eine alte Lebensweisheit besagt: unter der Sahnehaube verbirgt sich meist etwas Hartes. In Berlin ist es das ungeschönte Pflaster. Jetzt, wo der Schnee geschmolzen ist, taucht vielerorts das auf, was dort seit zwei Wochen vor sich hingammelt: Silvesterreste und andere Abfälle, die sich nun genüsslich mit Splitt zu einer duften Berliner Mischung verbinden. Bleibt das jetzt so?
Fragen wir doch mal nach bei der BSR. Die Antwort kommt schnell und ungeschönt: Beim „Spezialeinsatz zur Neujahrsreinigung“ habe man am 1. Januar Schwerpunktbereiche vom Silvestermüll befreit und „insgesamt rund 510 Kubikmeter Abfall eingesammelt“. Am Tag darauf sei begonnen worden, den übrigen Silvestermüll zu beseitigen. „Dies geschieht jedoch nicht in einem Spezialeinsatz wie am Neujahrstag, sondern im Zuge der turnusmäßigen Straßenreinigung.“
Doch dann kam der Winter. Ab dem 3. Januar sei es „zu einem heftigen Winter- und Kälteeinbruch gekommen, in dessen Folge winterdienstliche Maßnahmen im Sinne der Gefahrenabwehr Priorität haben mussten“. Seitdem war die normale Straßenreinigung unterbrochen und arbeitet sich nun „von den Haupt- in die Nebenstraßen vor“.
„Ein konkreter Zeitpunkt, bis wann der Streusplitt auf Gehwegen, Fußgängerüberwegen und in Haltestellenbereichen entfernt ist, lässt sich nicht nennen“, teilt die BSR mit. Überhaupt sei die Straßenreinigung in den kalten Monaten aufwendiger, „weil unsere Kehrmaschinen bei Minusgraden nicht wie sonst eingesetzt werden können.