ohne den frostigen Neuschnee könnte man meinen, Berlin stecke mitten im sommerlichen Wahlkampf-Endspurt: Sieben Monate vor der Abstimmung wird munter plakatiert, obwohl das eigentlich erst sieben Wochen vorher erlaubt ist. Was Steffen Krach (SPD) im November auf Litfaßsäulen begann und Elif Eralp (Linke) im Dezember auf Wall-Flächen fortführte (Checkpoints vom 11.11. und 10.12.), machen nun auch die Grünen (und erneut die Linke) auf Stromkästen: Bettina Jarasch und Werner Graf versprechen, die Stadt wieder grüner zu machen. Und die Linke fordert: „Wählen Sie. Und mit allen Stimmen: Berliner Linke.“
Alles rechtens, schreibt Landeswahlleiter Stephan Bröchler auf Checkpoint-Anfrage. Parteiwerbung sei auf kommerziellen Werbeflächen zeitlich unbegrenzt grundsätzlich erlaubt. Genehmigungen seien nur bei der „Inanspruchnahme einer straßenrechtlichen Sondernutzung“ nötig, also etwa an Laternen oder auf öffentlichen Flächen. Genau dort hängen teilweise allerdings Plakate der AfD (beispielsweise in Reinickendorf) mit dem Hinweis „Berlin autofrei? Nicht mit uns!“. Möglich macht das eine Ausnahme: Werbung im Zusammenhang mit Volks- oder Bürgerbegehren sei während der Eintragungsfrist erlaubt, schreibt Bröchler. Und die laufe für „Berlin autofrei“ bis zum 8. Mai. Dass die Plakate hauptsächlich die AfD-Kandidaten zeigen, ist vermutlich kein Zufall.
Apropos: Der bevorstehende Wahlkampf wirft eine schwierige Frage neu auf. Lädt man AfD-Leute zu Podiumsdiskussionen in Schulen ein? Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Elternvertretungen und Verbänden sagt: Nein. In einem offenen Brief wird der Senat aufgefordert, Vertretern der rechtsextremen Partei an Schulen keine Bühne zu geben. Tenor der Argumentation: Wo Diskriminierung und Demokratieverachtung propagiert werden, endet die Debatte. Verfassungsfeindlichkeit gehöre als Stoff in den Unterricht, aber nicht live auf die Bühne.
Der offene Brief fällt zusammen mit einem Appell von Medienschaffenden und Wissenschaftlern, rechtsextreme Positionen nicht weiter zu normalisieren. Anlass dafür war der Auftritt von Tino Chrupalla, der sich bei Caren Miosga zum Thema „Ist Trump ein Vorbild für Deutschland?“ auslassen durfte – eine Frage, die durch einen Blick ins Grundgesetz eventuell kompetenter zu beantworten wäre. Was meinen Sie?

Die FDP rüttelt am Sargdeckel, dass die Eiszapfen wackeln. Am Freitag will sie Karoline Preisler und Tobias Bauschke als Kandidaten für die Berlin-Wahl vorstellen. Die eine – Juristin und Autorin – ist spätestens seit ihrem teils unter Lebensgefahr veranstalteten Protest gegen Antisemitismus bekannt. Der andere saß bereits 2021 bis 2023 im Abgeordnetenhaus. „Tobias Bauschke wird auf dem als sicher geltenden Listenplatz 5 antreten und Karoline Preisler auf dem sicheren Platz 8 auf der Landesliste der FDP Berlin bewerben“, heißt es in der Einladung. Sicher, dass die FDP keine Spaßpartei ist? Es kommentiert Checkpoint-Gastautor Benjamin Franklin: „Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern.“
Berlinkenner erinnern sich: Kurz vor den Weihnachtsferien gab es für die Chefetage der Feuerwehr eine Verdienstbescherung per Haushaltsgesetz (Checkpoint vom 19.12.). Heute sind die höheren Besoldungsstufen Thema im Hauptausschuss des AGH. Landesbranddirektor Karsten Homrighausen steht besonders im Fokus: Künftig soll er 11.216,95 statt 10.632,44 Euro im Monat verdienen. Bei der Innenverwaltung warb er schon 2025 dafür, blitzte aber ab. Bei der CDU-Fraktion hatte er offenbar mehr Erfolg.
Jetzt allerdings bremst die Innenverwaltung: Zum Gesetz gibt es einen Änderungsantrag der Koalition. Homrighausens Gehaltserhöhung soll nur noch „vorbehaltlich des Vorliegens der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen“ kommen. Weil das Personalbudget der Feuerwehr sowieso mit sieben Millionen im Minus ist und es gerade eine Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst gab, fehle das Geld.
„Während die CDU unermüdlich zum Sparen mahnt, verteilt sie Geschenke an den Feuerwehrchef“, kommentiert Grünen-Innenpolitiker Vasili Franco. „Dass das Landesbeamtengesetz für einen Akt der Selbstbereicherung extra geändert wird, ist ein Vorgang von besonderer Dreistigkeit.“
Zum Sport: Vor zwei Monaten hat das Bündnis „NOlympia“ bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport eine amtliche Kostenschätzung für das Volksbegehren „Für Berlin – gegen Olympia“ beantragt. Die Antwort liegt nun vor – und das Bündnis ist maximal empört. Die Kostenschätzung gleiche eher „einer Büttenrede zum politischen Aschermittwoch“ als einer seriösen Analyse.
Schauen wir mal rein: Die Verwaltung schätzt, dass die Rücknahme der Bewerbung Verwaltungskosten von „bis zu einer Million Euro“ verursachen würde. Der Hauptstadt würden zudem Investitionen im einstelligen Milliardenbereich und langfristige wirtschaftliche Effekte entgehen. Außerdem sei ein „erheblicher internationaler Imageverlust“ zu erwarten. Gleichzeitig heißt es, eine „belastbare, berlinbezogene Gesamtkalkulation“ für Olympische und Paralympische Spiele sei derzeit nicht möglich, da Wettbewerbsorte, Sicherheitskonzept und Zuständigkeiten noch ungeklärt seien.
„Der Senat versucht, den Berlinerinnen und Berlinern weiszumachen, dass es teurer sei, die Spiele nicht auszurichten, als sie durchzuführen“, schreibt „NOlympia“-Sprecherin Gabriele Hiller. Das Bündnis jedenfalls will das Volksbegehren „mit aller Kraft“ vorantreiben.
„Mit aller Kraft“ geht’s auch woanders weiter: Nachdem die Verkehrsverwaltung gerade das Fünfjährige des Mobilitätsgesetzes gefeiert hat („Pragmatisch weiterentwickeln, was den Alltag bremst“), wollte Oda Hassepaß (Grüne) wissen, wie es um das ebenda verankerte „Schulische Mobilitätsmanagement“ steht. Das sieht neben Verkehrserziehung auch die Schaffung sicherer Verhältnisse um die Schulen vor – wobei ein Konzept binnen zwei Jahren erarbeitet werden sollte.
Und? „Zwischen November 2022 und Mai 2024 wurden an insgesamt vier Schulen Pilotprojekte zur Erstellung von Schulmobilitätsplänen durchgeführt“, teilt die Verkehrsverwaltung mit. Die gute Nachricht: Die vier Projekte seien „abschließend umgesetzt und evaluiert“ worden. Die schlechte: 793 allgemeinbildende Schulen sind noch übrig. Weitere Pilotprojekte seien nicht vorgesehen, wohl aber ein Senatsbeschluss für ein Konzept in diesem Jahr. „Das Schulische Mobilitätsmanagementkonzept entfaltet nach dem Senatsbeschluss seine Wirkung.“ Kinder, wie die Zeit vergeht.
Themenwechsel: Die meisten Vermissten werden wiedergefunden. Im vergangenen Jahr wurden 12.945 Personen in der Hauptstadt als vermisst gemeldet – und 12.774 Fälle aufgeklärt, schreibt die Polizei auf Checkpoint-Anfrage unter Verweis auf Zahlen des Bundeskriminalamts. Mit Stand 1. Februar gelten 413 Personen als vermisst.
Eine Ausnahme in vielerlei Hinsicht bleibt der Fall Rebecca Reusch. Heute vor sieben Jahren verschwand die 15-Jährige aus der Wohnung ihrer Schwester in Britz. Die Ermittler gehen weiter davon aus, dass sie dort getötet wurde. Tatverdächtig ist ihr Schwager, belastbare Beweise fehlen. Zuletzt durchsuchten Beamte zwei Grundstücke in Brandenburg mit Baggern, Radar und Drohnen. Seitdem gingen 150 neue Hinweise ein. Insgesamt waren es in sieben Jahren rund 3500.
Und noch einige Lese-Tipps aus der Tagesspiegel-Redaktion:
Alles unklar auf dem Tempelhofer Feld: Eine Minigolf-Anlage soll weichen, obwohl Baumaßnahmen für die Erweiterung der Geflüchtetenunterkunft noch nicht mal beantragt sind.
Alles offen an den Hochschulen: Schon länger als ein Jahr wird gesucht, die Stelle ist immer noch unbesetzt – wo bleibt der Antisemitismus-Beauftragte?
Alles beim Alten: Obwohl Sänger Xavier Naidoo behauptete, er habe Abstand von Verschwörungstheorien genommen, besuchte er am Dienstag eine einschlägige Demo vor dem Kanzleramt.
Alles oder nichts beim Villen-Monopoly: Einer historischen Wannsee-Villa aus dem Jahr 1871 droht endgültig der Abriss.
Alles schon gesehen und erlebt: Wofür interessieren sich Berlin-Touristen wirklich? Zwei Stadtführer erzählen von Touren mit Amis und reichen Familien aus arabischen Ländern.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Garantiert stimmungsaufhellend: Die Checkpoint Berlin-Revue. Gestern startete der Ticketverkauf für die nächste Show am 16. April (noch einmal: am 16. April). Nach wenigen Stunden war fast ein Viertel der Plätze im Comedyclub „Punchline“ unter dem Theater am Potsdamer Platz weg. Es wird noch größer, bunter, witziger. Hier gibt’s Tickets.
Am Verwaltungsgericht droht eine schwere Krise: Die SPD-Fraktion blockiert Personalentscheidungen und torpediert eine Gesetzesinitiative zur längeren Lebensarbeitszeit von Richtern. Konkret geht es um die Nachfolge der Präsidentin Erna Xalter sowie um die Wahl eines neuen Vizepräsidenten. In der Richterschaft ist von politischer Einflussnahme statt Bestenauslese die Rede. Wie es zu dieser Eskalation kam, erklärt Alexander Fröhlich.
Planungssicherheit für Privatschulen: Nach langem Streit haben sich CDU und SPD dem Vernehmen nach auf einen Kompromiss bei der Schulgeldtabelle geeinigt. Das Gesetz zur Neuordnung der Finanzierung soll heute im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses verabschiedet werden. Künftig soll das monatliche Schulgeld maximal 290 Euro betragen, wenn das jährliche Familieneinkommen zwischen 55.000 und 73.000 Euro liegt.
Bußgelder für illegal entsorgten Müll sollen künftig direkt an die Bezirke fließen. Das hat der Senat beschlossen. Der Regierende Kai Wegner (CDU) ist sicher, dass das die Bezirke zu mehr Kontrollen motiviert: „Sonst würden sie das Geld auf der Straße liegen lassen.“ Da liegt ja schon genug herum.
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Seit Jahren wird es gefordert, nun könnte die Rechtsgrundlage noch vor der Wahl im September kommen: Der Senat plant ein landeseigenes Mieten- und Wohnungskataster. Erfasst werden könnten so Daten zu Wohnungen, Vermietung, Miethöhen und Leerstand. Bislang stochert man da eher im Dunkeln.
Offensichtlich ist dagegen: Wir werden immer mehr. 3.913.644 Berlinerinnen und Berliner waren zum Jahreswechsel hier gemeldet. Laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ein Zuwachs von 16.500 Personen bzw. 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Oder 45 Neuberliner pro Tag – also quasi ein Bus voll Leute.
Und viele ziehen inzwischen in den Osten: Zehn von zwölf Bezirken gewannen Einwohner hinzu. Die meisten Neuanmeldungen gab es in Treptow-Köpenick (5450, entspricht +1,8 Prozent). Leerer wurde es in Reinickendorf (–0,9) und Steglitz-Zehlendorf (–0,2). Vielleicht steigt ja im Südwesten die Geburtenrate nach dem Blackout.
Wir bleiben im Osten: Das SEZ an der Landsberger Allee könnte als Organspender fungieren. Ein Teil der Einrichtung soll ins geplante Kombibad in Hellersdorf ziehen, so die Idee der örtlichen CDU-Fraktion: „Wir möchten, dass im neuen Kombibad ein Stück davon weiterlebt“, sagte Fraktionsvorsitzender Maximilian Schröder.
Am S-Bahnhof Treptower Park warten Fußgänger seit Freigabe der A100-Verlängerung noch länger an roten Ampeln, bevor sie sich durchs blecherne Chaos über die Elsenstraße kämpfen. Die Unterführung ist seit 2024 geschlossen. Auf Anfrage von Kristian Ronneburg (Linke) teilte die Verkehrsverwaltung mit, dass der Tunnel kaum von Passanten genutzt worden sei, dafür umso mehr von campierenden Wohnungslosen und von Menschen, die Dreck und Schäden hinterließen. Ob er abgerissen wird, hänge auch davon ab, wie sich die Verkehrssituation nach dem Neubau der Elsenbrücke entwickle.
Der dauert übrigens länger. Die neue Elsenbrücke wird nicht vor März freigegeben. Grund für die dritte Verzögerung ist erneut das Wetter: Drei frostfreie Tage und Nächte in Folge seien nötig, um weiterbauen zu können, sagte eine Sprecherin der Verkehrsverwaltung. Darauf warten wohl nicht nur Brückenbauer.
Eine Kreuzberger Institution steht auf der Kippe: Die Konzertkasse Koka36 hat Insolvenz angemeldet. Mit dem Unternehmen ist auch das SO36 eng verbunden – dem Club fehlen nun rund 40.000 Euro aus bereits verkauften Tickets, heißt es in einer Mitteilung. Das Geld war für eine neue Klimaanlage eingeplant – das SO36 bittet nun um Spenden.
Apropos Musik: Nirgendwo sonst fiedeln, klimpern und trällern so viele Menschen in ihrer Freizeit wie in Berlin. Passend dazu hat der Landesmusikrat 2026 zum Jahr der Amateurmusik ausgerufen – Schirmherr ist Tagesspiegel-Herausgeber und Checkpoint-Erfinder Lorenz Maroldt. Gemeinsam mit Präsidentin Hella Dunger-Löper moderiert er heute um 11 Uhr die Auftaktveranstaltung im Kabaretttheater „Die Stachelschweine“, unter anderem mit Autor Ullrich Fichtner, MdA Andreas Geisel (SPD) und natürlich mit Livemusik. Spontane können sich hier noch anmelden (oder einfach vorbeischauen).
Zitat
„Ich wünsche mir, dass es viele neue Babys nach diesem Jahrgang gibt.“
Berlinale-Chefin Tricia Tuttle rief beim Dinner der Berlinale Talents zur freien Liebe auf. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer scheinen sich dran halten zu wollen, schreibt Robert Ide in seiner Kolumne zu Tag 7 des Filmfestivals.
Stadtleben
Verlosung – Dem einen kommt Corona vor wie ein längst abgehakter Albtraum, andere sind komplett aus der Kurve gesegelt. Die Schauspielerinnen Felicia Binger und Christine Prayon haben mehr Symptome, als sie zählen können – und haben aus ihrem Kampf mit Long Covid Comedy gemacht. Für ihren satirischen Abend „Testzentrum“ im BKA Theater (morgen, 20 Uhr) verlosen wir 2x2 Karten! Bewerbung hier, regulär ab 29 Euro, Mehringdamm 34, U Mehringdamm
Essen & Trinken – Levantinische Küche, aber wie genau? Beim „963“ ist die Sache fix ergoogelt: Das ist die Telefonvorwahl von Syrien. Hier wird Streetfood auf Restaurantniveau gehoben. Der Hummus ist makellos geschmeidig – das Lammfleisch mit Tamarinden-Glasur hebt ihn in höhere Regionen. Spektakulär der „Cherry Kabab“: Fleischklößchen vom Grill auf Kirschsoße, mit Zimt und einem Hauch Brotkrume. Mo-Sa 12-23 Uhr, Marburger Str. 14, U Wittenbergplatz
Noch hingehen – Wir servieren Ihnen in der Rubrik „Kiekste“ ja jeden Tag ein lustiges, rührendes, auf jeden Fall sehenswertes Bild der schönsten Stadt der Welt. Die besten Fotos 2025 versammelt derzeit eine Ausstellung in der Galerie und Rahmenmanufaktur „Der Bilderrahmen.Berlin“. Noch bis 28.2. sind die 36 Aufnahmen vor Ort zu sehen, online hier. Eintritt frei, Di bis Fr 12 bis 18 Uhr, Sa 12 bis 16 Uhr, Wielandstr. 13, S Savignyplatz
Last-Minute-Tickets – Das Theaterkollektiv Gob Squad macht es bevorzugt mit Fremden. In der Nacht. Sie bekommen fast immer, was sie wollen. Einen Kuss für ihre Performance „Super Night Shot“ etwa. Der Auftrag lautete: jemanden zu finden, der den Helden in einer langen Filmszene küsst. Seit über 30 Jahren zieht die Truppe los und verwickelt ahnungslose Passanten in Ad-hoc-Performances. Heute und morgen, 19 Uhr, HAU1, 29/20 Euro, Stresemannstr. 29, U Hallesches Tor
Kiekste
In Friedenau wird der Unmut über die erneute Schneedecke in Berlin deutlich sichtbar. Gesehen und festgehalten von Checkpoint-Leserin Padma Brannolte. Vielen Dank! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Röblingstraße (Tempelhof): Die Straße wird in Richtung Attilastraße zwischen Prellerweg und Marienhöher Weg gesperrt.
Tiergarten: Der Tiergartentunnel wird in den folgenden beiden Nächten, jeweils von 20.30 bis 5 Uhr, in beiden Richtungen zwischen Reichpietschufer und Heidestraße gesperrt.
Demonstration – Für heute sind sechs Demos angemeldet (Stand 18.2., 15.30 Uhr), u.a. „Energiewende vs. Fossile“: 100 Teilnehmende, „Campact e.V.“, Invalidenpark (9.30-12 Uhr)
„Gegen Mieterverdrängung durch sogenannte energetische Sanierungen und Luxus-Sanierungen für unverfälschte Denkmalpflege. Verstoß gegen den Kaufvertrag“: sechs Teilnehmende, Kehrwieder, An der Heide, Am Rosensteg (10-18 Uhr)
„Kein Krieg und keine Kriegshetze gegen Russland! NATO – Hände weg von der Ukraine und anderen Ländern, die in ihrem Fadenkreuz stehen!“: 15 Demonstrierende, „Mütter gegen den Krieg“, Pariser Platz 2 (15-16 Uhr)
Gericht – Der Prozess um einen Messerangriff auf einen spanischen Touristen (31) am Holocaust-Mahnmal geht weiter. Einem inzwischen 20-jährigen Syrer wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen. Aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Überzeugung heraus soll er am 21. Februar 2025 im Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals den Besucher von hinten mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A701).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Marek Janowski (87), Dirigent, von 2002 bis 2017 Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin / „Wenn Berlin von einer heimlichen zur glühenden Liebe wird: Glück & Gesundheit zu Deinem Geburtstag, wunderbare Hildegard Merzbach. Wird Zeit, dass Du hier feierst“ / „Liebe neologisma_autorin, ❤️lichen Glückwunsch zum nächsten Nuller-Geburtstag. Alle deine Leserinnen und Leser – und allen voran auch dein Weihnachtswichtel Zimt – wünschen dir alles Gute, Gesundheit und ganz viele tolle neue Ideen für die tollen Geschichten“ / „Zum Jubeltag alles Liebe, Gute und Schöne, vor allem aber Gesundheit, das wünscht Hartmut seiner – lieben Schwester Renate, – seiner Lieblingsnachbarin Jenny, – seiner geschätzten Hairstylistin Ria. Lasst Euch feiern und verwöhnen. Lieben Gruß und fühlt Euch umarmt!“ / „Einen Gruß an die weltbeste Laufbetreuerin Sabrina, die auch im Winter das Laufen nicht sein lässt“ / „Am 18. 2. wird Peter Treichel 70 Jahre alt. Sozialdemokratischer Berufsrevolutionär mit langer Vergangenheit und nun noch immer Lehrer an der ISS Mahlsdorf. Es gratulieren ehemalige und aktuelle Kolleg*innen.“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Renate Humbert (geb. Froelian), * 17. März 1942, verstorben am 9. Februar 2026 / Michael Jutkowiak, * 26. März 1953, verstorben am 2. Februar 2026 / Prof. Dr. Gerhard Wortmann, * 18. Januar 1943, verstorben am 2. Februar 2026
Stolperstein – Bärbel Utermarck (*1939 in Berlin) wurde mit dem Down-Syndrom geboren. Nach der Geburt einer weiteren Tochter entschieden sich die Eltern – in Absprache mit einem Pfarrer – Bärbel in ein Heim zu geben. Im Dezember 1943 wurde sie in eine Einrichtung nach Züllichau gebracht, wo sie am 18. Februar 1944 starb. Es ist davon auszugehen, dass sie Opfer des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programms wurde. An Bärbel Utermarck erinnert ein Stolperstein in der Breiten Str. 24 in Schmargendorf.
Encore
Weiter geht’s mit unserem Berlinale-Abspann: Täglich stellen wir eine Spielstätte vor und nennen die Filme, die dort während des Filmfestivals laufen. Tickets gibt’s drei Tage im Voraus, wer vorplant, ist klar im Vorteil. Heute: die Akademie der Künste am Hanseatenweg nahe Tiergarten. Seit 1960 ist sie ein Treffpunkt für Kulturinteressierte und bietet während der Berlinale bis zu 500 Plätze (U Hansaplatz / S Bellevue).
Zu sehen sind unter anderem der französische Agentenfilm „Allemagne année 90 neuf zéro“ (20., 21.02), der Klassiker „Lola rennt“ (22.02.) mit Franka Potente und Moritz Bleibtreu, „Who Killed Alex Odeh?“ (18., 20.02.) über den ungeklärten Mord an dem Bürgerrechtsaktivisten Alex Odeh und das Weltwirtschaftskrisen-Drama „The Weight“ (21.02.) mit Ethan Hawke und Russell Crowe.
Licht in dunkle Säle gebracht haben Anne Roggensack (Recherche), Daniel Böldt und Alexander Fröhlich (Hinweise). Antje Scherer führte Regie beim Stadtleben, Jasmine Dellé hat das Gesamtwerk frühmorgens in Ihre Mailbox projiziert. Morgen in den Hauptrollen: Anke Myrrhe und Sönke Matschurek. Bis bald
