Plagiatsvorwürfe trüben Giffeys Perspektiven
Die Plagiatsaffäre um Bundesfamilienministerin und Vielleicht-Berlin-Bürgermeisterkandidatin Franziska Giffey (SPD) wird umso düsterer, je mehr Licht in die Sache kommt. Lampe 1: Laut „Zeit“ soll die FU-Kommission, die die Prüfung der Vorwürfe zur Aufgabe hatte, ausschließlich mit Personen besetzt gewesen sein, die wissenschaftlich engere Verbindungen zur Doktormutter Tanja Börzel hatten – und obendrein auch von dieser als Vorsitzende des Promotionsausschusses eingesetzt worden waren. Lampe 2: Ein bereits im April versandtes Schreiben von Giffeys Rechtsanwalt an die Freie Universität wendet sich gegen die Herausgabe von Prüfungsunterlagen an Dritte nach dem Informationsfreiheitsgesetz. Es sei „falsch, dass Frau Dr. Giffey in Bezug auf das Promotionsüberprüfungsverfahren eine Person des öffentlichen Lebens ist“. Sie trete hier nicht als Bundesministerin oder bekannte Politikerin auf, sondern als Beteiligte in einem behördlichen Verfahren (mehr dazu lesen Sie als T+AbonnentIn). Der Rest ist – Stand jetzt – Giffeys Schweigen.