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In Berlin fehlen 20.000 Schulplätze – dennoch sind alle Kinder untergebracht: Eltern schildern, wie sich die Raumnot im Schulalltag auswirktJustizsenatorin Lena Kreck lässt Professorinnen-Titel ruhenDas Land Berlin bereitet sich auf mehr Geflüchtete vor

zunächst ein Überblick der wichtigsten Nachrichten aus Berlin:

+++ 20.000 Schulplätze fehlen in Berlin – dennoch sind alle Kinder untergebracht. Was bedeutet das für die Lern- und Arbeitssituation? Das haben Elternvertretungen anlässlich der drohenden Schulbaukürzungen aufgeschrieben. Sie berichten von engen Mensen, fehlenden Toiletten und sagen: „Es geht an die Substanz.“

+++ Justizsenatorin Lena Kreck lässt Professorinnen-Titel ruhen. Zuvor hatten Juristen Zweifel an der Rechtmäßigkeit ihrer Berufsbezeichnung geäußert, doch die Linken-Politikerin wollte auch als Senatorin nebenbei weiter Professorin sein. Nun begründet Kreck den Verzicht damit, dass es derzeit „Wichtigeres“ gebe.

+++ Das Land Berlin bereitet sich auf mehr Geflüchtete vor. „Wir müssen vorbereitet sein auf einen sprunghaften Anstieg der Ankunftszahlen auf 1000 Personen täglich“, sagt Integrationssenatorin Katja Kipping (Linke). Der Senat rechnet mit einem Mehrbedarf von bis zu 5000 Plätzen für Geflüchtete für die kommenden Monate. In Tegel soll eine neue Sammelunterkunft entstehen.

Auf tagesspiegel.de informieren wir Sie über alle Entwicklungen in und rund um Berlin.

Wer zum Wachwerden ein bisschen Live-Checkpoint erleben möchte, eilt in die Bornholmer Gärten. Dort moderiert Robert Ide, ja, eben dieser Robert Ide, um 11 Uhr den Polit-Frühschoppen mit Andreas Geisel (SPD), Bettina Jarasch (Grüne), Pankows Umwelt- und Ordnungsstadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) und Stadtentwicklungssprecherin Katalin Gennburg (Linke).

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Neulich trafen Chantal, die kundige Sau von Nebenan, und meine Wenigkeit auf einen Sprachkünstler. Er sprach nämlich in, sagen wir mal, modernen Reimen und Versen. Mit seinem „Schlitten“ sei er in JWD liegengeblieben, erzählte er, was mich schon skeptisch stimmte. Ein Schlitten, im Sommer? Es handelte sich um ein Automobil, Sie wissen schon, Blech und Lärm und hinten ein Räucherstäbchen. Er schien ganz durcheinander, reimte erst was auf Teslafabrik, dann auf den Mann im Mond, um ganz unvermittelt – man konnte seinem Redefluss kaum folgen – auf Teltower Rübchen, Beelitzer Spargel und Quark mit Kartoffeln zu dichten. Ich muss zugeben, dass ich ihn anfangs nicht verstanden hatte. Zufällig entdeckte Chantal ihn dann im Internetz wieder: Hier, auf Youtube, erzählt er alles nochmal. Als wir das sahen, verstanden wir endlich: Er möchte nach Brandenburg locken. Ob das klappt? Na ja, dass uns das nicht aufging, ist ja klar. Wir sind schließlich schon in Brandenburg. Mit etwas Übung, befand ich, könnte er womöglich dennoch eines Tages beruflich noch was mit Sprache machen – der Wille war ja erkennbar. Wir halfen jedenfalls, wo wir konnten. Also mit guten Tipps. Zu Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Und Grammatik. Aber kommen doch auch Sie nach Brandenburg, zum Beispiel zum Naturparkfest in Eberswalde. Das empfehle ich. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen.“

Lese­empfehlungen

„Ein Werk, das einfach nur dasteht, in der Wandelhalle der Berliner Gemäldegalerie“ – und das sich so manchem Passanten gar nicht ins Auge werfe. Zum Glück bespricht Nicola Kuhn (T+) den berühmten und für lange Diskussionen unter Kunsthistorikern berüchtigten Amor Attis, sowie die gesamte Donatello-Ausstellung mit feiner Feder.

In der Dresdener Straße am Kotti (Bezirkszentrale der Grünen) ist man ihm ständig begegnet: Hans-Christian Ströbele hatte irgendwie mit allem und allen zu tun, die Nachrkriegsdeutschland prägten – und er selbst gehörte auch zu ihnen. Teile seines bewegten Lebens erzählt Bernd Matthies (T+) im Nachruf.

Noch ein Politiker, der Berlin nachhaltig geprägt hat: Mikhail Gorbatschow. Sein Leben erzählt Frank Herold (T+) nach.

Wochen­rätsel

Gewonnen! 2016 freute sich Franziska Giffey über die neue Ordnungsamts-App, mit der Bürger:innen der Behörde unkompliziert illegal abgeladenen Müll melden konnten. Nach einigen Startschwierigkeiten scheint die App mittlerweile ausgereift, beantwortet sie doch manche Meldung mit der Bitte, in Zukunft …

a) …noch mehr Müll zu melden.
b) …weniger Müll zu melden.
c) …gar keinen Müll mehr zu melden.

Tipp: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, ist im Vorteil.

Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.

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Encore

Berliner Hausnummern (XII): Noch’n Zujezojener?! Täglich ziehen durchschnittlich 456 Menschen nach Berlin. Rund 412 Menschen verlassen die Hauptstadt wiederum jeden Tag – macht netto: +44 Berliner:innen (Q: Landesamt für Statistik).

Heute früh hat Ihnen Cristina Marina (Produktion) die Wochenend-Ausgabe auf den Bildschirm gezaubert, am Montag lesen Sie an dieser Stelle von Lorenz Maroldt. Haben Sie ein schönes Wochenende!

Ihr Thomas Wochnik