Bildungsverwaltung schreibt an Berlins Schulen

Der Umgang mit Pandemie und Lockdown geriet unter Senatorin Scheeres eher zum Nicht-Management. Nun folgt ein Erklärungsversuch der Behörde. Von Ann-Kathrin Hipp.

Bildungsverwaltung schreibt an Berlins Schulen
Foto: Britta Pedersen/dpa

In einem aktuellen Brief an alle Berliner Schulleitungen schreibt die Bildungsverwaltung, dass viele Schulen das Wechselmodell „als große Herausforderung“ sehen und entweder für Präsenzunterricht oder schulisch angeleitetes Lernen zu Hause plädieren. Und: Gleichzeitig forderten Eltern, „über das Recht auf Bildung hinaus Verlässlichkeit bezüglich der Betreuung ihre Kinder.“ Achtung: „In diesem Zusammenhang wird vielfach eine längerfristige Gesamtstrategie gefordert. Auch wir halten das für wünschenswert, bitten jedoch um Verständnis, dass angesichts des sich stetig ändernden Pandemiegeschehens längerfristige Entscheidungen nicht immer verlässlich zu treffen sind.“ (An dieser Stelle empfehle ich Ihnen gerne nochmal den Schulchaos-Text von meinem Kollegen Julius Betschka (T+).) Der Deutsche Lehrerverband fordert derweil, dass bundesweit alle die Möglichkeit bekommen sollen, dass Schuljahr freiwillig zu wiederholen. Ideen von automatischen Versetzungen, einem halben Extra-Schuljahr oder der generelle Verzicht auf Sitzenbleiben und Notenvergaben seien „nur ein Herumdoktern an Symptomen“.