Endlich wieder eine Massenveranstaltung, ausgerechnet hier im Checkpoint! Das war so nicht geplant, aber die Aussicht auf wohlklingende Gesetze unter einer Regiermeisterin Franziska Giffey hat sehr viele Leserinnen und Leser inspiriert – herzlichen Dank dafür! Und da man Leserpost nicht erst bestellen und dann ignorieren darf, kommt hier die (bis auf wenige Dopplungen) vollständige Liste Ihrer Rückmeldungen auf die gestern gestellte Frage, welches klangvolle Gesetz Sie für das dringendste halten.
Los geht’s mit Kleinere-Klassen-Gesetz, Sauberes-Schulklo-Gesetz, Überall-Tempo-30-Gesetz, Keine-E-Roller-Gesetz, Leise-Laubbläser-Gesetz, Schnelles-Hundekacke-Wegmach-Gesetz, Rosige-Radwege-Gesetz, Schnelles-Tempolimit-Gesetz, Gebannte-Gefahren-statt-überfahren-Gesetz, Saubere-Luft-und-cooles-Klimagesetz, Viel-Valium-für-alle-Verkehrsteilnehmergesetz, Gute-Krankenkasse-Gesetz. Das Wir-nehmen-alle-Bürger-ernst-Gesetz möge das Autofahrer-sind-important-Gesetz ersetzen.
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Weiter geht’s mit Clubkultur-Bestandschutz-Gesetz, Faire-Mieten-für-Berliner-Freiheit-im-S-Bahn-Ring-Gesetz, Autofreie-Kieze-für-urbane-Freiräume-auf-Straßen-und-Plätze-Gesetz, Gut-Duftende-Schultoiletten-Gesetz, Behörden-Ping-Pong-Regulierungs-Gesetz, evtl. mündend in ein Behörden-Ping-Pong-Beendigungsgesetz, das das Berliner-Lamento-Gesetz obsolet machen könnte. Herzenssache-Herkunftsland-Gesetz, Dolle-Doktoren-Dekret, Mit-Sicherheit-rechts-abbiegen-Verordnung, Funky-Frauenförderungs-Verfügung sowie Chefinnen-Charta, Klare-Kante-gegen-Clans-Erlass.
Das Besser-verbeamtet-Gesetz sei nicht zu verwechseln mit dem Besser-beatmet-Gesetz. Weitere Vorschläge: Ganz-sicher-Abschreiben-Gesetz, Neustart-Neukölln-Satzung, BSR-bärenstark-machen-Gesetz, Regieren-unter-dem-Regenbogen-Richtlinie. Nicht ganz so knackig klingt das 14. Fähnchenimwindgesetz zur Änderung der geänderten Ansicht zu den veränderten Bedingungen in Afghanistan, umso knackiger dafür Leere-Ämter-Gesetz, Spaß-im-Bürgeramt-Gesetz, Bürgeramt-Bingo-Gesetz, Fahrradfahrer-nicht-totfahr-Gesetz, Umsonst-und-draußen-Gesetz, Klimawandel-was-ist das-Gesetz, Prima-Klima-Gesetz, Boden-bedarfsgerecht-nutzen-Gesetz.
Aber auch: Schnelle-Verwaltung-Gesetz, Geringerer-Lärmpegel-in-Berlin-Gesetz, Leistungsfähigere-Verwaltungen-Gesetz, Starke-Regierung-Gesetz, Wirksames Regelungsabbau-Gesetz, Rasches-Heerstraßen-Entlastungsgesetz, Schnelles-Infrastrukturbau-in-Spandau-Gesetz, Mehr-U-Bahnen-in-Berlin-Gesetz, Starke-Schulen-in-Berlin-Gesetz, Union-Berlin-und-Hertha-BSC-belegen-die-ersten-beiden-Plätze-der-Fußballbundesliga-Gesetz, Schulen-Fortschritts-Gesetz, Funktionierende-Stadt-Gesetz(Puh!, Anm. der Red.), Weniger-Autos-Gesetz, Verkehr-sicher-machen-Gesetz, Knack-Arsch-Gesetz zur Förderung von Fitnessstudios nach der Pandemie, evtl. kombinierbar mit dem Zwischen-den-Pandemiewellen-nicht-rumsitzen-Gesetz.
Akut nötig wäre ein Bessere-Sicht-Gesetz angesichts der oft gefährlich auf Mittelstreifen stehenden Wahlwerbeplakate; ergänzend ein Sichere-Radwege-Gesetz. Nie-wieder-Sozialismus-Gesetz, Digitale-und-innovative-Verwaltung-Gesetz, Popiges-Radfahren-Gesetz (Hä? „Der Inhalt ist wohl selbsterklärend“ und sei individuell auslegbar, schreibt die Einsenderin.), Nie-wieder-Korruption-Gesetz, Sicher-Radfahren-Gesetz, Weniger-Labern-Gesetz, Gute-Bürokratie-Aufräum-Gesetz, Funktionierende-Verwaltung-Gesetz (könnte Arbeitsplätze beim CP gefährden), Radfahrer-vor-Gesetz, Schwimmbäder-auf-Gesetz, Badestellen-Umgebung-Pflege-Gesetz, Keine-toten-Radfahrer-mehr-Gesetz, Funktionierende-Schulen-Gesetz, Gute-Politik-Gesetz, Gute-Termine-Gesetz (inkl. Mon-Chéri- oder Falafel-Service im Bürgeramt), Gut-gegen-die-Klimakatastrophe-Gesetz (als Vorbehalt gegen andere Beschlüsse), langfristig ein Greta-Gesetz, kurzfristig ein Intelligente-ehrliche-Politikergesetz, das auch Priorität-für-gesunden-Menschenverstand-Gesetz heißen könnte.
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Besonders innovativ ist das Dornröschen-Gesetz („Der/die/das nächste Bürgermeisterchen soll 1001 Wolkenkratzer und keine platten Stadtquartiere bauen, damit die Mieten sinken.“), wobei die Protagonistin der Überlieferung zufolge mittelfristig ausschläft. Dabei unbehelligt bliebe sie dank dem Keiner-darf-mich-kritisieren-Gesetz. Kollidieren könnte das mit dem Geltende-Gesetze-konsequent-umsetzen-Gesetz, nicht aber mit dem Tatsächlicher-Bürokratieabbau-Gesetz, ebenso wenig mit Saubere-Straßengesetz, ergänzt durchs Grünflächen-sind-keine-Partystrips-und-Müllkippen-Gesetz, Schüler-Schutz-Gesetz (mit Anrecht auf Luftfilter, Maske und AHA-Regel). Schließlich: Beste-offene-Kulturen-Fördergesetz, Gute-Laune-Gesetz (für Reiserückkehrer), Schnelle-Rückführungs-Gesetz für nicht Berechtigte, Gerechte-Renten-Gesetz, Radfahrer-Disziplin-Gesetz, Mobilitätsgesetz-jetzt-anwenden-Gesetz, Autofreie-Fahrradstraßen-Gesetz, Zur-Schule-Laufen-Gesetz.
Und noch mehr: Rolltreppen-Nutzungs-Gesetz, Parkmüll-Entsorgungs-Gesetz, Bürgeramts-Termingarantie-Gesetz, Schönste-Stadt-der-Welt-Umweltschutz-Gesetz, Gutes-Miteinander-Verkehrswege-Gesetz, Bessere-Verwaltung-Gesetz, Schnelle-Verwaltung-Gesetz, Bildung-macht-Schule-Gesetz, Berlin-digitalisiert-Gesetz, Alleinlebende-Unterstützungs-Gesetz, Alle-Kinder-gehen-6-Jahre-in-die-gleiche-Schule-Gesetz, Schneller-handelnde-Politiker-Gesetz, Machen-statt-Ankündigen-Gesetz, Garstiges Schöne-Namen-Verbotsgesetz, Auto-Nein-Danke-Gesetz, Reiche-nicht-reicher-Arme-nicht-ärmer-Gesetz. Noch etwas politurbedürftig scheint das „Berliner EGovernmentgesetz messbar machen: vom Leitziel zur Kennzahl“. Und vor dem Finale der nächsten Legislaturperiode wäre das Nie-wieder-Wahlplakate-Gesetz fällig.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Keine Nachfolgerin für die Datenschutzbeauftragte, keine Entscheidung über den Polizeibeauftragten, kein Transparenzgesetz – das ist das Resultat monatelanger koalitionsinterner Verhandlungen, die nun gescheitert sind. Weil die SPD im Wahlkampf bockig geworden sei, sagen Grüne und Linke. Weil die Grünen einen Versorgungsposten besetzen wollten und die Linken überzogen hätten, sagt die SPD. Noch 38 Tage bis zur Wahl.
Als im Juni über Luftfilter in Schulen diskutiert wurde, teilte die Bildungsverwaltung mit: „Es ist daher nicht sinnvoll, wie mitunter populistisch gefordert, jeden Klassenraum mit einem teuren Luftreinigungsgerät auszustatten.“ (CP vom 8.6.) Jetzt wird es wohl genau so kommen. Ein entsprechender Antrag steht auf der heutigen Tagesordnung des Plenums, laut vorläufigem Zeitplan ab 21 Uhr. Da die Sitzung 10 Uhr beginnt, dürfte die Luft dann mit oder ohne Filter raus sein.
Nachdem hier gestern die (zuvor per Selbstversuch verifizierte) Kritik einer Leserin erwähnt war, man könne übers Berliner Corona-Portal via Doctolib bisher keine Impftermine für Minderjährige buchen, meldeten sich mehrere Leserinnen, bei denen es funktioniert hatte. Bei einem erneuten CP-Versuch klappte es dann ebenfalls. Piks ist Trumpf für alle ab zwölf.
Der polizeiliche Betreuungsschlüssel dürfte bei ca. 1:1 gelegen haben, als Aktivisten von „Extinction Rebellion“ gestern die Luisenstraße vor dem Gebäude des CDU-Wirtschaftsrates blockiert haben – und damit auch die Hauptzufahrt zur Rettungsstelle der Charité.
In der Nonnendammallee in Spandau wurden Handwerker fotografiert, die ein Armin-Laschet-Großplakat mit einem anderen CDU-Motiv (Foto hier) überkleben. Dynamische Wahlkampfstrategie? Laut Berliner CDU hat die beauftragte Firma Standorte und Landes- und Bundespartei verwechselt. „Dies wurde korrigiert.“
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Jüdisches Leben ist ein konstitutiver Teil unserer Geschichte und Gegenwart – diese Fülle an kulturellem und religiösem Erbe gilt es im Jubiläumsjahr 2021 auf einer Spurensuche mit Begegnungen, Lesungen und Expertengesprächen in Köln und Osnabrück zu entdecken. Jetzt auf Tagesspiegel-Reisen.
Weil Stimmzettel neu gedruckt werden müssen, verzögert sich die Zustellung der Briefwahlunterlagen im nördlichen Treptow-Köpenick. Auf den Agh-Zetteln „kam es zu einem Schreibfehler“, teilt das Bezirksamt mit. Die Wahlleiterin wollte auf CP-Anfrage weder bestätigen noch dementieren, dass es sich um das finale N des CDU-Stars Dustin Hoffmann handelte, das im CP am Dienstag vermisst gemeldet worden war. Es kommentiert Hollywoodstar Dustin Hoffman: „It’s true what they say about failure. You don’t learn from success.“
Und nicht nur in Berlin halten die Wahlunterlagen Skurriles bereit: Im Wahlkreis Dahme-Spreewald – Teltow-Fläming III – Oberspreewald-Lausitz I hat es der Kater Bobby auf den Wahlzettel geschafft.
Im Grundkurs „Mathe mit dem Checkpoint“ gibt’s heute ein Schnäppchen: Nachdem sich auf den gestern hier veröffentlichten Hilferuf des Schulleiters prompt eine ausgebildete Erzieherin beworben hatte, sind nur noch 50 Prozent der plötzlich vakant gewordenen Stellen am Diesterweg-Gymnasium zu besetzen, damit der Ganztagsbetrieb dort wieder rundläuft.
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Tagesspiegel-Podcast „Gyncast“, Folge 29: Selbstbestimmung auf dem Gynstuhl. Was macht meine Ärzt*in mit mir? Gynäkologische Untersuchungsinstrumente, wie das Speculum, lernen viele Patientinnen erst in der Praxis kennen. Was die Geräte tatsächlich können und welche Alternativen es gibt, erfahren Sie in der neuen Folge der unzensierten Sprechstunde. Jetzt hören auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de
Während Politiker allenthalben versichern, dass es keinen neuen Lockdown geben werde, ist bei der Bußgeldstelle der Polizei noch nicht einmal der alte vorbei: „Aufgrund des derzeitigen pandemiebedingten Lockdowns ist der Servicebereich der Bußgeldstelle bis auf Weiteres geschlossen“, behauptet der Anrufbeantworter. Offenbar gibt es ein gewisses Delta zwischen Ansage und wahrem Leben.
In der BVV Mitte soll heute u.a. die Anfrage von Sebastian Pieper (CDU) beantwortet werden, wie sich die Wildbienenwiese an der Altonaer Straße mit der Aufstellung von Großplakaten zur Wahlwerbung vertrage. Summa summarum werden die Bienen wohl Umwege fliegen müssen. Die Antwort des Bezirksamtes kann Pieper gleich seinem Parteifreund Jan-Marco Luczak durchkabeln, der anlässlich seines ersten Großplakats (Thema: Klima, Motiv: Luczak mit Hund) mit dem Vorschlaghammer arglose Mikroorganismen plättete.
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Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mein erster Wesselmann steht seit heute Morgen. Ein bisschen mit selbst Hand angelegt habe ich auch. Jetzt geht‘s richtig los mit dem Wahlkampf!!!💪@cducsubt @CDU @cduberlin @cdu_ts @TSgestalten @kaiwegner @BerlinGestalter @Tagesspiegel pic.twitter.com/G2xgsmI4tc
Zitat
„Es gibt keine millionenfache Geister-Armee, die sich auf Europa zubewegt.“
Gerald Knaus, Leiter der Denkfabrik „Europäischen Stabilitätsinitiative“, erklärt in der „Berliner Zeitung“, warum die Mahnungen, dass sich 2015 nicht wiederholen dürfe, unsachlich und potentiell gefährlich sind.
Tweet des Tages
Meine einzige Expertise in Sachen Afghanistan: Dankbar, hier leben und ungefährdet über alles reden zu dürfen.
Stadtleben
Essen und Trinken – Soul-Food für Seoul-Feeling: Das Restaurant Kokio im Kollwitzkiez kombiniert Brathähnchen nach koreanischer Art mit Bier. „Kokio“ steht dabei für den Krähruf der Hähne. In der Küche wird das frische Hühnchen mit hausgemachten Saucen aus koreanischen Zutaten mariniert – sweet chili, soy garlic, super spicy oder soy wasabi. Nach dem letzten Happen kommt die üppige Getränkekarte gerade recht: Neben Bier listet sie auch koreanischen Likör und süße Säfte aus der Dose. Mo, Mi-Sa 12-23.30 Uhr, So 12-23 Uhr, Hagenauer Straße 9, U-Bhf Eberswalder Straße
Spielen – Die Erde zu retten ist das Ziel des Brettspiels CO2 (ca. 70 Euro). Alle Mitspieler:innen sind auf der Suche nach neuen grünen Ressourcen und arbeiten als CEO eines Energieunternehmens, es geht darum, Umweltverschmutzung zu verhindern und die steigende Nachfrage für nachhaltige Energie abzudecken. Fachwissen, Geld und Ressourcen sind dabei gewinnbringend. Wird die Verschmutzung nicht gestoppt, ist das Spiel für alle vorbei – nicht nur auf dem Spielbrett. Was können wir in der Realität zum Klima-Prozess beitragen? Zum Umdenken regt auch das Goethe-Institut mit seinem CO2-Rechner an.
Last Minute – Ihre Entwicklung von der Kindheit zum Erwachsensein verarbeitet Sängerin Elena Steri in ihrer ersten EP „Chaotic Energy“. Zwischen Pop, Indie und Grunge führt Steri ab 20 Uhr melodisch durch einen Open-Air-Konzertabend im Biergarten des Festsaal Kreuzberg. Zu E-Gitarrenriffs und Ukulele dürfen Sie sich unter den geltenden Hygieneregelungen drehen und tanzen. Hier können Sie den Klängen vorab lauschen. An der Abendkasse bekommen Sie Tickets für 14 Euro. Bei uns kostenlos – Wir verlosen 2x2 Karten!
Karten sichern – Schon mal davon geträumt, wie eine Marquise oder Gräfin auszusehen? Am Wochenende wird beim Rendez-vous au Park Sanssouci die Nacht zum Tag, der Lustgarten von Friedrich dem Großen verwandelt sich in eine Flaniermeile zum Staunen und Schlemmen. Lichtprojektionen zieren den Weg, ein mobiler Friseursalon lässt Sie zu französischem Adel aufblühen, musikalisch rahmen, zugegebenermaßen stilbrüchig, Country und Blues oder Glasorgel-Klänge die Abendstunden. Für den französischen Flair sorgen Lesungen aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry oder Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“. Das ganze Programm ist hier einzusehen. Tickets ergattern Sie ab ca. 30 Euro. Einlass wahlweise um 16 oder 17 Uhr.
Grübelstoff – Antoine de Saint-Exupéry und Jules Verne waren Schöpfer von Klassikern der Literaturgeschichte. Bei welchen Berliner Autor:innen stoßen Sie gerade auf bestsellerverdächtige Literatur?
Berlins Spitzenkandidat:innen-Check
5 x 1: Bis zur Abgeordnetenhauswahl stellen wir den Spitzenkandidat:innen von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD jede Woche eine Frage, die sie mit nur einem Foto beantworten dürfen. Diese Woche: Wie sieht die Digitalisierung in Berlin aus? Heute: Sebastian Czaja (FDP).
Foto: FDP Berlin
Berlin heute
Verkehr – Kreuzberg/Mitte: Von 15.30 bis ca. 17.30 Uhr ist zwischen S-Bhf Anhalter Bahnhof (Stresemannstraße) und Niederkirchnerstraße mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.
Pappelallee (Prenzlauer Berg): Sperrung von 20 bis 21.30 Uhr zwischen Danziger Straße und Raumerstraße in beiden Richtungen.
A100, Tunnel Ortsteil Britz (Stadtring): Nächtliche Sperrung zwischen der AS Buschkrugallee und AS Gradestraße Richtung Wedding von 21 bis 5 Uhr.
Demonstration – „Was ist dir im Hinblick auf die Bundestagswahl #weltweitwichtig?“ fragen etwa 30 Personen von 11 bis 15 Uhr am Pariser Platz. Für „Mehr Personal und faire Löhne im Krankenhaus“ protestieren von 15.30 bis 17.30 Uhr ca. 500 Teilnehmende in einem Aufzug von der Stresemannstraße Ecke S-Bhf Anhalter Bahnhof zur Niederkirchstraße 3-5. Von 17 bis 21 Uhr findet eine „Gedenkveranstaltung 1,5 Jahre nach dem Massaker in Hanau am 19.2.2020“ mit ca. 50 Menschen auf dem Karl-Marx-Platz statt. „Freiheit für Julian Assange! Presse- und Meinungsfreiheit: Grundlage für Demokratie und Frieden“ fordern von 18 bis 20 Uhr ca. 30 Befürworter:innen am Pariser Platz mit einem Aufzug via Unter den Linden Ecke Wilhelmstraße und zurück. Unter dem Motto „Challenge the system, challenge yourself!“ versammeln sich von 19.30 bis 22 Uhr ca. 50 Menschen am Volkspark Hasenheide für eine Abschluss-Kundgebung zum Volksentscheid „Berlin 2030 klimaneutral“.
Gericht – Eine 39-Jährige muss sich in einem Verfahren um Angriffe durch nicht angeleinte Rottweiler-Hunde verantworten. Zwei Passanten seien von den Tieren verletzt worden. Der Frau wird fahrlässige Körperverletzung zur Last gelegt (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Saal 863).
Universität – Im Rahmen des Open Humboldt Festivals zeigen Wissenschaftler:innen und Künstler:innen um 20 Uhr eine anderthalbstündige Performance namens „Critter“ am Campus Nord. Die Veranstaltung macht auf das Insektensterben und das (Über-)Leben der unter- und oberirdischen Wesen aufmerksam. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich. Zugang über Philippstraße 13, U-Bhf Oranienburger Tor
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Andi Bohnenberg, anerkannter Schießer, zuverlässiger Schätzchen-Meister und angstfreier Baumkletterer (Hörnli) bei boule devant berlin: Happy Birthday!“ / „Wir gratulieren unserem 44 Cool Girl Tanja Dickert (49) ganz herzlich zum Geburtstag. Ahoj und alles Gute!“ / Götz Gaertner, „Kybernetiker, Informatiker, Neugründer des Berliner Segler-Club 1867. Viel Liebe, Glück und Gesundheit wünscht Jutta Boergers“ / „Lieber Opa Gerd, alles Gute zu deinem Geburtstag. Deine Enkelin Aliya und deine Tochter Laura.“ / Olga Holtz (48), Mathematikerin / Marlon Knauer (34), Sänger / „Hey Marko (60), willkommen im Oldtimerclub! Weiterhin unfallfreie Fahrt mit bleifreiem Super. Wir umarmen Dich, Luigi und die janze Bagasch“ / Sara Nuru (32), Model und seit 2018 Botschafterin für fairen Handel des BMZ / „Lieber Rolf, Deine Hamburger Schwestern wünschen Dir einen schönen Geburtstag und ein gutes, erlebnissreiches, neues Lebensjahr.“ / André Schmitz (64), SPD-Politiker, ehem. Chef der Berliner Senatskanzlei (2001-2006) und ehem. Kulturstaatssekretär (2006-2014) / „Meine liebe Frau Gaby Sikorski, die geduldigste, beste Gemahlin“ / Artur Wiener, „lieber artur, ein hoch auf meinen wunderbaren sohn. ein dickes geburtstagsbussi von deiner stolzen mama“ / Thomas Ziegler, „erster Geburtstag als Privatier. Herzlichen Glückwunsch“/ „Alles Liebe zum Geburtstag nach Mallorca“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Monika Büse-Kastner, * 3. November 1953 / Andreas Funk, verstorben am 3. August 2021 / Karin Rose Kempa, * 23. April 1942 / Arnold Ferdinand Reckers, * 1957
Stolperstein – Hans Zellner (Jg. 1901) floh 1937 nach Belgien und wurde später in Les Milles und Drancy interniert. Heute vor 79 Jahren deportierten die Nationalsozialisten ihn nach Auschwitz und ermordeten ihn dort. Am Bundesplatz 17 in Wilmersdorf erinnert ein Stolperstein an Hans Zellner.
Encore
Kölle bliev Kölle und Neukölle sowieso: Dienstagabend rasten in der Grenzallee zwei BMW um die Wette – mit Blau- und Rotlicht auf den Dächern und Sirenengeheul. Nach dem Rennen stellten sie sich quer auf die Fahrbahn. Ein 21-Jähriger fragte nach dem Grund der Sperre und wollte einen Dienstausweis sehen, woraufhin die Milizionäre in Richtung Britz flüchteten. Die alarmierte Polizei fand die Autos samt dreier Insassen wenig später. Bei einem war die Sirene im Motorraum verbaut, beim anderen lag sie im Kofferraum. Autos und Sonderausstattung wurden einkassiert, die Insassen jedoch nicht. Es handelte sich laut dem Zeugen nämlich nicht um die zuvor gesehenen Raser. Carsharing à la Nouvelle Cologne.
Für diesen Checkpoint hat auch Matthieu Praun recherchiert. Das Stadtleben hat Sophie Rosenfeld geschrieben. Das im gestrigen CP stammte übrigens nicht von ihr, sondern von Juliane Reichert, womit einmal mehr der Verdacht von Regiermeister Michael Müller („Nicht alles, was im Checkpoint steht, stimmt.“) bestätigt wurde. Die Frühproduktion übernahm mutmaßlich Florian Schwabe.
Morgen begrüßt Sie hier Lorenz Maroldt. Machen Sie’s gut!

