Trauerfeier für Obdachlose
Anders als Berlin (CP von gestern) hat es Bertold Höcker, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Stadtmitte, in Köln hinbekommen, dass die Stadt ihrer obdachlosen oder mittellosen Menschen mit einer Trauerfeier gedenkt, wenn sie gestorben sind. In Berlin gibt es nur einen kleinen sogenannten Merkpfahl aus grünem Plastik mit dem Namen des Toten. Und Höcker empfindet das nicht als würdevolle Namenserinnerung. Er sagt: „Berlin muss sich fragen, was die Bürger dem Staat nach dem Tod noch wert sind. Statt sich human zu zeigen, denkt der Senat in Kostenkategorien.“ Jeder Mensch, ob reich oder arm, verdiene eine Trauerfeier. Meine Kollegen Armin Lehmann und Muhamad Abdi haben dazu recherchiert, morgen veröffentlichen wir hier ihr Video dazu und auf „Mehr Berlin“, der Samstagsbeilage des Tagesspiegel, die große Reportage.