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Verkaufsoffene Sonntage: Chef des Handelsverbands wirft Arbeitssenatorin Arbeitsverweigerung vor LAP-Coffee will fünf neue Filialen eröffnen Neues Kita-Bildungsprogramm

von Anke Myrrhe und Stefan Jacobs
und Sönke Matschurek
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gehörten Sie auch zu den Verzweifelten, die sich gestern an einem der Bahnhöfe noch schnell fürs Sonntagsessen versorgt haben?

Im Edeka im Bahnhof Südkreuz war wie jeden Sonntag panisches Gedränge wie im Schlussverkauf der Vorweihnachtszeit. Zeitweise bildeten sich lange Schlangen bereits vorm Eingang. Wie fast jede Woche musste der Zugang zeitweise beschränkt werden. Als ginge es hier ums Berghain oder die neuesten Labubu-Plüschmonster und nicht ein paar Zwiebeln und ein Pfund Hack. Tja, könnte man doch nur den großen neuen Laden im Neubau an der Hedwig-Dohm-Straße öffnen, wenige Meter entfernt, aber leider nicht im Bahnhof gelegen.

Die Provinzialität des deutschen Ladenöffnungsgesetzes trifft auch so manchen internationalen Gast der Berlinale hart. „Everything closed?“ Well, so ist das hier. Da darf selbst der Späti keine Milch anbieten, egal wie spät.

Trotz dieses hochrichterlich bestätigten Heiligtums der Deutschen kann Berlin Sondergenehmigungen erteilen, immer gekoppelt an Großereignisse. Im ersten Halbjahr allerdings wurden nur zwei Sonntage genehmigt: im Januar während der Grünen Woche und zur Fête de la Musique am 21. Juni. Die Berlinale ist offenbar nicht Großereignis genug.

Das ärgert Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg. „Es kann doch nicht sein, dass ausgerechnet die Arbeitssenatorin Arbeitsverweigerung begeht“, sagte er dem Checkpoint. Was er damit meint und wie die Senatorin antwortet, lesen Sie heute in der Checkpoint-Vollversion.

+ Fünf weitere Filialen von LAP-Coffee – und ein Konkurrent aus China.

+ Tagesaktuelle Stadtleben-Tipps und den Comic der großartigen Naomi Fearn.

+ Exklusive Verlosungen. Diese Woche zum Beispiel: Tickets für den Berlinale-Wettbewerbs-FilmA new dawn“ im Berlinale Palast inkl. Drinks an der Miraval Bar im Grand Hyatt Hotel; 2x2 Karten für das TheaterstückWarten auf Godot“ mit Matthias Brandt im Berliner Ensemble und die Lesung von Jan Weiler aus „Das Beste! Mein Leben zwischen Pubertieren“ im Pfefferberg-Theater.

Zudem haben Sie derzeit die Chance auf eine von 30 YORCK UNLIMITED Karten im Wert von jeweils 238,80 Euro. Ein Jahr Kino – und zwar kostenlos und unbegrenzt für alle Yorck Kinos. Einfach jetzt ein Abo abschließen und die Checkpoint-Vollversion inklusive aller Tagesspiegel-Plus-Texte und Bezirksnewsletter sechs Wochen lang für nur 1 € testen. Hier geht’s zum Angebot.

Während Olympia noch läuft und der Welt mal wieder die schönsten Bilder unbegrenzter Begeisterung und harter Emotionen beschert, ist die Expo-Begeisterung in Berlin ungebremst (zumindest bei jenen, die sie herholen wollen). Eine gemeinsame Bewerbung mit Brandenburg gilt inzwischen als eher wahrscheinlich. Der Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld, Christian Hentschel (parteilos), würde gern eine große Fläche direkt am BER dafür bereitstellen und am liebsten sofort mit der Planung beginnen. Nach Checkpoint-Informationen wurde allerdings noch kein Termin mit Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) vereinbart. Der hatte vor zwei Wochen im Checkpoint gesagt: „Davon habe ich noch nichts gehört.“ (CP vom 30.1.)

Woidke hat vermutlich mit der Bildung einer neuen Regierung gerade genug zu tun. Die neue Partnerin CDU will die Expo-Bewerbung dem Vernehmen nach sogar in den Koalitionsvertrag reinverhandeln. Klar, die konnte ja auch bei der Berliner Schwester beobachten, wie man mit einem „Nein“ (Senat zur Expo-Bewerbung) nahezu die komplette Wirtschaft gegen sich aufbringt. Überraschenderweise ist auch Berlins Regierender inzwischen dafür.

Heute stellt Katharina Günther-Wünsch (CDU) ihre Neuversion des Berliner Bildungsprogramms vor – eine Art Lehrplan für Kitas. Wie zu hören ist, hätte die Hausspitze das Programm gern bis zum Kitagipfel im Juni zurückgehalten, doch die Opposition hat das Thema für Donnerstag im Bildungsausschuss durchgesetzt. Nun wird ganz genau hingeschaut, denn die Entwürfe hatten in der Fachwelt Kritik ausgelöst. Der kindliche Lernprozess werde nicht ganzheitlich betrachtet, der Fokus liege übermäßig auf dem Erreichen von Benchmarks. Und: Themen wie Inklusion, Vielfalt und Diskriminierungskritik seien auf ein Mindestmaß reduziert oder würden gar nicht mehr berücksichtigt. Eine Sozialwissenschaftlerin sprach gar von einer „autoritären Wende“. Mal sehen, was davon in der finalen Fassung noch übrig geblieben ist.

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„Die Angst vor Interaktionen auf Deutsch ist nach und nach verschwunden“, sagt die in Berlin lebende PhD-Studentin Ruchi aus Indien dem Checkpoint über ihren Integrationskurs. „Nach dem ersten Modul konnte ich meinen Arzttermin vereinbaren. Ich habe mich unabhängiger und selbstständiger gefühlt, auch jenseits der Sprache. Und ich habe viele Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen gefunden.“

Doch nun soll gespart werden. Asylbewerber, ukrainische Kriegsflüchtlinge und viele Arbeitsmigranten (wie Ruchi) dürfen nicht mehr kostenfrei Deutsch lernen. In Berlin sind laut der Integrationsbeauftragten 8000 Kursplätze betroffen.„Integrationspolitisch ist das die völlig falsche Weichenstellung“, sagt Dieter Hartmann, Deutschlehrer und Dozenten-Vertreter der Berliner Volkshochschulen, dem Checkpoint. Allein Berlins Volkshochschulen hätten vergangenes Jahr rund 650 Integrationskurse angeboten. „Das macht mich wirklich wütend.“

Abflug genehmigt: Jürgen Amann kann als Tourist, äh, Tourismuswerber nach Berlin kommen. Der Bayer mit Job in Köln soll bekanntlich ab dem Sommer neuer VisitBerlin-Chef werden. Bei seinem derzeitigen Arbeitgeber Köln Tourismus war man „not amused“, von Amanns Wechsel per Pressemitteilung zu erfahren, obwohl der Aufhebungsvertrag noch gar nicht verhandelt war (CP vom 9.2.). Ob die öffentliche Ankündigung die Sache erleichtert hat, ist nicht bekannt. Fest steht: Köln Tourismus hat eine neue Geschäftsführerin berufen, der Vertrag mit dem bisherigen Geschäftsführer Jürgen Amann endet „im gegenseitigen Einvernehmen vorzeitig zum 31. März 2026“. Wie wär’s mit einem Besuch in Berlin?

Und noch ein paar Leseempfehlungen:

+ Die Fließbandrichter von Königs Wusterhausen: Flug verspätet oder ausgefallen – seit der BER eröffnet hat, ertrinkt das Amtsgericht Königs Wusterhausen in tausenden Fluggastklagen. Und das, obwohl 30 Vollzeitrichter sie im Akkord verhandeln. Sönke Matschurek hat sich Verhandlungen angehört, die manchmal weniger als eine Minute dauern, und Rechtsanwälte gesprochen, die irre werden.

+ Für 2,8 Millionen Euro wird ein Berliner Penthouse auf Instagram verlost. Bei einem Besuch beginnt man zu grübeln – über Luxus im alten Arbeiterbezirk. Und wie das Geschäft mit dem Traum vom großen Los funktioniert.

+ Wohnung kaufen, bevor es noch teurer wird? Die Immobilienkrise ist vorbei, die Preise für Wohnungen ziehen an. Doch Berlin überrascht mit einer Sonderrolle – und zumindest einer guten Nachricht für Kaufinteressierte. Diese drei Dinge sollten Sie jetzt über den Immobilienmarkt in Berlin wissen.

+ Lufthansa und Bundesregierung halten den BER klein: Wie Berlin sich trotzdem aus seiner Flughafen-Falle lösen könnte.

Berliner Schnuppen

von Naomi Fearn

Die Berliner Schnuppen in voller Länge gibt's täglich mit dem Tagesspiegel-Plus-Abo – hier geht's zur Anmeldung.

Telegramm

5,8 Prozent mehr Geld bekommen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst: Finanzsenator Stefan Evers (CDU) sprach am Wochenende von einem „schmerzhaften Kompromiss“ mit den Gewerkschaften. Für Berlin bedeutet der auch: Die Zeit der Streiks an Kitas und Schulen ist für mindestens zwei Jahre vorbei.

Goldkurs für Berlin: Das Eiskunstlaufpaar Minerva Hase und Nikita Volodin liegt bei den Olympischen Spielen in Mailand nach dem Kurzprogramm auf Platz 1. Die Kür gilt als anspruchsvoll und riskant – aber mit Goldchancen. Klingt nach Berlin.

Sie könnten schneller, wenn sie wollten, aber dürfen tun sie nicht: Dutzende Langsamfahrstellen – meist wegen verschlissener Gleise – bremsen die BVG aus: Im Straßenbahnnetz gibt es 32 und bei der U-Bahn 27 solcher Abschnitte, auf denen seit mehr als einem halben Jahr geschlichen werden muss, wie die Verkehrsverwaltung auf Anfragen von Kristian Ronneburg (Linke) mitteilte. Der längste erstreckt sich über 763 Meter unter der Spandauer Altstadt. Nach CP-Informationen leidet der Tunnel der U7 dort an einer Zita-Delle.

Am 23. Mai soll die Kluckstraße in Tiergarten formal umbenannt werden. Sie trägt dann nicht mehr den Namen des kaiserlichen Kommandeurs und Demokratieverächters Alexander Heinrich Rudolf von Kluck, sondern wird nach Anita Augspurg benannt, die 1897 die erste deutsche promovierte Juristin war und sich zeitlebens für die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzte.

Eine Mitteilung mit kurzer Haltbarkeit aus dem Amtsblatt: Mehrere Personen aus dem berüchtigten „Sozial-Hotel“ in der Fuggerstraße in Schöneberg mögen ihre am 7. September 2025 sichergestellten Lebensmittel beim Polizeiabschnitt 41 abholen. Ansonsten werden sie in vier Wochen entsorgt. Falls Ihnen diese Meldung Appetit gemacht hat: Am Donnerstag beginnt das alljährliche Feinschmeckerfestival „Eat Berlin“.

Ebenfalls auf dem Abschnitt 41 warten „die am 29. September 2025 am U-Bahnhof Walter-Schreiber-Platz beschlagnahmten Kaffeebohnen“ darauf, dass Herr Nicolai P. sie abholt. Sonst droht die Entsorgung. Die Mühlen der Behörden mahlen bekanntlich langsam, aber gründlich.

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Dieser Leitfaden hilft, rechtliche Grundlagen zu verstehen, wichtige Verfügungen für Sie oder Ihre Angehörigen niederzuschreiben und alle notwendigen Unterlagen zu ordnen. Inkl. systematischer Checklisten, rechtsgültiger Muster für Patientenverfügungen, Verfügungen für Angehörige und Vorsorgevollmachten. Mehr

Der Senat hat doch noch 100.000 Euro zusammengekratzt, um das Drogenpräventionsprogramm für Jugendliche am Kotti weiter zu finanzieren (Checkpoint vom 5. Februar). Doch nicht ohne Seitenhieb: Friedrichshain-Kreuzberg erhalte aus Mitteln des Sicherheitsgipfels „bereits rund 1,6 Millionen Euro für präventive Maßnahmen“, heißt es in der Pressemitteilung. „Dem Bezirk ist es offenkundig nicht gelungen, hier eine entsprechende Schwerpunktsetzung vorzunehmen, um das Projekt aus diesen Mitteln fortzuführen.“

Apropos Kotti: Die Polizei will Berlins Kriminalitäts-Hotspots ab dem Sommer mithilfe von KI-Kameras überwachen. Per Ausschreibung wird ein „KI-basiertes Videoschutzsystem“ gesucht, das Schlägereien sowie stürzende und liegende Personen automatisch erkennt und meldet. Die Pilotphase beginnt im Juli am Kottbusser Tor. Bald darauf sollen Warschauer Brücke, Alexanderplatz und Görli folgen. Sicher gut.

Und wo wir grad wachsam durch den Görli spazieren: Per Ausschreibung sucht der Senat einen „fachkundigen Dienstleister“, der ab Mai die Schließzeiten kontrolliert. Mindestens vier Sicherheitsleute und ein Hund sollen nachts Streife laufen. Neben Deutschkenntnissen sei auch Englisch, Türkisch oder Arabisch hilfreich. „Mehrsprachigkeit wird an diesem Standort dringend empfohlen“ (gilt hoffentlich nicht für den Hund).

Mit Sicherheit gut informiert sind die Kolleginnen und Kollegen nach der Münchner Sicherheitskonferenz – am Tag danach ziehen die Tagesspiegel-Experten Bilanz. Gelingt Europa die Einigkeit? Sind die transatlantischen Beziehungen noch zu retten? Bei unserem Online-Format „High Noon“ diskutieren die Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver Ashbrook und Holger Stark (Zeit) heute um 12 Uhr mit unserer Kollegin Anja Wehler-Schöck. Alle Infos gibt es hier.

Und damit zum Kino-Block:

+ Sandra Hüller auf der Berlinale: Freiheit hat ein Narbengesicht.

+ Im Kino wird gegessen – oder nicht? Eine Kolumne von Robert Ide.

+ Isabelle Huppert und Conchita Wurst: Diese Promis kommen heute nach Berlin.

Zum Wetter: Der Winter hat die Stadtreinigung bislang ordentlich herausgefordert. 253.000 Einsatzstunden seien allein seit November angefallen – fast doppelt so viele wie in der gesamten Wintersaison 2024/2025, sagte ein Sprecher der BSR auf CP-Anfrage. „Die extreme Wettersituation hat dazu geführt, dass viele Beschäftigte bis zu 14 Tage im Dauereinsatz waren.“ Hinweise zu Sonntagsarbeit ersparen wir uns und sagen reinen Herzens: Danke.

Verklickt? Das Bezirksamt Mitte versichert dem Checkpoint, die Veröffentlichung der 900 Namen umfassenden Schöffen-Listen auf seiner Website (Checkpoint vom 13. Februar) sei „nicht beabsichtigt“ gewesen. „Entgegen der eindeutigen Kennzeichnung „Veröffentlichung: nein“ kam es infolge eines formalen Fehlers im Protokollierungs- und Freigabeprozess zu einer irrtümlichen Online-Veröffentlichung.“ Wiederholung hoffentlich: nein.

Dazu passend sucht Mitte aktuell „dringend“ eine ehrenamtliche Schiedsperson. Die möge bitte Geduld, Empathie und Menschenkenntnis mitbringen, damit es ihr gelingt, „festgefahrene Konfliktsituationen und verhärtete Fronten durch Verhandlungsgeschick aufzubrechen“.

Zitat

„Brandenburg hat eine fünfte Jahreszeit und Berlin hat 365 Tage Karneval.“

Dietmar Woidke (SPD), Brandenburgs Ministerpräsident, beim Treffen mit dem Prinzenpaar. Heute ist Rosenmontag. In Berlin kein Grund, tieffliegende Kamelle zu fürchten.

 

Kiekste

Liebe ist schön, auch nach Valentinstag und auch ausnahmsweise am U-Bahnhof Schönleinstraße. Gesehen und festgehalten von Checkpoint-Leserin Christel Brunne-Gibson. Vielen Dank! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.

Berliner Gesellschaft

Geburtstag – „Rüdiger Deißler: Zum 70. all unsere Herzenswünsche für Dich, bleib behütet und sei begleitet von einer guten Gesundheit. Wir lieben Dich, Katja & Lena“ / Andreas Homoki (66), Theaterregisseur, war Chefregisseur, später auch Intendant der Komischen Oper Berlin / „Liebe CHRISTINE SCH., herzliche Glück- und Gesundheitswünsche, Dein Chorbruder Cristoph“ / Lena Urzendowsky (26), Schauspielerin, u.a. „Kokon“, „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“
Nachträglich: „Liebe Sabine, alles Gute zum 60. von Deinen Liebsten“

+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++

Gestorben – Gesine Lützen, * 17. November 1940, verstorben am 1. Januar 2026 / Mechthild Merfeld, * 9. Dezember 1941, verstorben am 25. Januar 2026 / Winfried Sühlo, * 14. Juli 1935, verstorben am 2. Februar 2026

Stolperstein Sophie Pohl wurde am 1. Februar 1911 im damaligen Driesen und heute polnischen Drezdenko geboren. Wann sie von den Nazis von Berlin nach Auschwitz deportiert wurde, ist nicht überliefert. Bekannt ist allerdings, dass sie am 16. Februar 1943 in dem Vernichtungslager ermordet wurde. Seit dem 9. November 2021 erinnert ein Stolperstein vor ihrem Wohnhaus in der Ifflandstr. 12 (früher Wallner-Theater-Str.11) in Mitte an Sophie Pohl.

Encore

Die Berlinale läuft und wir führen Sie im Encore täglich durch ausgewählte Spielstätten und stellen die Filme vor, die dort laufen. Tickets gehen drei Tage vor der Vorführung in den Verkauf und sind schnell vergriffen. Der Kinobesuch will also gut geplant werden. Heutige Station: das Collosseum an der Schönhauser Allee. Seit 1924 ist das Kino in der ehemaligen Wagenhalle der „Großen Berliner Pferdeeisenbahn AG“ beheimatet. Es war der erste Filmpalast im Prenzlauer Berg und bot bis zu 2800 Besuchern Platz. 2005 zeigte die Berlinale hier erstmals Filme (S/U Schönhauser Allee).

In diesem Jahr laufen unter anderem „A Prayer for the Dying“ (17.02), „Animol“ (18.02), „Chronicles From the Siege“ (19.02), „Mit einem freundlichen Gruß“ (17.02) und „Where To?“ (21.02).

Kolossal für diesen Checkpoint gearbeitet haben Margarethe Gallersdörfer und Christoph Papenhausen (Recherche), Tobias Langley-Hunt (Stadtleben) und Clara Kreuzberg (Produktion). Morgen wissen hier Lorenz Maroldt und Daniel Böldt, where to go.

Bis bald!

Anke Myrrhe und Stefan Jacobs

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