heute mit UrlaubsgrĂŒĂen von Wolfgang Fink aus Memphis, Tennessee, mit Blick auf die Hernando de Soto Bridge.
Beach, Berge oder Balkonien â nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir wĂ€hrend der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint-aktion@tagesspiegel.de.
FĂŒr den gerade ausbrechenden zweiten Hochsommer in Berlin empfiehlt sich ein Ausflug in den schattigen Wald. âPilze dĂŒrften hier aber erst wieder ab Mitte September zu finden seinâ, erzĂ€hlt Pilzgutachter Wolfgang Bivour am Checkpoint-Telefon. Nur noch vereinzelt trotze die Krause Glucke, die wie ein Badeschwamm an KiefernbĂ€umen hĂ€ngt, der aktuellen Trockenheit. Der Vorsitzende der Brandenburger PilzsachverstĂ€ndigen hat wĂ€hrend des feuchten ersten Hochsommers in diesem Jahr schon viele Sommerpfifferlinge und Sommersteinpilze in seiner Pfanne gebraten. Angesichts des Klimawandels beobachtet er eine ausgedehntere Pilzsaison. âDie ersten Mairitterlinge gab es schon Ende MĂ€rz, und inzwischen kann man noch Mitte November fĂŒndig werden.â
Als neue, trockenresistente Pilzart breitet sich gerade rund um Berlin die Falsche Rotkappe aus, die aus Nordamerika stammt und ĂŒber das Baltikum nach Europa kam. Der groĂspurige Kiefernröhrling, der einem Steinpilz nicht unĂ€hnlich sieht, âist auf jeden Fall essbar und soll auch ganz gut schmeckenâ, berichtet Pilzexperte Bivour. Der 74-JĂ€hrige sammelt seit seiner Kindheit Erfahrungen im Wald und geht rund um seinen Wohnort Potsdam und weiter sĂŒdlich in Richtung Beelitz auf regelmĂ€Ăige Pirsch. Geheime Stellen hat er dabei nicht. âSeit der Corona-Zeit grasen die Leute sowieso sĂ€mtliche Ecken in den WĂ€ldern ab.â Gut, dass Pilze immer wieder an neuen Orten hervorsprieĂen. Bivour weiĂ das zu schĂ€tzen: âIm Wald kann man sich immer ĂŒberraschen lassen.â Darauf einen frischen Pilz!
Wie böse wird die Ăberraschung fĂŒr die Republik bei den Wahlen am Sonntag in ThĂŒringen in Sachsen? Die HĂ€lfte der WĂ€hlerinnen und WĂ€hler scheint hier jedenfalls drauf und dran zu sein, die in Teilen rechtsextreme AfD oder das neue populistische BĂŒndnis Sahra Wagenknecht zu wĂ€hlen, wĂ€hrend die Parteien der desaströs in Berlin vor sich hin streitenden Ampel-Regierung und die kollabierende Linke teilweise um den Wiedereinzug in die Landtage bangen mĂŒssen.
Passend zur wieder mit neuer IntensitĂ€t aufflackernden Debatte ĂŒber die Demokratie in Ostdeutschland, feierte am Montagabend in Berlin ein bemerkenswerter Film Premiere. Die Doku âDie Unbeugsamen, Teil 2â portrĂ€tiert die Lebenswege mutiger ostdeutscher Frauen in die Freiheit. Die Juristin Elke BĂŒdenbender, Frau von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier und selbst katholisch geprĂ€gt im Westen aufgewachsen, sagte bei der Premierenfeier in Prenzlauer Berg: âIn den Osten blickten wir Frauen, die nach Gleichberechtigung strebten, immer auch mit Neid.â
Im Film erzĂ€hlt werden etwa die eindrĂŒcklichen Lebensgeschichten der KĂŒnstlerin Gabriele Stötzer, die wegen oppositioneller Aktionen im berĂŒchtigten DDR-FrauengefĂ€ngnis Hoheneck einsaĂ, und der Schriftstellerin Katja Lange-MĂŒller, die als Kind aus einem StaatsfĂŒhrungs-Haushalt vor dem Mauerfall nach West-Berlin floh. Was denken diese Frauen ĂŒber den Zustand der ostdeutschen Demokratie und wie kann sich das vereinte Land noch versöhnen? Das haben meine Kollegin Christiane Peitz und ich die beiden beim Tagesspiegel-GesprĂ€ch gefragt. Katja Lange-MĂŒller schlĂ€gt vor: âMan sollte sich im Westen mal die Jacke des Ostens anziehen: Wie hĂ€tte ich in einer Diktatur ĂŒberlebt, hĂ€tte ich Widerstand geleistet? Und wie hĂ€tte ich mich gefĂŒhlt, wenn alle um mich herum arbeitslos werden und meine Kinder wegziehen?â Gabriele Stötzer appelliert dagegen vor allem an die Ostdeutschen: âIch finde es wichtig, endlich nach vorne zu sehen. Die Leute sollen sagen, was sie wollen, und nicht nur klagen ĂŒber das, was sie nicht wollen.â
Das Interview, in dem es auch darum geht, ob die emanzipierte Ost-Frau nur ein Mythos ist und wie sich der Feminismus im gesamten Land gewandelt hat, lesen Sie am Donnerstag in unserem Newsletter âIm Ostenâ, der auch ĂŒber die Wahlen hinaus wöchentlich erscheint â zum kostenlosen Abo geht es hier. Am Abend des Wahl-Sonntags verschicken wir auĂerdem einen Sonder-Newsletter mit ersten Ergebnissen und Analysen. Denn das Ringen um die Demokratie in Ostdeutschland ist jede MĂŒhe wert â und fĂ€ngt tĂ€glich von Neuem an.
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Drei Tage nach dem islamistischen Terrorattentat auf einem Stadtfest in Solingen hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) eigene Worte der Trauer gefunden und eine VerschĂ€rfung von Waffengesetzen angekĂŒndigt. Zudem versprach er eine bessere Abschiebung bereits abgelehnter Asylbewerber â hierzu gelte es zunĂ€chst allerdings âeine Taskforce zu etablieren, die das genau studiertâ. Solingens OberbĂŒrgermeister Tim Kurzbach (SPD) hat die Dringlichkeit einer deutlichen politischen Reaktion offenbar besser erkannt: âEs geht nicht nur um Solingen â es geht um unser Land.â
Allein in Berlin sind derzeit mehr als 16.200 Menschen ausreisepflichtig, davon haben etwa 2400 keine Duldung mehr. Doch das Land schafft es nicht, sie auĂer Landes zu bringen. âNur etwa jede vierte Abschiebung in Berlin ist erfolgreichâ, stellt Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, ernĂŒchtert fest. Das liegt, wie im Fall des AttentĂ€ters von Solingen oft daran, dass die abgelehnten Asylbewerber vor den AbschiebeflĂŒgen untertauchen können â etwa, weil sie von Aktivistinnen und Aktivisten, die vorher die FlugplĂ€ne durchkĂ€mmen, aktiv gewarnt werden. Die Polizei ist machtlos. Weil der Staat es so laufen lĂ€sst.
Angesichts der emotionalen Debatte um islamistische Gewalt könnte die Verrohung im öffentlichen Diskursraum und auf den StraĂen eher noch zunehmen. Die Berliner Polizei belastet derzeit insbesondere der zunehmende Hass auf den Berliner Pro-PalĂ€stina-Demos. Ein Verbot der regelmĂ€Ăigen AufmĂ€rsche, bei denen es immer hĂ€ufiger zu antisemitischen Parolen und GewaltausbrĂŒchen gegen friedliche Gegendemonstrationen kommt (Checkpoint vom 21. August), steht dabei aber nicht zur Debatte. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) wollte sich zu der Frage nicht Ă€uĂern. Und Polizeisprecherin Anja Dierschke erinnerte auf Checkpoint-Anfrage an das hohe Gut der Versammlungsfreiheit. âEin Verbot fĂŒr Versammlungen kommt ĂŒberhaupt nur dann in Betracht, wenn eine Gefahr fĂŒr die öffentliche Sicherheit mit niedrigschwelligen MaĂnahmen nicht abgewehrt werden kann.â Eine solche Lage scheint aus Sicht der Behörden noch nicht eingetreten zu sein. Die auf den Demos oftmals angefeindete Demokratie-Aktivistin Karoline Preisler dagegen registriert regelmĂ€Ăige VerstöĂe gegen die Auflagen und alarmierende strafbare Handlungen. Sie sagt: âUnsere innere Sicherheit ist in akuter Gefahr.â
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Ein Hauch von französischer Eleganz und wildem Jazz weht durch das Spiegelzelt, wenn diese besondere KĂŒnstlerin mit der âMarkenzeichen-Stimme, die unmittelbar berĂŒhrtâ (Nachtkritik) auf der BĂŒhne zu erleben ist. FĂŒr 6 NĂCHTE kommt âBerlins Chanson Köâniginâ (BZ) Katharine Mehrling zurĂŒck in die intime AtmosphĂ€re der BAR JEDER VERNUNFT:
10. - 15. September
Von VorfĂ€llen, die ebenfalls unsere Besorgnis erregen sollten, berichten gleich zwei Berliner Wirtsleute. So beklagt der Inhaber des mexikanischen Restaurants âPancho Villa-Cantinaâ in der Reichenberger StraĂe in Kreuzberg, er sei vor einigen Tagen nach Dienstschluss von einem offensichtlichen Nazi rassistisch beschimpft worden. âEr schrie vorher schon die Leute auf der StraĂe und unsere Kunden anâ, beschreibt Eduardo Calvario den Vorfall am Checkpoint-Telefon. So etwas geschehe zwar öfter in der Drogengegend rund um den Görlitzer Park, doch diesmal habe er mehr Sorge gehabt als sonst.
âNach unserem Feierabend machte der Mann vor einem anderen Lokal an der StraĂe weiter, spĂ€ter beschimpfte er uns an einer Bar um die Ecke und wollte handgreiflich werden, weil er uns spanisch sprechen hörteâ, erzĂ€hlt der Wirt. Auf dem Tisch habe der Fremde nach dem Angriff noch ein historisches eisernes Kreuz mit einem eingravierten Hakenkreuz hinterlassen. âWahrscheinlich war es ein drogenabhĂ€ngiger Naziâ, vermutet Calvario, der inzwischen die Polizei eingeschaltet und auch die mexikanische Botschaft informiert hat.
Ebenfalls Ărger mit Rassisten hat das bekannte Restaurant âSetâsâ an der SchlĂŒterstraĂe/ Ecke KurfĂŒrstendamm. Das feine Charlottenburger Lokal wurde in den Online-Rezensionen von einer Frau wegen seiner angeblichen âarabischen Kellnerâ angegangen. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Bernhard Moser erteilte der Kundin daraufhin in einem Online-Kommentar öffentlich Hausverbot. âWir wollen diese Menschen nicht bei uns habenâ, sagte Moser dem Checkpoint und betont das Credo seines Betriebs: âBerlin ist bunt, Berlin ist Multi-Kulti und unser CafĂ© steht fĂŒr diese Stadt und ihre Werte.â
Wir bleiben gleich an Herd und Tresen und beschĂ€ftigen uns mit dem lieben Kleingeld, das manchmal mehr ist als eine Kleinigkeit. âStimmt soâ, heiĂt es bisher noch oft, wenn nach dem Essen und Trinken ein Trinkgeld gegeben wird. Mit den zunehmenden Kartenzahlungen lĂ€sst sich der Bonus fĂŒr die freundliche Bedienung nun leichter zahlen; oft werden einem dafĂŒr Auswahlmöglichkeiten zwischen 5 und 20 Prozent angezeigt. Mitunter gibt es allerdings keine klare Option mehr, gar kein Trinkgeld zu geben. Nutzerinnen und Nutzer des Online-Netzwerks Reddit beschweren sich ĂŒber diese ânervige Praxisâ etwa im BRLO-Bergarten im Gleisdreieckpark, wo man die GetrĂ€nke ja auch selbst abhole: âEs gibt hier gar keinen tatsĂ€chlichen Service oder Tischserviceâ, schreibt ein User. Ein anderer mutmaĂt: âEs wĂŒrde mich nicht wundern, wenn all die erzwungenen Trinkgelder an verschiedenen Orten in den Taschen der Besitzer landen wĂŒrden.â
Was die Branche ĂŒber die neue Praxis denkt und wo Gastwirte selbst Verbesserungsbedarf sehen, lesen Sie in der Checkpoint-Vollversion â und zwar hier.
Und was denken Sie darĂŒber, liebe Leserinnen und Leser? Ist gastronomischer Service Ihnen immer ein Trinkgeld wert? Schreiben Sie uns gern an checkpoint@tagesspiegel.de. Es kostet Sie auch nichts.
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Kleine Erfrischung gefĂ€llig? Drei Viertel unserer Leserinnen und Leser gehen unserer letzten Umfrage zufolge im Sommer lieber im See als im Freibad baden. Zu ihnen gehört auch Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD), die fĂŒr unsere Ferientipp-Liste einen Badeausflug zur Krummen Lanke empfiehlt, wohin es sie schon seit Kindheitstagen ziehe. âNicht weit weg vom Berliner GetĂŒmmel und doch fern genug, um den hektischen Alltag der GroĂstadt hinter sich zu lassenâ, schwĂ€rmt Czyborra. âMitten im Grunewald kann man durchatmen und sich an heiĂen Sommertagen abkĂŒhlen.â
Passend dazu gibt es ein erfrischendes Lied fĂŒr unsere Checkpoint-Playlist, diesmal von der Dresdner Band 01099. âIch hoffe, der Sommer hat noch Zeitâ, heiĂt es in ihrem neuen Song âHaare trocknenâ â das entspannte Gartenparty-Video dazu gibtâs hier.
SchĂ€tzen Sie unsere Arbeit wert und wollen uns mit einem Abo unterstĂŒtzen? Dann holen Sie sich gerne die Checkpoint-Vollversion sowie alle Bezirks-Newsletter und sĂ€mtliche Tagesspiegel-plus-Artikel, und zwar hier. Dankeschön!
Im heutigen Newsletter wĂŒrden Sie dann noch dazubekommen:
- Tiere streicheln Menschen: Nach der Vogel-QuĂ€lerei von Kaulsdorf ist in Mitte das nĂ€chste illegale Zuchtquartier fĂŒr Tiere ausgehoben worden. Der Zustand der 18 Siamkatzen ist kritisch.
- Pommes mit Diesel: Berliner Busse sollen bald mit Frittenfett fahren. Das könnte nicht nur ökologisch eine Sensation auslösen, ahnt Zeichnerin Naomi Fearn in ihrem Comic.
- Swing mit Schwung: Josephine Baker war eine der MĂŒtter des Jazz. Das Wintergarten-VarietĂ© widmet ihr nun die Show âJosephineâ. Wir verlosen Tickets fĂŒr Dienstag kommender Woche.
- Mein Checkpoint-Lesetipp fĂŒr Sie dreht sich heute um die Liebe im Krieg. Aus Sehnsucht wagen sich ukrainische Frauen direkt an die Front â um ihre MĂ€nner wenigstens fĂŒr einen Kuss zu treffen. Dabei begeben sie sich in Lebensgefahr. Unsere Reporterin Valeriia Semeniuk hat sie begleitet, ihre bewegende Geschichte lesen Sie hier.
Telegramm
Er prĂ€sentierte sich mit Waffen im Internet, rief zur âSchlachtâ und nahm zuletzt an einer rechtsextremen Demonstration in Leipzig teil. Im Berufsleben war das mutmaĂliche Mitglied des Neonazi-Netzwerks âDeutscher Störtruppâ bei den Berliner Verkehrsbetrieben fĂŒr die Sicherheit auf U-Bahnhöfen und in Bahnen zustĂ€ndig. Nach Bekanntwerden der Recherchen meines Kollegen Julius Geiler stellte ihn die von der BVG beauftragte Subfirma von diesen Aufgaben frei und sicherte eine âlĂŒckenlose und rechtliche AufklĂ€rung der Situationâ zu. Besser ist das â und sicherer fĂŒr alle.
Eine Suchmeldung bewegt Berlin: Nach einer Wanderung in den italienischen Voralpen wird der CharitĂ©-Professor Marcus Maurer seit fast einem Monat vermisst, wie die italienische Zeitung âLa Stampaâ berichtet. Trotz groĂ angelegter Suche am Lago Maggiore fehlt bisher jede Spur von dem 58-JĂ€hrigen. Die Familie bittet nun um Mithilfe und hat bei Facebook eine Belohnung fĂŒr Hinweise ausgesetzt.
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Mit Sachsen, ThĂŒringen, Brandenburg stehen drei ostdeutsche âBundeslĂ€nder vor entscheidenden Landtagswahlen. Zentrale Frage: Wird die AfD ihre eh schon starke âPrĂ€senz in den Parlamenten ausbauen? Erhalten Sie alle Informationen und Analysen mit dem Tagesspiegel 6 Wochen fĂŒr 1âŹ. Das Angebot gilt fĂŒr alle âProdukte - wĂ€hlen Sie das Beste fĂŒr sich aus!
Nicht nur die Bahn kommt zu spĂ€t, sondern auch ihr nĂ€chster Halt. Der Bau des geplanten ICE-Werkstattstopps am Bahnhof Schönholz, an dem seit DDR-Zeiten Abstellgleise vor sich hinwittern, wird erst 2026 beginnen. Erst ein Jahr spĂ€ter können dann im Berliner Nordosten FernzĂŒge nach ihrer Fahrt bis zum Bahnhof Gesundbrunnen durchgecheckt und gereinigt werden. Wenn sie bis dahin hier ankommen sollten.
Da wir gerade auf abseitigen Gleisen sind: NatĂŒrlich gab es zwischen Ost- und West-Berlin kein Passagierabkommen, wie gestern hier behauptet, sondern ein Passierscheinabkommen. Danke an alle geschichtsbewussten Leserinnen und Leser, die uns darauf hingewiesen haben!
Guck an, eine Personalie: Moderatorin Eva-Maria Lemke verkĂŒndete gestern Abend in der âAbendschauâ ihren Ausstand vom RBB (Abschiedsvideo hier). Aber man sieht sich ja immer zwei Mal im Leben, kĂŒnftig wieder im Zweiten.
Wir schalten um zu ein paar guten Nachrichten:
Falls Sie Geheimnisse behalten und im richtigen Moment ausplaudern können: Berlin hat einen Job fĂŒr Sie! Der Verfassungsschutz der Stadt sucht Mitarbeitende âin der nachrichtendienstlichen Beschaffungâ. Diese sollen sowohl Rechts- als auch Linksextremisten ausspionieren und dingfest machen. Voraussetzung dafĂŒr ist laut Ausschreibung die âoperative Nutzung des Internetsâ. Berlin nimmt langsam Verbindung zur Welt auf.
Sie werden âGrĂŒne Damenâ genannt und schenken nicht nur wegen ihrer farbigen Kittel Hoffnung. In Berliner KrankenhĂ€usern besuchen Ehrenamtliche einsame Patientinnen und Patienten, um bei kleinen Erledigungen zu helfen oder einfach nur einmal zu reden. Claudine Hornung, die den Besuchsdienst am Virchow-Klinikum leitet, sagt: âEs geht um Mut und WĂŒrde der Patienten.â  Um das, was ein Leben lebenswert macht.
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Sie steht wohl an, die gröĂte Wiedervereinigung seit der deutschen Einheit. Die lange verfeindeten BrĂŒder Liam und Noel Gallagher haben sich offenbar versöhnt und könnten nun ein Comeback ihrer legendĂ€ren Britpop-Band âOasisâ verkĂŒnden. Heute frĂŒh soll es soweit sein, wenn man einem Musikvideo auf ihren beiden Social-Media-Profilen und den Hoffnungen vieler Fans glauben darf. Prognose: Definitly Maybe.
Zitat
âStadthonig ist besser als der vom Land.â
Imker Torsten Hernandez Trigo siedelt 150.000 Bienen aus dem brandenburgischen Wittenberge in den Berliner Grunewald um â hier gebe es weniger Pestizide und Monokulturen, dafĂŒr eine vielfĂ€ltige Stadtnatur.
Kiekste
âMer losse dr Dom en Mitteâ oder so. Danke jedenfalls an Leserin Brigitte Nill! Weitere Bilder aus Berlin gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag â âMeiner liebsten Gaby zum 64. Geburtstag alles Gute, Dein Frankâ / âMeiner lieben Hannelore wĂŒnsche ich alles erdenklich Gute zum heutigen Geburtstag, Du wirst 75 Jahre alt, machst aber einen erheblich jĂŒngeren Eindruck. Dein Meckyâ / Geert Keil (61), Philosoph, 2010 Inhaber des Lehrstuhls fĂŒr philosophische Anthropologie an der Humboldt-UniversitĂ€t in Berlin / âLiebe Ingrid und Reinhard herzlichen GlĂŒckwunsch zum 60. Hochzeits-âGeburtstagâ und weiterhin viele glĂŒckliche Jahre von Andrea und Michaelâ / âLydia Stratemeyer: Guten Morgen, meine SĂŒĂe, zum Geburtstag wĂŒnsche ich Dir alles Liebe und die ErfĂŒllung Deiner TrĂ€ume. Lass Dich feiern, Dein Kalleâ / Sarah Wiener (62), Fernsehköchin und Gastronomin, betrieb in Berlin mehrere Restaurants. Bei der Wahl zum EuropĂ€ischen Parlament 2019 kandidierte sie als Parteilose fĂŒr die österreichischen GrĂŒnen und wurde zur Abgeordneten gewĂ€hlt
NachtrĂ€glich â âLieber Matthias, alles Gute zum 43. Geburtstag wĂŒnscht Dir Alex. Dein neues Lebensjahr soll voll mit sportlichen Erfolgen, tollen Konzerten, gutem Whisky und ganz wichtig viel Lachen, Liebe sowie Sonnenschein seinâ
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben â Prof. Dr. Manfred âJakeâ Bierwisch, * 28. Juli 1930, verstorben am 31. Juli 2024 / Horst GĂŒnter Degner, * 13. Januar 1923, verstorben am 17. August 2024 / Alfons âAlfâ Kentler, * 13. April 1961, verstorben am 9. Juli 2024
Stolperstein â Karoline Mathias (geb. Asch) wurde am 2. November 1854 in Posen, dem heutigen PoznaĆ, geboren. Am 25. Mai 1880 heiratete sie den Kaufmann Julius Mathias. Zwischen 1882 und 1892 kamen die sechs gemeinsamen Kinder zur Welt. Nachdem sich Karoline Mathiasâ Ehemann im Jahre 1901 das Leben genommen hatte, zog die Witwe mit ihren Kindern nach Berlin. Am 17. August 1942 wurde sie mit dem â1. groĂen Alterstransportâ nach Theresienstadt deportiert. Zehn Tage spĂ€ter, am 27. August 1942, wurde sie im Ghetto Theresienstadt ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der BrunnenstraĂe 41 in Mitte an Karoline Mathias.Â
Wer in Berlin ĂŒber die Gedenktafeln stolpert und mehr wissen will: Mit einem Klick gelangt man ĂŒber die App âStolpersteine â Die Schicksaleâ zu den Biografien der Verfolgten.
Encore
Wenn die Sonne besonders erbarmungslos brennt, findet man in diesen Berliner (Sommer-)Löchern AbkĂŒhlung: Die U-Bahnhöfe Museumsinsel und Brandenburger Tor sind laut BVG die tiefsten (und kĂ€ltesten) Stationen der Stadt. In jeweils rund 17 Metern Tiefe trennen dicke BetonwĂ€nde und mehrere Rolltreppen die Besucherinnen und Besucher von der Hitze.
Langweilen muss man sich dort nicht: Wer ausreichend Touristinnen und Touristen beobachtet hat, kann sich im Bahnhof Brandenburger Tor eine Bildausstellung ĂŒber die Teilung Berlins anschauen. Danach gehts zwei Stationen weiter zum Bahnhof Museumsinsel. Der punktet mit dem wohl schönsten Sternenhimmel Berlins, gestaltet nach Schinkels BĂŒhnenbild fĂŒr die Oper âDie Zauberflöteâ.
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Ich wĂŒnsche Ihnen heute einen zauberhaften Sommertag! Mit mir in der Sonne unterwegs waren Isabella Klose (Recherche), Tobias Langley-Hunt (Stadtleben) und die unermĂŒdliche Lea-Marie Henn (Produktion). Morgen begrĂŒĂt Sie hier Anke Myrrhe. Ich grĂŒĂe Sie!
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JETZT GRATISMONAT STARTENSeit 2014 berichten wir exklusiv aus Berlins Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir stellten Berlins marode Schulen vor, bis die Politik reagierte. Wir standen vor dem BĂŒrgeramt, bis es wieder Termine gab. Wir recherchieren hartnĂ€ckig und grĂŒndlich.
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