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„Der CDU geschadet“: Ex-Senator Braun gegen die eigene Partei Vorbild Kopenhagen: Belohnung fürs Müllsammeln „Postfach explodiert“: Und auf einmal wollen alle zum Curling

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zum Ende der Eiszeit (am Wochenende geht es auf bis zu 10 Grad hoch) widmen wir uns heute mal den Müllbergen, die nicht nur unter den Schneehügeln auftauchen werden. An der Sauberkeit der Stadt sind schon so einige Regierungen gescheitert, es ist ein ewiger Kampf: Denn wo Müll liegt, kommt schnell neuer hinzu (Stichwort: Broken-Windows-Theorie). Berlin schielt deswegen nach Kopenhagen, wo mit der Kampagne „CopenPay“ Einheimische und Besucher zum Müllsammeln per Rad und zur Pflege öffentlicher Grünflächen motiviert werden. Als Dankeschön gibt's Belohnungen, die von Unternehmen der lokalen Tourismuswirtschaft gestiftet werden – zum Beispiel Eintrittskarten oder Gratis-Kaffee. Hoffentlich nicht im To-go-Becher.

Was Berlins Tourismuswirtschaft noch so plant, bevor sie einen neuen Chef bekommt (CP von Montag), steht hier.

Indem eingetriebene Müll-Bußgelder nun direkt in die Bezirke gehen, wollte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) „echte Anreize“ schaffen, „die Verfolgung zu verstärken“ (CP von gestern). Doch was sagen die Bezirke dazu? Da geht es ähnlich bunt zu wie im Müllcontainer.

Spandau und Pankow freuen sich über die Neuregelung, Marzahn-Hellersdorf will möglichen Personalaufwuchs prüfen. Friedrichshain-Kreuzberg hingegen hat wenig Hoffnung für den Ordnungsdienst: „Sowohl die Besetzung existierender Stellen als auch erst recht die Einrichtung neuer Stellen ist mittelfristig unwahrscheinlich.“ Auch Lichtenberg ist skeptisch: „Selbst mit den nun höheren Bußgeldern wird sich mutmaßlich kein nennenswerter Stellenaufwuchs finanzieren lassen.“

Steglitz-Zehlendorf will sich nicht zu früh freuen.