Mein Wochenende mit
Der gebürtige Berliner Martin Bittner schreibt seine Habilitationsschrift über Bildungsinstitutionen und forscht zur Globalisierung des Bildungssystems. In seiner Freizeit arbeitet er ehrenamtlich bei Act!Orissa am Aufbau eines Waisenhauses für Mädchen in Indien mit. Und fährt gern Lastenrad.
„Am Samstagmorgen bin ich mit meiner Tochter im Spreewaldbad – ein Vorhaben das genau getaktet sein muss, wenn man die maximale Wellenausbeute aus seinen 90 Minuten holen will, denn die Wellen kommen nur zu bestimmten Zeiten. Anschließend gehen wir beim Nachtigall in der Ohlauer Straße 10 Pommes und Falafel essen, das ist ein fester Bestandteil des Schwimmbadrituals, und fahren weiter in unseren Garten am Plänterwald, wo wir die Himbeersträucher für die kalte Jahreszeit klar machen und ernten, was an überreifem Obst noch da ist. Auf dem Weg besorgen wir ein Geburtstagsgeschenk für meinen Neffen in der Buchhandlung Libelle in der Karl-Kunger-Straße 63 (Alt-Treptow) und nach der damit verbundenen Familienfeier gehört mein Abend einem Text zur postkritischen Pädagogik, der vorschlägt, Kindern weniger Effizienz im Arbeitsleben als Liebe zur Welt zu vermitteln. Sonntagmorgen bin ich mit dem Verein Act!Orissa auf dem Nowkölln Flowmarkt. Damit probieren wir eine neue Form der Spendenakquise aus – wir haben nämlich zahlreiche neue Sachspenden bekommen, die wir hier feilbieten. Wir finanzieren mit dem Verein die Grundversorgung eines Waisenhauses für Mädchen in Indien mit dem Ziel, es bis 2020 von uns unabhängig zu machen. Zum Tagesausklang essen wir wahrscheinlich bei De Noantri in der Görlitzer Straße 63 oder bei Erika & Hilde am Weigandufer 9.“