Die Umverteilung der Lehrkräfte
Ebenfalls lachend neben Iris Spranger saß übrigens Katharina Günther-Wünsch (CDU). Dabei hat die Bildungssenatorin gerade selbst genug Ärger: Mit ihrer Ankündigung, als Notmaßnahme gegen den Lehrermangel 300 Stellen umverteilen zu wollen, hat sie einen Aufschrei der Lehrerverbände provoziert. Die Stellen wurden bisher zum Beispiel für Förderangebote, Wahlpflichtfächer und sogenannte Profilangebote wie spezielle Abikurse genutzt – und sollen jetzt an Brennpunktschulen eingesetzt werden.
Wie das gehen soll, ohne Lehrkräfte zu zwingen, blieb allerdings auch am Donnerstag unklar. Tilmann Kötterheinrich-Wedekind, Vorstand der Interessenvertretung Berliner Schulleiter (IBS), glaubt deswegen, dass es sich dabei um einen Haushaltstrick handelt: „Die Zeit ist viel zu knapp, um noch Lehrkräfte umzusetzen“, sagte er dem Checkpoint am Abend. Rechnerisch werden die Stellen eingespart, faktisch habe die Maßnahme aber keinen steuernden Effekt. Mal sehen, wer da in Mathe noch mitkommt.