auch heute früh zunächst wieder ein Blick auf die Ereignisse der vergangenen Stunden:
+++ Ungeachtet mancher militärischer Erfolge schätzt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Situation in seinem Land weiter als angespannt ein. Russische Truppen hielten den Norden des Kiewer Gebiets unter ihrer Kontrolle, verfügten über Ressourcen und Kräfte, sagte Selenskyj. Auch in den Gebieten Tschernihiw, Sumy, Charkiw, Donbass und im Süden der Ukraine bleibe die Lage „sehr schwierig“.
+++ US-Präsident Joe Biden steht zu seiner umstrittenen Aussage über Kremlchef Wladimir Putin im Ukraine-Krieg, will diese aber nicht als Aufruf zum Machtwechsel in Moskau verstanden wissen. „Ich nehme nichts zurück“, sagte Biden am Montag vor Journalisten im Weißen Haus.
+++ Die russische Wagner-Söldnergruppe ist nach Einschätzung britischer Geheimdienste in den Osten der Ukraine geschickt worden. Es werde damit gerechnet, dass mehr als 1000 Söldner im Kampf eingesetzt werden sollen, erklärt das Verteidigungsministerium in London.
+++ Bei der Einnahme des Unglücksreaktors von Tschernobyl haben russische Soldaten nach Angaben von zwei ukrainischen Kraftwerksmitarbeitern ihre Fahrzeuge ohne Schutzausrüstung durch besonders stark verseuchtes Gebiet, den sogenannten Roten Wald gelenkt und Wolken von radioaktivem Staub aufgewirbelt.
Anzeige
Das intonations Festival ist zurück
Besuchen Sie das Finale von intonations: Vom 3. bis zum 7.April feiern Musiker*innen aus der ganzen Welt den Dialog der Kulturen und ihre Liebe zur Kammermusik.
Bevor wir mit den Berlinmeldungen beginnen, rufen wir aus gegebenem Anlass (viele Familien mit kleinen Kindern warten hier schon ewig auf ihr Geld) noch schnell bei der Elterngeldstelle des Jugendamts Mitte an… ach, wie blöd – schon wieder der Anrufbeantworter. Aber mit einem neuen Spruch! Hören wir mal rein:
„Sie sind mit der Elterngeldstelle des Jugendamtes Mitte verbunden. Wegen der prekären Personalsituation können in der Elterngeldstelle in der Zeit vom 21.3. bis 31.5. keine Sprechstunden stattfinden. Im Rahmen der Schließzeit können die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter auch keine telefonischen Anfragen entgegennehmen, sodass keine Auskünfte zum Sachstand und zu schon in Bearbeitung befindlichen Neuanträgen oder laufenden Leistungsfällen erteilt werden können. Telefonische Anfragen können Sie selbstverständlich weiterhin an das Behördentelefon 115 richten. Vielen Dank für Ihren Anruf und für Ihr Verständnis.“
Kleiner Tipp: Versuchen Sie’s erst gar nicht mit der 115 – wenn Sie Glück haben und dort nicht in der Warteschleife landen, werden Sie bestenfalls weitergeleitet – und zwar an die Bandansage der Elterngeldstelle des Jugendamts Mitte.
Falls Ihre Kinder schon etwas älter sind, hätten wir hier für Sie noch den noch nicht veröffentlichten Plan der Bildungsverwaltung für den Umgang mit Corona nach dem 1. April (Berlin ist gestern mit dem Versuch gescheitert, die allgemeinen Maßnahmen über den 1. April zu verlängern). Demnach bleibt in den Schulen die Testpflicht bestehen (3 x die Woche), und zwar für alle, die dort lernen, lehren oder sonst wie arbeiten, auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Die Maskenpflicht entfällt dagegen in allen Schulen und Jahrgangsstufen – sie darf auch nicht durch einen Beschluss der Schulkonferenz zur Hausordnung fortgesetzt werden. Allerdings empfiehlt die Verwaltung, die Masken weiter zu tragen.
Anzeige
Der estnische Komponist Erkki-Sven Tüür hat das renommierte Hornquartett „german hornsound“ als Solisten für seine Sinfonie Nr. 10 vorgesehen. Mit dem Konzerthausorchester Berlin spielt es am 2. und 3. April unter Juraj Valčuha die Uraufführung. Außerdem erklingt Prokofjews selten zu hörende dritte Sinfonie von 1928/29. Hier 3x2 Tickets gewinnen.
Und falls Ihre Kinder in diesem Jahr Abi machen, haben wir hier leider eine schlechte Nachricht für Sie: Die GEW fordert die Lehrkräfte zum Streik für kleinere Klassen auf (CP von gestern) – und zwar ausgerechnet am Prüfungstag 7. April. Das ist, bei allem Verständnis für die Forderung (zumal Finanzsenator Daniel Wesener sich noch nicht gerührt hat), eine krass egoistische Unverschämtheit: gegenüber den Kolleginnen und Kollegen, die in ein moralisches Dilemma gestürzt werden; und gegenüber den Schülerinnen und Schülern, denen nach zwei Jahren des Lernens unter erschwerten Corona-Bedingungen jetzt zum Abschluss auch noch der gestreckte Mittelfinger gezeigt wird (Motto: „Uns doch egal“).
Kleiner Trost: In Berlin gibt es deutschlandweit die meisten Hochschulabsolventen ohne Abitur – im vergangenen Jahr waren das immerhin 907 (Q: Centrum für Hochschulentwicklung).
Kleingartenkrieg: In der Anlage am Britzer Koppelweg hat am Sonntag ein Fahnenmast mit ukrainischer Flagge gebrannt, der Staatsschutz ermittelt. Kommt sowas öfter vor? Wir haben kurz bei der Polizei nachgehakt, hier das Ergebnis: Seit der russischen Invasion am 24. Februar wurden 74 Straftaten mit Kriegsbezug registriert – 13 mit anti-ukrainischem und 61 mit anti-russischem Hintergrund.
Anzeige
Burghart Klaußner auf Schloss Neuhardenberg
Burghart Klaußner liest aus Ovids Dichtung über die stetige Veränderung der Welt, den Metamorphosen. Als wichtiger Quell europäischer Kunst haben auch Künstler wie Picasso und Maillol daraus geschöpft. Lesung zur Ausstellung Auf der Suche nach Harmonie. Picassos Klassizismus und die Moderne.
Sa, 2. April, 17 Uhr
Ausstellung 2.4. - 26.6.
schlossneuhardenberg.de
Apropos russischer Hintergrund: 17 Wohn- und Gewerbeimmobilien sind berlinweit im Besitz der Russischen Föderation, 13 davon in Mitte. Was damit passiert? Erstmal nichts. „Das Instrument der Beschlagnahme von Wohn-/und oder Gewerbeimmobilien ist im Bürgerlichen Gesetzbuch nicht vorgesehen. Es besteht immer die Möglichkeit, im Rahmen von Bundesratsinitiativen die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs zu verändern oder zu ergänzen“, antwortet der Senat auf eine Anfrage von Katrin Schmidberger (MdA Grüne). „Eigene Länderkompetenzen in diesem Bereich bestehen nicht.“
Vor drei Jahren empfahlen wir Ihnen hier im Checkpoint, die damals aktuelle Schlagzeile „Berliner können ihre E-Autos bald an 1000 Straßenlaternen laden“ auszuschneiden und gut aufzuheben – im Sinne eines nachhaltigen Medienkonsums, weil ja in Berlin das Wort „bald“ bekanntlich ein Synonym ist für „Das dauert“. Tatsächlich stellte sich heraus, dass die Laternen zu eng sind für die Technik, der Modellversuch wurde abgebrochen. Aber jetzt können Sie Ihre Schlagzeile wieder herausholen – gestern meldete die Verwaltung: Berliner können ihre E-Autos bald an 1000 Straßenlaternen laden.Und warum geht’s jetzt doch? Tja, jemand ist inzwischen auf die geniale Idee gekommen, die Technik einfach draußen dran zu schrauben.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Während bei den einen noch die Corona-Nase läuft, fließt bei den anderen bald (!) das Geld: Der Senat will die Wirtschaft und die Kultur der Stadt mit 330 Millionen Euro bei einem „Neustart“ unterstützen.
Und damit zu einem anderen Neustart: Ein „guter Anfang“ (Berlin-Partner-GF Stefan Franzke), ein „wichtiger Meilenstein“ (FBB-Chefin Aletta von Massenbach), ein „wichtiges Zeichen für Aufbruch und Neustart“ (Wirtschaftssenator Stephan Schwarz) und sogar die Chance für den BER „noch attraktiver und wettbewerbsfähiger“ zu werden (Berlins Regierende Franziska Giffey): Am Montag ist der erste Direktflug von Berlin nach New York gestartet.
Anzeige
Die VELOBerlin 2022 zeigt am 9. & 10. April Fahrradtrends und ein vielfältiges Festivalprogramm am Flughafen Tempelhof. Entdecke dein neues Lieblingsbike und probiere es auf den großen Teststrecken aus! DER TAGESSPIEGEL präsentiert VELOKids mit Parcours, Pumptrack, BMX und vielen Workshops und hat vergünstigte Tickets für dich -
einfach HIER KLICKEN
Vor lauter Begeisterung vergaß die Feiergemeinschaft aber doch glatt zu erwähnen, dass der ebenfalls groß angekündigte regelmäßige Direktflug zwischen Berlin und Washington klammheimlich wieder gecancelt wurde – und zwar von der Lufthansa, die Berlin ja gerne mal auf den Boden der Tatsachen fallen lässt (es sei denn, es werden mal wieder ein paar Milliarden Soforthilfe gebraucht).
Immerhin: Die reizenden BER-Nonstop-Flüge in den Osterurlaub nach Düsseldorf oder Saarbrücken sind nicht gefährdet: Die Security bekommt einen neuen Tarifvertrag und verzichtet auf weitere Streiks.
Mit der Digitalisierung läuft’s ja gerade nicht so beim ITDZ – also hamstert das so genannte „IT-Dienstleistungszentrum“ des Senats Büro- und Kopierpapier „in unterschiedlichen Weißgraden“ für die nächsten 48 Monate – geschätzter Gesamtwert Wert laut Ausschreibung (ohne MwSt.): „20 500 000 Euro“. (Q: Ausschreibungsplattform).
Vielleicht sollte das ITDZ mal in Kreuzberg nach Papier fragen – dort wurden im vergangenen Jahr immerhin 1029 Bäume gefällt (aber nur 99 neu gepflanzt). (Q: Anfrage Timur Husein)
Anzeige
Wir schenken Ihnen das iPad 2021 mit dem schnellen A13 Bionic Chip oder wählen Sie das brandneue iPad Air 2022 mit Zuzahlung in Ihrer Wunschfarbe.
Lesen Sie Berlins Nr. 1 – den Tagesspiegel als digitale Zeitung für nur 34,99 € mtl. inkl. Tagesspiegel Plus und Checkpoint.
Als Geschenk erhalten Sie das iPad 2021 und sparen über 375 €.
Zum Angebot
Der Blick auf den Wohnungsmarkt… ah, hier: Paula und Jonas suchen eine Zweizimmerwohnung in der Nähe der tantrischen Antinous-Gemeinschaft (Bautzener Straße), und jetzt raten Sie mal, was die beiden als Belohnung für die erfolgreiche Vermittlung anbieten? Na klar: eine zweistündige, vierhändige Tantra-Massage. Berlin bleibt eben doch „arm, aber sexy“.
Die schadstoffarmen Rasenmäher der Marke „Skudde“ sind wieder auf dem Tempelhofer Feld im Einsatz – und demnächst auch in Tegel. Hier ein Prospektfoto.
Anzeige
Auf dieser Reise gemeinsam mit Tagesspiegel-Redakteur Reinhart Bünger nach Sizilien erleben Sie die traditionsreiche größte Mittelmeerinsel ebenso wie ihre wunderschönen Strände und unberührte Natur. Buchen Sie jetzt Ihren Platz für diese traumhafte Italien-Reise.
Und hier eine wichtige Suchmeldung: Vermisst wird seit dem 24.3. ein braunes Pferdchen mit einem Auge – es war im Eiscaféam S-Bahnhof Friedenau aus Versehen in die Verschenke-Kiste gefallen. Zitat: „Das Ferdchen wird Zuhause sehr sehr doll und auch mit fiel Tränen erwartet.“ Eine Phantomzeichnung (fotografiert von Checkpointerin Lotte Buschenhagen) können Sie hier unter diesem Link sehen. Sachdienliche Hinweise direkt an die angegebene Nummer oder an checkpoint@tagesspiegel.de.
Frage für Berlinkenner: Was haben nur die drei Bezirke Pankow, Spandau und Lichtenberg gemeinsam? Richtig: CDU-Verkehrsstadträte. Vielleicht noch etwas? Ja: Nur diese drei Bezirke haben keine Vereinbarung mit der Verkehrsverwaltung zur beschleunigten Einrichtung von Busspuren und Radwegen abgeschlossen (in den anderen neun Bezirken geht’s jetzt schneller).
Anzeige
Vom Glück sich zu ändern: Warum in der Klimakrise nichts so bleibt, wie es ist, und wir keine Angst davor haben müssen. Felix Creutzig, Physiker und Leitautor des Weltklimarates, spricht im Klimapodcast über Veränderung in allen Lebensbereichen, was daran guttut, und was das auch mit unseren Ideen von Glück, Status und Freiheit zu tun hat. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Tja, bei zu viel Beschleunigung kann man auch leicht mal aus der Kurve fliegen, Autofahrer wissen das – und damit haben wir uns auch schon einen direkten Weg zur nächsten Meldung gebahnt: „Nach über 11 Jahren Parteimitgliedschaft in der FDP habe ich gerade vom Bezirksvorstand der FDP Berlin-Mitte eine Einladung zum Neumitgliederseminar bekommen“, schreibt Checkpoint-Leserin und Ex-Tagesspiegel-Berlinale-Jurorin Ann-Kristin. Es kommentiert FDP-Chef Sebastian Czaja: „Ruhe und Erholung. Das macht Berlin für mich zu einer der lebenswertesten Städte der Welt!“
Apropos Ruhe und Erholung: Die Autobahngesellschaft des Bundes hat soeben zur Begeisterung des FDP-geführten Verkehrsministeriums die Ausschreibung für den 17. Bauabschnitt der A 100 über Treptow hinaus bis zur Storkower Straße veröffentlicht (Q: Morgenpost). Das gibt Krach, auch in der Berliner Koalition: Verkehrssenatorin Bettina Jarasch wollte ja nicht einmal den 16. Abschnitt vollenden lassen.
Zitat
„Vier Stunden mit normalen Leuten, die einfach erzählen und ihre Anliegen vorbringen. Also weder Aktivisten noch Funktionäre. Das ist richtig gut.“
Franziska Giffey berichtet in der „B.Z.“ über eine Bürgersprechstunde, die ihr Freude gemacht hat.
Tweet des Tages
Wir laufen durch Berlin. Ukrainische Bekannte zeigt auf den Dom, auf die Oper, Universität. Will wissen, ob dieses Gebäude im Krieg stark zerstört worden ist, jenes neu sei oder wiederhergestellt. Plötzlich verstehe ich: Sie geht gedanklich durch, ob ihre Heimat zu retten ist.
Stadtleben
Essen – Seit gestern hat das neue Restaurant Balaustine im Radisson Collection Hotel (an der Karl-Liebknecht-Brücke) eröffnet. Es verschreibt sich ganz der israelischen Küche sowie dem Einfluss benachbarter Länder des Nahen Ostens (vom Iran über den Libanon bis nach Ägypten) auf ebenjene. Die Levante-Kultur ist in Berlin längst angekommen, mit diesem Restaurant („Balaustine“ ist übrigens die Blüte des Granatapfelbaums) gesellt sich eine weitere Adresse für diese wunderbar aromatische Küche zum Angebot in der Hauptstadt. Auf der Speisekarte stehen Gerichte wie Aubergine mit gebratenem Jalapeño-Joghurt, Dattelmelasse, Granatapfel und gepufftem Freekeh. Vielleicht kann man es aber auch abkürzen, indem man schlicht verrät: Zum Nachtisch gibt es hier ein Baklava-Croissant (!!). So schön kann das sein, wenn sich Einflüsse aus Europa und dem Nahen Osten vereinen. Mit Restaurantmanager Nabil Salim (ehemals Manager für die L’Osteria, mit libanesischen Wurzeln) und dem kulinarischen Leiter Mitz Vora (zuletzt in London im Restaurant Palomar, mit viel Leidenschaft für Levante) ist zudem ein erstklassiges Team am Start. Täglich 12-23 Uhr, Karl-Liebknecht-Straße 3, U-Bhf Museumsinsel.
Last-Minute-Tickets – Manchmal lohnt sich ein Blick in die dunklen Ecken der Seele, dann wirkt auch das Lichte im Leben wieder viel heller. In ihrem aktuellen Buch „Avas Geheimnis“ beschreibt Moderatorin und Autorin Bärbel Schäfer die Begegnung mit Ava, der Schwester einer Freundin, die nach einem Unfall Hilfe braucht. Doch hinter deren äußerlichen Verletzungen verbirgt sich mehr, ein tiefer, innerer Schmerz, etwas, den viele kennen, auch wenn wohl keiner gerne darüber spricht. Moderiert wird die Buchvorstellung im Pfefferberg Theater am heutigen Dienstag um 20 Uhr von Micky Beisenherz, Kurzentschlossene können noch Karten zu 12 Euro kaufen, oder uns hier schreiben. Wir verlosen 3x2 Tickets für den interessanten Abend.
Berlinbesuch – Flausch für den (Seelen)-Frieden: Wann haben Sie (oder ihre Kinder!) zuletzt ein Schaf berührt? Wenn die Antwort nicht gerade „kürzlich“ ist, dann sollten Sie das schleunigst ändern. Die Wärme der flauschigen Wiederkäuer tut jetzt, wo die Weltlage bedrückend ist, einfach gut. Eine gute Gelegenheit und ein schönes Ausflugsziel für Berlin-Besucher*innen und Berliner*innen gleichermaßen ist die Domäne Dahlem, wo man jeden Mittwoch ab 15 Uhr ohne Anmeldung und gegen einen kleinen Unkostenbeitrag von drei Euro die Schafe streicheln kann. Danach empfiehlt sich ein Spaziergang durch das Freilichtmuseum mit seinen nachhaltig bewirtschafteten Äckern. Denn dabei kann man für einen Moment fast vergessen, dass man in Berlin ist – und auch das tut manchmal gut. Treffpunkt am Brunnen vorm Herrenhaus, immer am Mittwoch um 15 Uhr, Königin-Luise-Str. 49, U-Bhf Dahlem Dorf
Geschenk – In Zeiten der zunehmenden Knappheit bestimmter Konsumgüter, ob nun tatsächlichen Engpässen geschuldet oder durch Hamstern herbeigeführt, sagt wohl kaum etwas so deutlich: „Du bist mir wichtig!“ wie ein (höchstens zwei!) Gläschen Senf. Der „Senfsalon“ stellt seine Senfsorten selbst her, zur Auswahl stehen ein „Bierliner“ mit feiner Biernote, Klassiker wie Honig-Senf und ausgefallenes wie Rosmarin-Senf. Auch Chutneys und Liköre sind im Sortiment der Westhavelländer Manufaktur. Eine Übersicht Berliner Händler, die Produkte des Senfsalons führen, finden Sie hier. Ansonsten können Sie bequem online bestellen, ein Ladengeschäft gibt es derzeit nicht.
Berlin heute
Verkehr – A10 (Nördlicher Berliner Ring): Vollsperrung der A10-Überführung Stolper Weg in Birkenwerder/Borgsdorf bis Donnerstag. Der Fußgänger- und Radverkehr ist von der Sperrung nicht betroffen. Der KFZ-Verkehr wird über die L20/B96 umgeleitet.
A100/A111: Zwischen 22 und 5 Uhr in Fahrtrichtung Wedding/AK Oranienburg von der AS Schmargendorf bis zum AS Jakob-Kaiser-Platz bzw. AS Heckerdamm gesperrt. Ab 20:30 Uhr Start der Absperrmaßnahmen der ersten Zufahrten.
Mühlenstraße (Friedrichshain): Erhöhtes Verkehrsaufkommen u.a. an der Mühlenstraße sowie Warschauer Straße, Oberbaumbrücke und Stralauer Allee am frühen Abend.
Alexandrinenstraße (Kreuzberg): Sperrung ab 6 Uhr bis Ende April Richtung
Brachvogelstraße zwischen Gitschiner Straße und Neuenburger Straße.
Blücherstraße (Kreuzberg): Ab 7 Uhr bis Ende Juli Sperrung der Obentrautstraße Richtung Möckernstraße zwischen Mehringdamm und Großbeerenstraße für den Kfz-Verkehr.
Demonstration – Der Tag beginnt mit einer „Übergabe der Unterschriften der Volksinitiative Demokratie für alle“ an der Niederkirchnerstraße 5, angemeldet durch „Change.org“ mit 20 Personen. Ab 15 Uhr demonstrieren 60 Menschen an der Markgrafenstraße, sie sind „gegen die Zwangsräumung des von Refugees besetzten ehemaligen Bankgebäudes in Brüssel“. Am Hermann-Ehlers-Platz sind ab 16.30 Uhr dreißig „Menschen mit Schildern“ zugange, gegen die ab 16.15 Uhr mit ebenfalls 30 Personen an der Schloßstraße demonstriert wird.
Gericht – Gegen einen 29-Jährigen, der einen 31 Jahre alten Mann aus seinem Bekanntenkreis in einem Auto erstochen haben soll, beginnt der Prozess. Wegen einer psychischen Erkrankung sei der Beschuldigte vermutlich nicht schuldfähig gewesen (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 501).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Aimo Brookmann aka Taichi (39), Rapper / Vinzenz Kiefer (44), Schauspieler / Sarah Kuttner (44), Moderatorin / Manfred Lehmann (78), Schauspieler und Synchronsprecher / Johanna Möhring (71) „Ob auf Sylt, im Café oder Museum - möge dir in deinem neuen Lebensjahr so oft wie möglich die Sonne scheinen. Schnelle Genesung, ganz viele Genüsse und ein rundum bewegtes und vergnügtes neues Lebensjahr wünschen dir Carola + Lisa“ / Bernd Schiphorst (80), Medienmanager / Henner Schmidt (59), ehem für die FDP im AGH / Hagen Stoll aka Joe Rilla (48), Musiker
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Heidrun Höland, * 28. August 1941 / Dr. Ines Lindner, * 10. Oktober 1953, Kunsthistorikerin / Roswitha Pütz, * 5. Februar 1949 / Prof. Dr. Yvonne Schütze, * 8. August 1940, Soziologin
Stolperstein – Isaac Neumann (geb. am 2. Februar 1846 in Santomischel / heute Zaniemysl, Polen) lebte an der Ibsenstraße in Prenzlauer Berg. Am 28. Mai 1943 deportierten Nazis ihn nach Theresienstadt, wo er am 29. März 1944, heute vor 78 Jahren, starb. Seit 2016 erinnert an der Ibsenstraße 53 in Prenzlauer Berg ein Stolperstein an Isaac Neumann.
Encore
Neu in Berlin ist wie ein neues Leben? Seit neun Monaten lebt der Illustrator Bernard Hage („The Art of Boo“) mittlerweile in Berlin. Die wichtigsten Erkenntnisse hat er in einer „newcomer’s review“ skizziert. Hier zum Schluss eine kleine Auswahl:
„Je höher die AfD-Plakate hängen, desto freundlicher ist die Nachbarschaft.“
„Ich dachte immer, die größte Challenge meines Lebens würde darin bestehen, die wahre Liebe zu finden – bis ich nach Berlin kam und anfing nach einer Wohnung zu suchen.“
„‚Deutsche sind am effizientesten‘ ist die zweitgrößte Lüge der Welt nach ‚Ich habe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen‘.
„Dating Apps in Berlin sind wie ‚Ebay Kleinanzeigen‘, nur ein bisschen weniger lustig und mit mehr Emojis. Und mit mehr Bildern von Leuten, die bouldern.“
So, und wie sieht Ihr Berlin von Berlin aus? Schreiben Sie uns gerne an checkpoint@tagesspiegel.de.
Lustige Infos und das eine oder andere Emoji für diesen Checkpoint haben heute Ann-Kathrin Hipp und Matthieu Praun gesammelt und aufgeschrieben. Die Stadtlebentipps kamen von Sarah Borufka, und in der Früh war Lionel Kreglinger am Werk. Morgen übernimmt hier Robert Ide mit kleinen Anzeigen und großen Geschichten aus der schönen Stadt Berlin. Bis dahin,