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Verhindert das Bundesverkehrsministerium Start- und Landerechte am BER? Daten von 900 Schöffen waren drei Jahre öffentlich Berlinale eröffnet ohne Politik-Ansprachen

von Anke Myrrhe und Valentin Petri
mit Jessica Gummersbach
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heute ist Freitag, der 13. Aber keine Sorge: Berlin hat für Sie auch nicht mehr Stolperfallen als sonst vorbereitet. Immerhin sind die Eisschollen geschmolzen, aus dem übriggebliebenen Split tanzen wir einfach weiter (Grüße nach Mailand).

Die Gäste sind ohnehin grauen Kummer gewohnt, zur Eröffnung der Berlinale begrüßte die Stadt gestern Abend die internationale Film-Elite mit strömendem Regen, im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz wurde das wie immer mit guter Laune und warmen Kaltgetränken heruntergespült. Hollywood-Glamour gab es dazu zwar nur in den historischen Filmsequenzen, dafür aber einen gefeierten Eröffnungsfilm der afghanischen Regisseurin und Hauptdarstellerin Shahrbanoo Sadat.

Und die Politik? Durfte diesmal lieber gar nicht sprechen nach den Eklats um den Nahost-Konflikt in den vergangenen Jahren. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (beide CDU) durften kurz in Publikum winken, am Potsdamer Platz wurden sie dafür immerhin höflich beklatscht, beim Public Viewing in der Uber Eats Arena wurde es etwas lauter. „Die Filme sollen doch im Vordergrund stehen“, rief Wegner (begleitet von seiner Partnerin und Schulsenatorin Katharina Günther-Wünsch) unserem Kollegen Robert Ide vorm PunchL!ne Club im Keller des Berlinale Palasts zu (seine Berlinale-Kolumne gibt es hier). „Ich glaube nicht, dass jemand unsere Reden vermisst hat.“ Mögen die Festspiele beginnen.

Etwas mehr zu sagen hat die Politik offenbar in einer anderen Sache. Versucht das Bundesverkehrsministerium eine Vereinbarung über Start- und Landerechte für die Fluggesellschaften der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) am BER zu hintertreiben?