frohen neuen Tag! Und Tschüss, altes Jahr! Ab heute beginnen in Berlin die Planungen für Silvester – und da soll aus einem Blindgänger noch ein Knaller werden: Nachdem die Silvesterparty am Brandenburger Tor in den vergangenen Jahren immer mehr abgestandene ZDF-Schlagerluft verströmt hat und nun wegen auslaufender Förderung nach Hamburg abgezogen ist, will Berlin es diesmal mit etwas mehr Tanzschwung versuchen.
Nach Checkpoint-Informationen sollen DJs die neue Party beleben, die nach einigen organisatorischen Querschlägern heute vom Senat vorgestellt wird und laut Innenverwaltung in einem „offiziellen Feuerwerk“ mündet.
Trotz aller Forderungen nach einem Böller-Verbot wollen es viele Menschen offenbar weiterhin krachen lassen. Bis September wurde bereits die doppelte Menge an Feuerwerkskörpern nach Deutschland importiert als im gleichen Zeitraum 2024, lässt der Bundesverband für Pyrotechnik wissen. Illegal eingeführte und für die Gesundheit brandgefährliche Kugelbomben sind da natürlich nicht mal eingerechnet. Berlin hat weiterhin einen Knall.
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Hätten Sie’s gedacht? In rund 5 Jahren werden wir in Deutschland 130.000 zusätzliche Pflegekräfte brauchen - allein durch die Alterung der Bevölkerung. Die Kosten der Pflege steigen also weiter. Darauf sollten wir uns vorbereiten: mit der privaten Pflegezusatzversicherung und mit mehr Prävention, also dem Vermeiden und Hinausschieben von Pflegebedürftigkeit. Mehr auf pkv.de
Die Hauptstadt wächst, der Platz aber wird nicht mehr. Die Bedürfnisse der Menschen ändern sich über die Jahre, doch viele Kieze ändern sich zu langsam mit. Wie können die Quartiere lebendig und lebenswert bleiben, wenn die Bewohnerinnen und Bewohner älter werden? „Zu jedem Wohnraum gehört ein Freiraum, den man leicht erreichen kann“, sagt Landschaftsarchitektin Barbara Willecke, die in Wedding den lange öden Maxplatz zu einem Treffpunkt umgestaltet hat. Hier am nördlichen Ende des Drogen-Hotspots Leopoldplatz gibt es nun Spielgeräte für Kinder, Schaukeln und Boxsäcke für Erwachsene sowie leichte Trainingsgeräte für Ältere. „Freiräume sind soziale Infrastruktur“, erklärte Willecke am Montagabend bei einer ausverkauften Tagesspiegel-Debatte in der Urania zu den Kiezen der Zukunft.
Eine Vision für das alternde Berlin ist die Fünf-Minuten-Stadt der kurzen Wege, in dem die sozialen Bedürfnisse im Vordergrund der Planungen stehen. Wie Berlin barrierefrei und ressourcenschonend umgestaltet werden kann, diskutierten Planerinnen und Experten auf Einladung der Architektenkammer. Vorgestellt wurde dabei der Umbau eines Bürokomplexes im Märkischen Viertel in ein Seniorenwohnhaus mit kleinen Räumen und Begegnungsorten, die Errichtung von geschützten Lebenshäusern für ältere queere Menschen mit integrierter Nachbarschafts-Kita durch die Schwulenberatung Berlin, vom Bezirk betreute Spaziergruppen für ältere Menschen in Lichtenberg sowie der kleinteilige Umbau von Stadtplätzen, in denen man Schatten und neue Kontakte finden kann.
Miriam Boger, Koordinatorin im Gesunde-Städte-Netzwerk, die die Hitzeanpassung des Lausitzer Platzes in Kreuzberg begleitet hat, ist überzeugt: „Eine Stadt, in der man gerne leben will, lebt von der Kombination aus Drinnen und Draußen und von verschiedenen Generationen an einem Ort.“ Ein Anfang könnten leichte Trainingsgeräte für Ältere auf Kinder-Spielplätzen sein. Würden Sie, liebe Leserinnen und Leser, die benutzen?

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Im Vergleich zu bestehenden Technologien reagiert das, auf CWI basierende, Monitoringsystem von ConScope am sensibelsten auf Veränderungen der Bausubstanz. Durch die frühzeitige Erkennung von Veränderungen und Schäden können Verkehrseinschränkungen reduziert und die Restnutzungsdauer Brücken verlängert werden.
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Nach dem großflächigen Parteiumbau in der Reinickendorfer CDU kommt der mächtige Kreisverband nicht zur Ruhe. Aus Protest gegen die umstrittene Kandidierendenaufstellung für die Berlin-Wahl hat nun der Vorsitzende des Ortsverbandes Frohnau Marc-Eric Lehmann hingeworfen und ist zurückgetreten.
„Es geht anscheinend leider nicht um die Sache in der CDU Reinickendorf“, sagte er dem Checkpoint. Statt engagierte Mitglieder aufzustellen, würden im Kreisverband Leute gefördert, „die finanziell von der Partei und vom Mandat abhängig“ seien. „Das lehne ich ab. Dadurch sind die Menschen manipulierbar und erpressbar.“
Lehmann sieht inzwischen auch den CDU-Landeschef in der Pflicht, wegen der Vorgänge in Reinickendorf einzugreifen: „Es interessiert Kai Wegner anscheinend nicht, was in den Kreisverbänden abgeht. Da muss man fragen, ob er noch der Richtige ist.“
Die Landesebene beurteilt die Lage in der Kreispartei ganz gegenteilig: „Reinickendorf ist ein sehr erfolgreicher und geschlossener Kreisverband“, ließ Generalsekretärin Ottilie Klein mitteilen. Kreischef Marvin Schulz reagierte auf eine Anfrage nicht. Im Norden bleibt der Westen wild.
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Wie bequem darf es sich Berlin machen? Diese Frage stellt sich angesichts vieler Bequemlichkeitsfahrten mit dem Auto, die nach Ansicht des Fußgängerverbands Fuss e.V. die Stadt verstopfen (Hintergründe hier) – und nicht nur nebenbei viele Parkplätze beanspruchen (Kommentar hier). Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben uns dazu zahlreiche Mails mit ihren Meinungen geschrieben – dafür Danke! Halten wir mal kurz an und lesen rein:
Martin Baer aus Tiergarten, der lange als Fahrer eines Lieferwagens tätig war, berichtet: „Je häufiger ich in zweiter Reihe, auf Rad- oder sogar Fußwegen halten musste, desto klarer wurde mir, dass das fast kostenlose Abstellen hunderttausender PKWs auf wertvoller öffentlicher Stadtfläche allen schadet: Alten, Kindern und unserer Stadt im Allgemeinen.“ Auch Sebastian Hoffmann aus Kreuzberg beklagt „das in der Regel ungeahndete Falschparken, Zweite-/Dritte-Reihe-Parken, Bushaltestellen-Zuparken und Eckparken“ in seinem Kiez – zumal „oft wenige hundert Meter weiter viele Parkplätze komplett frei beziehungsweise kostenfreie Parkhäuser leer“ seien.
Walter Schwarz dagegen findet es „arrogant, Einkaufs – und Erledigungsfahrten als Bequemlichkeitsfahrten zu bezeichnen“. Helmut König erkennt in der Debatte „Hass gegen den Autoverkehr und das Auto“. Viele andere, wie Elvira Hanemann, fordern einen besseren Nahverkehr oder, wie Ralph Misske, gar einen Paradigmenwechsel auf Berlins Straßen, in dem „das Auto (als Leihwagen) ganz am Ende der Optionsliste kommt“.
Auf jeden Fall zeigt sich: Viele nutzen viele Verkehrsmittel und denken dabei pragmatisch wie Daniela Tuttor, die erzählt: „Zwei Jahre nach meinem Umzug nach Berlin habe ich das Auto abgeschafft, weil ich auf vielen Strecken und zur Arbeitsstelle mit dem Auto inklusive Parkplatzsuche nicht schneller war. Mittlerweile aber sind die öffentlichen Verkehrsmittel so überfüllt und teilweise unzuverlässig, dass ich öfter überlege, mir wieder ein Auto zuzulegen.“ Womöglich kann also das Parkplatzproblem außerhalb der Straße gelöst werden – auf Berlins lange vernachlässigten Schienen.
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Sie zählen weltweit zu den gefragtesten Opernstars. Sir Bryn Terfel wurde mit zwei »GRAMMY Awards« ausgezeichnet. Auch Starsopranistin Pretty Yende ist preisgekrönt. »Eine Stimme, die bis zu den Sternen reicht«, schwärmt The Washington Post. Zum 1. Advent präsentieren sie in der Philharmonie die schönsten Momente der Operngeschichte.
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Während die Bürgerämter seit einiger Zeit üppig Termine anbieten, herrscht in den Standesämtern weiterhin akuter Papierstau. Besonders viel Geduld brauchen junge Eltern in Mitte und Kreuzberg. Dort dauert es im Schnitt zwei Monate, bis eine Geburtsurkunde vorliegt.
In Tempelhof-Schöneberg und Lichtenberg ist die Geburt schon nach etwa einer Woche amtlich, in Reinickendorf sogar nach drei Tagen. Auf Sterbeurkunden wartet man in Friedrichshain-Kreuzberg etwa zwei Wochen, nur ein paar Tage dagegen in Steglitz-Zehlendorf.
Unangefochtener Urkunden-Champion ist das Standesamt in Spandau. Wer hier mit Kreditkarte bezahlt, bekommt eine Geburts- oder Sterbeurkunde „tagesaktuell“ ausgehändigt. So schnell kann’s gehen in Berlin – wenn es Spandau ist.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Berlin bröckelt beharrlich: Die Technische Universität sollte ihre technischen Forschungen auf die eigenen Gebäude verlegen. Wegen massiver Sicherheitsmängel ist der Großbau an der Straße des 17. Juni zu einem Großteil gesperrt worden. „Im Grundsatz“ dürfe der Hochhausteil des Gebäudes nicht mehr genutzt werden, teilt die TU mit. Bei einer Begehung durch Bauaufsicht und Feuerwehr war entdeckt worden, dass die Notstromversorgung nicht wie vorgeschrieben funktioniert. Nach Rohrbrüchen im Chemie-Haus und im Physikgebäude, einer Überflutung im sanierten Mathe-Gebäude sowie einem Wasserschaden in den Fachbereichen Elektrotechnik und Informatik tropft die Uni mittlerweile aus dem letzten Loch. Ob ein paar junge Techniker helfen können?
Was dagegen? Hat in Berlin immer jemand. Die Gegner einer Berliner Olympiabewerbung machen mobil und planen ein „Bürgerbegehren“ gegen die Austragung der Spiele 2036, 2040 oder 2044 an der Spree. Das teilte ein Bündnis um die „NaturFreunde Deutschlands“ in der Nacht zu Mittwoch mit. Den Wettlauf um Aufmerksamkeit haben die Dagegen-Aktivisten damit wohl gewonnen – werden aber womöglich disqualifiziert, weil ein Bürgerbegehren nur auf Bezirksebene stattfinden kann. Und es für einen angestrebten Volksentscheid ein Volksbegehren bräuchte.
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Dem Bündnis Sahra Wagenknecht, das nicht mehr so heißen und offenbar in Ostdeutschland nicht mehr mitregieren will, steht heute in Brandenburg die nächste Zerreißprobe bevor. Vor der Abstimmung im Landtag zum Rundfunkstaatsvertrag, welche die auf dem Rückzug befindliche Parteiikone zur Prestigefrage erklärt hat, steht die Potsdamer BSW-Fraktion vor der Spaltung, sogar die Landesregierung könnte platzen. Alle Entwicklungen können Sie ab heute Mittag auf www.tagesspiegel.de/brandenburg verfolgen. Weitere Hintergründe gibt es in unserem Newsletter „Im Osten“ (kostenloses Abo hier) und einen Kommentar am Donnerstagmorgen im „Berliner Rundfunk“. Weil die Demokratie im Osten uns angeht.
In den nächsten Nächten kündigt sich der Winter schon mal mit Frost und Schneeregen an. Für etwaige Schlitterfahrten sieht sich die Stadtreinigung nach eigener Aussage „gut gerüstet“. Für ihre 540 Räum- und Streufahrzeuge hat die BSR etwa 13.000 Tonnen Salz, 2.100 Kubikmeter Sole und 5.000 Tonnen Splitt auf Lager. Checkpoint-Prognose: Könnte reichen.
Und jetzt streuen wir hier ein paar gute Meldungen ein:
Bekommen Sie genug Sonne? Mit einem neuen „Solarrechner“ der Wirtschaftsverwaltung können Sie das zumindest für Ihr Hausdach herausfinden. Das Tool berechnet mögliche Einnahmen aus eigenen Solarpanels und untersucht, nach wie viel Jahren sich eine Investition in Sonnenenergie auszahlen könnte. Weitere Infos gib’s hier. Und Sonne wieder ab morgen.
Geschichte wird gemacht, es geht voran: Nach Landgericht und Sozialgerichten arbeitet nun auch das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg mit der E-Akte. Alle neuen Verfahren laufen vollständig digital. Das Arbeitsgericht folgt am 8. Dezember. Wer lieber Papier einreicht, darf das weiter tun. Die Unterlagen werden dann gescannt und digital abgeheftet.
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Tagesspiegel „Vital-Welt“ meets Waldorf Astoria Berlin: Erleben Sie einen Tag der Entspannung in dieser Wohlfühloase im Herzen Berlins mit fünf Therapieräumen, wolkenförmigem Pool, finnischer Sauna, Dampfbad, Fitnessstudio und Sonnenterrasse auf der 6. Etage. Jetzt buchen!
Auf dem analogen Wunschzettel der Berliner Feuerwehr stehen diesmal 145 iPads, neu und original verpackt. Auf den Drehleitern soll aber nicht gedaddelt werden. Die Tablets werden für die Einsatzsteuerung gebraucht, wird in der Ausschreibung versichert. Rettungsprogramm Firefox.
Ach ja, im gestrigen „Grübelstoff” wollten wir von Ihnen wissen, was die ungewöhnlichste Sache war, die Ihnen in U- oder S-Bahnen bisher untergekommen ist. Der Checkpoint-Preis für die seltsamste Begegnung geht zweifelslos an Leser Frank Holland. In der S-Bahn stieß er auf „ein komplettes Husky-Gespann“, inklusive Trainingswagen und Fahrer. Ho-Ho-Hoppla!
Zitat
„Teil des jüdischen Humors ist es, über Leid zu lachen.“
Daniel Donskoy ist Schauspieler, Moderator und Sänger in Berlin. Im Tagesspiegel-Interview spricht der 35-Jährige über seinen ersten Roman „Brennen“, der von den Kriegen in Osteuropa und im Nahen Osten handelt.
Stadtleben
Verlosung – Die Bildergeschichten von e.o.plauen über einen rundlichen Vater und seinen kleinen Sohn sind Klassiker, zu Recht. Aber warum eigentlich immer bloß der Vater? 90 Jahre, nachdem die erste „Vater und Sohn“-Geschichte veröffentlicht wurde, gibt es endlich Nachschub, und zwar „Meine Geschichten von Mutter und Tochter“. Die Berliner Cartoonistin Katharina Greve lässt ihr sympathisches Duo diverse Herausforderungen des modernen Alltags meistern, ohne Worte, mit Kreativität und einer Prise Anarchie. Wir verlosen drei Exemplare! Bewerben können Sie sich beim CP-Postfach.
Essen & Trinken – Gar nicht so wenige Berliner Restaurants feiern mittlerweile St. Martin bis nach Weihnachten. Wer die Gans gerne klassisch genießt, ist etwa im „Jolesch“ bestens aufgehoben. Im österreichischen Traditionslokal gibt es Brust und Keule von der Brandenburger Bauerngans, mit Apfelrotkohl, Kartoffelknödeln und Orangen-Gewürz-Jus. Vorneweg auf der winterlichen Karte: zum Beispiel Gyoza von der konfierten Gans mit Matcha. Respekt, wer danach noch den fabelhaften Kaiserschmarrn schafft. Die Gänse aus Freilandhaltung kann man auch nach Hause bestellen, inklusive Kartoffelknödel, Apfelrotkohl und Preiselbeersauce. Täglich ab 17 Uhr, Muskauer Straße 1, U-Bhf Görlitzer Bahnhof
Noch hingehen – In der Vitrine steht ein durchlöcherter Kinderwagen. Er stammt aus einem französischen Dorf, in dem die Waffen-SS 1944 mehr als 640 Menschen tötete. Der Wagen wurde 1945 in Paris in der Ausstellung „Crimes hitlériens“ gezeigt. Auch in London, Warschau und weiteren Städten gab es gleich nach Kriegsende Ausstellungen, die versuchten, die Erfahrung von Gewalt und Vernichtung durch die deutsche Besatzung zu verarbeiten. Die eindrucksvolle Schau „Gewalt ausstellen“ zeigt die Geschichte dieses europaweiten Phänomens (noch bis Sonntag). Tägl. 10 bis 18 Uhr, 7/3,50 Euro, Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, U-Bhf Museumsinsel
Last-Minute-Tickets – Ja, heute Abend spielen Jamiroquai („Virtual Insanity“) in der Stadt und ja, es gibt noch Karten. Falls Sie aber keine Lust auf eine Zeitreise in diese Phase Ihrer Jugend haben: Man könnte auch zu Wolf Alice in die Columbiahalle gehen. Das Quartett, ebenfalls aus dem Vereinigten Königreich, lehnt sich vom Sound an Acts wie Garbage oder Hole an und ihre Platten werden immer besser, findet Pop-Kollege Jörg Wunder. Außerdem kostet die Karte nicht 73 Euro wie bei Jamiroquai, sondern „nur“ 45 Euro. 20 Uhr, Columbiadamm 13-21, U-Bhf Platz der Luftbrücke
Grübelstoff – Draußen ist es kalt (s. „Wetter“) – verändert das Ihren Blick auf die vielen wohnungslosen Menschen in der Stadt? Also, geben Sie in der Mütze-und-Handschuhe-Zeit eher ein paar Münzen oder spenden einen größeren Betrag?
Kiekste
Für welchen Einwurf würden Sie sich entscheiden? Leserin Jutta Werner hat diesen Briefkasten am Forum Köpenick entdeckt. Senden Sie Ihre Berlin-Fotos an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): Von 21 bis 5 Uhr steht in Richtung Treptow nur der rechte Fahrstreifen in Höhe Kreuz Schöneberg zur Verfügung.
Gitschiner Straße (Kreuzberg): Bis Anfang Dezember ist die Straße in beiden Richtungen zwischen Prinzenstraße und Erkelenzdamm auf jeweils einen Fahrstreifen verengt.
Leipziger Straße (Mitte): Bis Freitag wird in Richtung Mühlendamm die Fahrbahn zwischen Markgrafenstraße und Jerusalemer Straße auf einen Fahrstreifen verengt.
Nahverkehr – S-Bahn – S3: Von 22 bis 1.30 Uhr fahren keine Züge zwischen Köpenick und Ostkreuz. Ein Ersatzverkehr ist eingerichtet.
S41, S42, S45, S46, S47, S8, S85 und S9: Von 22 bis 1.30 Uhr kommt es auf den Linien zu folgenden Einschränkungen:
* S41 und S42: zwischen Ostkreuz und Neukölln Ersatzverkehr mit Bussen
* S8, S85 und S9: zwischen Schöneweide und Ostkreuz Ersatzverkehr mit Bussen
* S45, S46 und S47: kein S-Bahnverkehr zwischen Schöneweide und Neukölln
S8: Von 22 bis 1.30 Uhr fahren keine Züge dieser Linie zwischen Grünau und Schöneweide (S46 im 20-Minutentakt nutzen).
S45: Von 22 bis 1.30 Uhr fahren keine Züge dieser Linie zwischen Flughafen BER und Schöneweide.
Demonstration – Für heute sind neun Demos angemeldet (Stand 18.11., 16.45 Uhr), u.a. „(Todes-) Opfer von Zwangsräumung und Sozialsystem- Ausgrenzung mahnen: Wohnen ist ein Menschenrecht“: zehn Menschen, An der Urania 17 (11.30-13.30 Uhr)
„Solidarität mit Palästina. Keine Waffenlieferungen an Israel. Kriegsverbrecher vor Gericht“: 150 Demonstrierende, Friedrichstraße 205 (15-17 Uhr)
„Leere Mägen, leere Köpfe – Kinder brauchen Perspektiven!“: 100 Demonstrierende, Arche, Lutherdenkmal, Schloßplatz, Friedrichstraße (16-17.30 Uhr)
„Informationskundgebung: Für eine lebenswerte Torstraße“: 25 Teilnehmende, Changing Cities, Brunnenstraße 111 (17-19.30 Uhr)
„Gegen die Normalisierung von Militarismus“: 100 Menschen, Landsberger Allee 106 (18-19.30 Uhr)
Gericht – Ein Polizeibeamter muss sich wegen Körperverletzung im Amt verantworten. Der 41-Jährige soll bei einem Einsatz am Berliner Hauptbahnhof grundlos einen am Boden liegenden Mann getreten und geschlagen haben. Der Betroffene, er zuvor auf dem Bahnhofsvorplatz wegen aggressiven Verhaltens aufgefallen war, sei bereits gefesselt gewesen (10 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal K1101).
Universität – Die Keynote der diesjährigen Berlin Lecture hält Jason Stanley (University of Toronto) zum Thema „Neuer Faschismus – eine philosophische Gebrauchsanweisung für die Gegenwart“. Freitag, 18 Uhr, im Hauptgebäude der Humboldt-Universität, Eintritt frei
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Wieder durfte ich ein weiteres fantastisches Jahr mit dir erleben. Herzlichen Glückwunsch, Claudi – Du bist die Liebe meines Lebens!“ / Meseret Defar (42), äthiopische Langstreckenläuferin, zweimal Olympiasiegerin und zweimal Weltmeisterin im 5000-Meter-Lauf, bei den Weltmeisterschaften in Berlin gewann sie 2009 Bronze / Jodie Foster (63), US-amerikanische Schauspielerin („Taxi Driver“, „Das Schweigen der Lämmer“), hat u.a. in Berlin „Flightplan“ gedreht / „Unsere Lieblingsnachbarin, Marion, hat heute Geburtstag und wir gratulieren ganz herzlich. Viel Erfolg und Spaß in der Reha wünschen Sabine und Dieter.“ / „Lieber Martin, alles Liebe zu Deinem 90. wünscht Dir von Herzen das Humboldt Forum Team. Und auch Dir, liebe Regina alles, alles Gute zum Geburtstag von uns allen.“ / Jonas Müller (30), Eishockeyprofi, spielt bei den Eisbären Berlin / Stefanie Remlinger (55), Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), bis 2021 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, seit 2022 Bezirksbürgermeisterin von Mitte / Meg Ryan (64), US-amerikanische Schauspielerin („e-m@il für Dich“), spielte in „Stadt der Engel“ – eine Hollywood-Version von „Der Himmel über Berlin“ – an der Seite von Nicolas Cage
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Horst Borchers, * 29. August 1937, verstorben am 29. September 2025 / René Meyrat, * 8. Mai 1944, verstorben am 27. Oktober 2025 / Wolfgang Schumann, * 24. August 1949, verstorben am 5. November 2025 / Michael Ulrich Tochtermann, * 3. Oktober 1950, verstorben am 6. November 2025
Stolperstein – Adele Halberstam geb. Mamroth (*1871 in Breslau) war mit Wilhelm Halberstam verheiratet. Das Paar hatte zwei Kinder: Albert und Käthe. 1939 emigrierten Adele und Wilhelm nach Amsterdam, in der Hoffnung, ein Visum für Chile zu bekommen. Das gelang leider nicht. Am 20. Juni 1943 wurden beide erst in das Lager Westerbork und von den Nazis von dort nach Auschwitz deportiert. Am 19. November 1943 wurden sie dort ermordet. An Adele Halberstam erinnert ein Stolperstein in der Rankestraße 7 in Charlottenburg.
Encore
Der sich andauernd wandelnde Wandel der Stadt und der Medien zeitigt einen nächsten Abschied. Nachdem die „taz“ ihre gedruckten Wochentagsausgaben eingestellt hat, verlieren nun Neuköllns Lokale ihr bestes Lokalblatt: Die Zeitung „Kiez und Kneipe“, seit 15 Jahren enthusiastisch gestaltet von einem kleinen Team Ehrenamtlicher, stellt das Erscheinen wegen Nachwuchs- und wohl auch Finanzsorgen ein. In der letzten Ausgabe heißt es: „Wir haben viele Menschen kennen und schätzen gelernt, Neukölln in vielen Facetten erlebt.“ Das bleibt – so wie der Kiez und hoffentlich noch manche Kneipe.
Mit uns über den Tresen gewischt haben heute Christoph Papenhausen (Recherche), Antje Scherer (Stadtleben) und Jennifer Katona (Produktion). Morgen verzapfen hier Jessica Gummersbach und Margarethe Gallersdörfer die nächsten Neuigkeiten. Bis dahin sehen Sie unsere Stadt mal ganz nüchtern: Sie ist selbst im November schön.
Wir grüßen Sie!
