenbahn-Bundesamt die Genehmigung erhalten, eine öffentliche Magnetschwebebahnstrecke zu betreiben. Der Traum von Ute Bonde und Dirk Stettner bleibt in der Schwebe.
Wenn das Pergamonmuseum im Frühjahr 2027 nach jahrelanger Sanierung wieder öffnet, will die Einrichtung nicht nur optisch glänzen. Nach den Plänen des Museums soll es im Aleppo-Zimmer nach Jasmin, Orangen, Kaffee und Tabak riechen. Dit wird dufte.
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Musik als Medium der Erinnerung: Listening to the Past, Hearing the Present bringt am 22.11. im Haus der Kulturen der Welt ehemalige Vertragsarbeiter*innen aus Kuba, Mosambik und Vietnam zusammen, die gemeinsam mit ihren Kindern ihre Erinnerungen teilen – durch Musik. Ein Symposium mit Konzerten und Gesprächen über Migration. Eintritt frei.
Nach fast 40 Jahren schloss die legendäre „Hostaria del Monte Croce“ in Kreuzberg. Für immer, hieß es. Jetzt ist die Berliner Institution zurück. Wie es dort unter neuer Führung schmeckt, berichtet Genuss-Kollege Ulrich Amling.
Schön, aber selten: Die Passagiere des ICE 707 von Berlin nach München wurden gestern Zeuge einer verblüffenden Durchsage: „Wir sind aktuell sieben Minuten zu früh in Bitterfeld. Ja, das gibt’s auch mal bei uns“ (mitgehört von Gundolf Barenthin, besten Dank).
Ganz ohne Betriebsstörungsbingo ging unser Schulprojekt „Tagesspiegel macht Schule – reflektiert & couragiert“ in dieser Woche zu Ende. Rund 1500 Schülerinnen und Schüler aus 60 Klassen hatten teilgenommen – und einiges gelernt, von Zivilcourage in der Tram bis Medienkompetenz am Handy. Beim Abschlusstermin in der Bildungsverwaltung waren Schulsenatorin Katharina Günther-Wünsch und BVG-Chef Henrik Falk sich einig: Das können wir auch fürs nächste Jahr aufgleisen.
Bereits aufgegleist ist das nächste Bildungsprojekt. Gestern ist Tagesspiegel Young Finance gestartet, in Kooperation mit den BörsenXperts vom Verein Börsenplatz Berlin. Welche Rolle spielen Nachrichten in den Finanzmärkten? ETFs, Trading-Apps… wie plant man finanziell für die Zukunft? Das und vieles mehr können Menschen zwischen 16 und 30 Jahren im Projekt lernen – praxisnah, digital und unabhängig. Hier geht’s zur Anmeldung.
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Europas erfolgreichste Turnshow – das „Feuerwerk der Turnkunst“ – kommt nach Berlin! VIVA verspricht, ein wahres Akrobatikfest des Lebens zu werden. Jede Darbietung trägt die Botschaft: Das Leben ist ein Geschenk – lasst es uns auspacken und genießen! Mit dabei: die Top-Turner Lukas Dauser und Andreas Toba
25.01.2026 |19 Uhr
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Polizeibeamte des Abschnitts 13 gehen derzeit entschieden gegen Zugluft vor, die sich unerlaubt Zutritt zu ihrem Revier verschaffen will. Das Einsatzwerkzeug: eine abenteuerliche Konstruktion aus Klebeband und Stoffrolle (Beweisfoto hier).
Um auch abseits von Zugluft auf besondere Gefahrenlagen vorbereitet zu sein, ist die Polizei auf der Suche nach 30 Präzisionsschützengewehren für das SEK. Die Gewehre sollen bis zu 400 Meter weit entfernte Ziele treffen. Weitere Infos bleiben geheim – aus „einsatztaktischen Gründen“. Besser so.
Druckernachwuchs dank Michael Müller? Als „Berliner Schulpate“ empfing der ehemalige Regierende Bürgermeister vor wenigen Tagen die 5c der Gesundbrunnen-Grundschule. Dabei warb er für Ausbildungsberufe und versuchte, den Kindern das Druckerhandwerk näherzubringen. Am Druckpunkt: Bezirkskollege Cay Dobberke. Ob’s geklappt hat, erfahren Sie hier.
Oder wie wär’s mit einem Stück Mauer? Für schlappe 10.000 Euro derzeit bei Kleinanzeigen zu haben. Aber Achtung, die Lieferung gibt’s zwar ab 4,89 Euro, dafür aber nur „frei Boardsteinkante“. Hauptsache Beton.
Zitat
„Wildschweine sind herrenlose Wildtiere.“
Das schreibt die Umweltverwaltung schulterzuckend in ihrer Antwort zur Anfrage des CDU-Abgeordneten Martin Sattelkau, der wissen wollte, was der Senat gegen Wildschweine in Müggelheimer Vorgärten tun will. Für Schutzmaßnahmen gegen die Wildtiere sei kein Geld im Haushalt da, ergänzt die Verwaltung. Auf Privatgrundstücken sei es Aufgabe der Grundstückseigentümer, „Vergrämungsmaßnahmen“ zu ergreifen. Aber bitte nicht grämen.
Stadtleben
Verlosung – Für manche ist die Vorweihnachtszeit ja purer Stress, so viele zusätzliche Termine! Wie wäre es, wenn Sie sich da einfach mal an den gedeckten Tisch setzen könnten? Erst gibt es u.a. Feldsalat mit eingelegtem Radicchio, dann Entenbraten plus Kartoffelklöße (für Veggies: „Gourmetbällchen in Glühweinjus“) und einen saftigen Schokoladenkuchen als Finish. Später eine Runde Eisstockschießen und einen Glühwein mit Spreeblick. Klingt gut? Wir laden 3x2 Menschen am 12. Dezember zu „Oh du Schöneweide“ ein! Bewerbungen für das All-inclusive-Paket (regulär 69 Euro) ans Checkpoint-Postfach. 26.11.-20.12. in der White Spreelounge (Mi-Sa, ab 18 Uhr), Wilhelminenhofstraße 89, Tram-Haltestelle Wilhelminenhofstr./Edisonstr.
Essen & Trinken – Wenige Gerichte erlauben so viele Varianten wie Ramen, das inoffizielle Lieblingsessen der Japaner. Eines ist die längst auf der ganzen Welt verehrte Nudelsuppe in ihrem Heimatland jedoch selten: vegetarisch. Das ist die Spezialdisziplin von Christopher Selig aka Food Technique Berlin, der dieses Wochenende mit Gemüsegott Stephan Hentschel wieder mal ein Pop-up in der Chipperfield Kantine veranstaltet. Serviert werden vier vegetarische Gänge. Los geht es mit Brioche mit Périgord-Trüffel, der Star ist natürlich die Suppe mit hausgemachten Ramen-Nudeln, zum Abschluss ein Dessert (59 Euro inklusive Wasser). Fr 13.30-22, Sa/So 12-22 Uhr, Joachimstraße 11, U-Bhf Rosenthaler Platz
Noch hingehen – Ein Paris-Trip ist gerade nicht drin? Vielleicht wenigstens im Kino. Aktuell läuft die „Französische Filmwoche“, unter anderem mit „Ein Sommer in Paris“, eine Liebesgeschichte während der Olympischen Sommerspiele an der Seine. Eine ganze Reihe Schauspieler:innen oder Regisseur:innen reisen an, die nach den gut 30 aktuellen Filmen im Programm gesprächsbereit sind (läuft bis Mittwoch). Am Wochenende gibt es ein Kinderspecial, u.a. mit dem Animationsfilm „Pets on the Train“ (So, 15.15 Uhr) im Filmtheater Am Friedrichshain, 7 Euro, Bötzowstraße 1-5, Tram-Haltestelle Am Friedrichshain
Last-Minute-Aktion – In der Archenhold-Sternwarte, am Flughafen BER oder im Technikmuseum: In ganz Berlin wird heute öffentlich vorgelesen, das Motto: „Vorlesen spricht deine Sprache“. Das Tolle am Vorlesen ist ja, dass es überall geht. Alternativ können Sie natürlich auch zu Hause beim bundesweiten Vorlesetag mitmachen, vielleicht lesen Sie einfach ein Kapitel mehr aus dem aktuellen Gute-Nacht-Buch, so zur Feier des Tages? Der Eintritt zu den Lesungen ist frei.
Grübelstoff – Wer sein ganzes Leben an einem Fleck verbringt, für den oder die stellt sich diese Frage eher nicht, aber in einer Zuzugs-Stadt wie Berlin schon: Wissen Sie eigentlich, wo Sie beerdigt werden wollen?
Kiekste
Scheinwerfer an – Rummelzauber pur! Leserin Sabine Skott fotografierte diese Spiegelung auf dem Lichtenberger Wintermarkt. Senden Sie Ihre Berlin-Fotos an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen Sie an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Baumschulenbrücke (Baumschulenweg): Ab 11 Uhr regelt bis Anfang Dezember eine Baustellenampel wechselseitig den Verkehr.
Sonnenallee (Neukölln): Die Straße ist voraussichtlich bis Ende November Richtung Hermannplatz zwischen Ederstraße und Mareschstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Hauptstraße (Rummelsburg): Zwischen Schlichtallee und Karlshorster Straße steht für beide Richtungen jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung (bis Mitte Dezember).
Ruhlebener Straße (Spandau): In Höhe Grunewaldstraße ist die Fahrbahn in beiden Richtungen jeweils auf einen Fahrstreifen verengt. Die Arbeiten laufen bis Mitte Dezember.
Oberlandstraße (Tempelhof): Ab 18 Uhr ist die Straße zwischen Holzmannstraße und Schaffhausener Straße (bis Montag, 6 Uhr) für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Berliner Straße (Wilmersdorf): In Richtung Hohenzollerndamm ist die Fahrbahn (bis Samstag, 20 Uhr) vor der Bundesallee auf einen Fahrstreifen verengt.
Nahverkehr S-Bahn – S3, S45, S46, S47, S8, S85 und S9: Ab 22 Uhr bis Montag Betriebsbeginn kommt es zu folgenden Verkehrseinschränkungen:
* S45, S46 und S47: Zwischen Schöneweide und Neukölln fährt ein Ersatzverkehr mit Bussen.
* S8, S85 und S9: Zwischen Schöneweide und Treptower Park fährt ein Ersatzverkehr mit Bussen.
* S8: Kein Verkehr zwischen Grünau und Schöneweide, stattdessen die Züge der S46 im 20-Minutentakt nutzen.
* S9: Kein S-Bahnverkehr mit dieser Linie zwischen Treptower Park und Spandau.
S5: Ab 22 Uhr bis Montag Betriebsbeginn fährt zwischen Wuhletal und Friedrichsfelde Ost ein Ersatzverkehr mit Bussen.
Regionalverkehr – RE7: Von 22.15 bis 1 Uhr fallen einzelne Züge zwischen Berlin Wannsee und Berlin Zoologischer Garten aus.
Demonstration – Für heute sind 20 Demos angemeldet (Stand 20.11., 17.30 Uhr), u.a. „Nein zum CCS Gesetz“: 20 Menschen, BUND, Leipziger Straße 3-4 (8.30-10 Uhr)
„Gedenken an Fethullah Aslan und Aufklärung seines Todes am 24.11.2024“: 20 Teilnehmende, Verein Allmende, Bundesallee 44 (8.45-10.15 Uhr)
„Women Shutdown: Femizide stoppen!“: 50 Protestierende, Pariser Platz (11.30-13 Uhr)
„Solidarisch gegen Antisemitismus“: 30 Demonstrierende, Brunnenstraße 33 (16-23.59 Uhr)
„Silvio-Meier-Mahnwache“: 300 Menschen, Silvio-Meier-Straße (18-19 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 31 Demos, u.a. „Finger weg von unserer Elisabeth-Aue: 200 Demonstrierende, Am Feuchten Winkel, Rosenthaler Weg, Berliner Straße, Alsaceweg (11-16 Uhr)
„Flagparade – Unity in Diversity – Breaking down Walls“: 1.200 Menschen, ESN Germany, Mehringplatz, Friedrichstraße, Am Lustgarten (14-17 Uhr)
„KEIN VERGEBEN – den Nazis und Rassisten KEIN VERGESSEN – den Opfern rechter Gewalt Zusammen gegen rechte Strukturen, Rassismus und Ausgrenzung und Krieg“: 450 Protestierende, Eugeniu-Botnari-Platz, Frankfurter Allee, Herzbergstraße (14-22 Uhr)
„Lampionumzug aus Anlass des 66. Geburtstages von ‚Unser Sandmännchen‘ (..)“: 200 Teilnehmende, Bürgerinitiative Unser Sandmännchen, Ullrichplatz, Ebereschenallee, Ullrichplatz (17-19 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 11 Demos, u.a. „Finger weg von unseren Kindern – Keine Dragqueen-Lesung im Stadtschloss“: 50 Teilnehmende, Schloßplatz 1 (12.30-13.30 Uhr)
„Berlin steht gegen die AfD – 100 Dragqueens für ein buntes Berlin“: 200 Demonstrierende, DIE VIELEN, Schloßplatz 1 (12.30-14.30 Uhr)
„Nächster Halt: Sonntag! – Für demokratischen Zusammenhalt und eine lebenswerte Zukunft für alle“: 50 Menschen, Pro Democracy, Bebelplatz (16-17.30 Uhr)
Gericht – Im Prozess nach dem tödlichen Ende eines Segeltörns in Schweden sollen weitere Zeugen befragt werden. Der 65-jährige Angeklagte soll seinen 71-jährigen Segelfreund ermordet haben. Er soll den Rechtsanwalt aus Schöneberg, mit dem er zuvor an einer Regatta teilgenommen hatte, nach einem Streit derart unter Wasser gedrückt haben, dass er starb. Der 65-Jährige bestreite das (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A217).
Universität – Hölderlin im Literaturforum im Brecht-Haus: Heute Abend gibt es dort eine „poetisch-theatrale Annäherung“ an den geheimnisvollen Dichter. Es liest und agiert Walter Prettenhofer, Schauspieler und Sprecherzieher an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. 20 Uhr, Eintritt frei, Chausseestraße 125
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Wir feiern heute den Geburtstag und unsere Freundschaft mit Albert B. 🎶und gratulieren auch seinem Sohn Liam B. Eure Schöneicher Dagmar und Christoph!“ / Diego Demme (34), deutsch-italienischer Fußballprofi, spielt bei Hertha BSC im Mittelfeld / „Die üblichen Verdächtigen gratulieren ihrer Freundin Sybille Gram sehr herzlich zum Geburtstag und wünschen für das neue Lebensjahr alles erdenklich Gute, Gesundheit, Enkelfreuden und viele glückliche Momente zwischen Schildow, Berlin und Usedom.“ / Manuel Wiederer (29), Eishockeyprofi, spielt bei den Eisbären Berlin / „Lieber Wuschi, die allerbesten Wünsche zu Deinem Geburtstag, vor allem Gesundheit und behalte Deinen Lebensmut. Und hab Dank für Deine Fürsorge und Hilfe für mich. In Liebe, Dein Kätzchen“
Sonnabend – Boris Becker (58), ehemaliger Tennisprofi / Bettina Jarasch (57), Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), seit 2023 Fraktionsvorsitzende der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, bis 2023 Bürgermeisterin von Berlin sowie Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz / Nello Di Martino (74), Fußballtrainer, seit 1971 bei Hertha und aktuell Torwarttrainer der U23 / Martin Schaefer (51) Politiker (CDU), Bezirksbürgermeister von Lichtenberg
Sonntag – Nina Mittelham (29), Tischtennisspielerin, spielt beim ttc berlin eastside in der 1. Tischtennis-Bundesliga, 2018 wurde sie Europameisterin im Doppel / „1000 Küsse, Umarmungen und Liebe für weitere 85 Jahre an Michael Strauven, den besten Freund und Ehemann von seiner Rose“ / „Manfred G. Valtu (79), Jurist und Schriftsteller, Autor der L.O.G.I.K.-Trilogie und des Thrillers POLARLYS“
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Gestorben – Werner Haderer, * 10. September 1938, verstorben am 27. Oktober 2025 / Benedetta Campana Heinemann, * 6. Mai 1946, verstorben am 12. November 2025 / Dr. Andrzej Kalisz, * 24. Mai 1946, verstorben am 1. November 2025 / Wulf Kohl, * 22. August 1940, verstorben am 28. Oktober 2025
Stolperstein – Therese Heymann geb. Steiner (*1873 in Prag) war Hutmacherin und verheiratet mit Albert Heymann. Das Paar hatte fünf Kinder. Nachdem ihr Ehemann jung gestorben war, verdiente die verwitwete Mutter als Pflegerin den Lebensunterhalt. Etwa seit 1939 lebte Therese zusammen mit einer Enkelin. Am 17. August 1942 wurde sie von den Nazis nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 21. November 1943 ermordet wurde. An Therese Heymann erinnert ein Stolperstein in der Möckernstraße 65 in Kreuzberg.
Encore
Ein paar Kröten zu Weihnachten – da kriegt der Gutschein ganz neue Bedeutung: Das Ökowerk im Grunewald vergibt neuerdings Patenschaften für Fangeimer. Mit den Behältnissen werden Kröten eingefangen, um sie sicher zu den Laichplätzen zu bringen. Aus den Einnahmen will das Naturschutzzentrum auch den 1,4 Kilometer langen Schutzzaun finanzieren, der die Kröten jedes Jahr zur Havel leiten soll. Zur Patenschaft gibt es eine Urkunde, eine Führung mit Krötenexpertin und regelmäßige Updates aus dem Kröteneimer. Quak.
Den Dingen auf den Grund gegangen sind für diesen Checkpoint Christoph Papenhausen (Recherche), Antje Scherer (Stadtleben) und Jaqueline Frank (Produktion). Morgen stellt Jessica Gummersbach den Fangeimer fürs Wochenende auf.
Bis bald!