Entgegen aller Klischees starten wir den verfluchten Freitag mit 13 guten Meldungen.
1) Heute ist offizieller Welt-Nettigkeitstag.
2) Auf einen Freitag den 13. folgt immer ein Wochenende. Und das wird sonnig und mild.
3) In Bremens Apotheken gibt’s von heute an kostenlose FFP-2-Masken für Menschen ab 65 Jahren. Zehn Stück werden pro Person monatlich herausgegeben.
4) In Brandenburg ist eine 106-Jährige von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen.
5) Trotz der Corona-Krise steigen in diesem Jahr die Steuereinnahmen für Berlin um einen unteren dreistelligen Millionenbereich.
6) Trotz diverser Mängel: Das Humboldt Forum soll am 17. Dezember eröffnen.
7) Im dänisch-niederländisch-deutschen Wattenmeer und auf Helgoland sind 28.352 Seehunde gezählt worden. So viele wie zuletzt 1975.
8) Der Braune Bär ist Schmetterling des Jahres 2021. Ergo: Alles ist möglich.
9) Um den „besonderen Grasbewuchs“ zu pflegen, werden auf dem Tempelhofer Feld über die Wintermonate nicht nur Skuddenschafen, sondern erstmals auch fünf Rinder („Roten Höhenvieh“) und drei Dülemener Pferde weiden.
10) Die Berlinerin Birgit Gritzmacher hat in der Nähe von Oranienburg einen rund 4,2 Kilogramm schweren Riesenpilz (Krause Glucke) gefunden – und zubereitet. „Ganz klassisch“: mit Speck, Zwiebeln, ein bisschen Sahne, Petersilie, Salz und Pfeffer.
11) Die App „Berlin U-Bahn Exit“ zeigt BerlinerInnen künftig den schnellsten Weg vom Wagon zum Ausgang.
12) Den „Best Agern“ in Bruchköbel (Hessen) geht’s gut. Einer aktuellen Umfrage zufolge sind 78 Prozent der 55- bis 80-Jährigen mit ihrer Lebenssituation zufrieden oder sehr zufrieden. Beliebteste Freizeitaktivität: Fernsehen.
13) Der Weihnachtsmann ist da! Mit einem gelben Elektro-Dreirad ist er am Donnerstagvormittag im brandenburgischen Himmelpfort eingefahren. Noch bis Heiligabend wird er Wunschzettel beantworten. 8.000 warten bereits.
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Im Darmkrebszentrum bilden die Koloproktologie sowie die Innere Medizin/Gastroenterologie die beiden Hauptpartner. Gemeinsam mit anderen Disziplinen, Kooperationspartnern, ärztlichen Kollegen, Pflegekräften, Psychoonkologen, Ernährungsmedizinern, Schmerztherapeuten und Selbsthilfegruppen verfolgen wir ein Ziel: Die bestmögliche Therapie und Fürsorge des an Darmkrebs erkrankten Patienten. Kommen Sie auf uns zu.
Und damit weiter zum alltäglichen November-Wahnsinn und der aktuellen Corona-Lage: Kommenden Montag wollen Bund und Länder diskutieren, mit welchen Einschränkungen Deutschland in den Dezember geht. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will keine Zusage geben, dass die Gastronomie wieder öffnen kann. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Personen „in diesem Winter“ für unrealistisch. RKI-Chef Lothar Wieler sagt: „Wir müssen noch ein paar Monate die Pobacken zusammenkneifen.“ Dazu die Donnerstags-Zahlen: Berlin meldet 1.960 neue Fälle. 21.866 sind es deutschlandweit.
Verstärkung gibt’s im politischen Kampf gegen das Virus von einem Berliner Feuerwehrmann. Janosch Dahmen, gerade noch Oberarzt der Ärztlichen Leitung des Rettungsdienstes, zieht für die Grünen in Bundestag & Gesundheitsausschuss (nachgerückt für Bonns Bürgermeisterin Katja Dörner). „Aus der Pandemie-Bekämpfung habe ich viel gelernt, nun möchte ich unsere Corona-Politik und unsere Gesundheitsversorgung besser machen!“, schreibt er via Twitter.
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Jetzt ist es offiziell: Ich gehe von der #Corona-Front in den #Bundestag! Ab sofort als #MdB für @GrueneBundestag im Gesundheitsausschuss. Aus der Pandemie-Bekämpfung habe ich viel gelernt, nun möchte ich unsere #Corona-Politik und unsere Gesundheitsversorgung besser machen! pic.twitter.com/ADhDa6z2yQ
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Haken wir doch gleich mal nach: Wie? 1.) „Es braucht einen beratenden, nationalen Pandemierat, in dem wir die notwendige Expertise bündeln. Krisenkommunikation bedeutet, mit einer einheitlichen Stimme sprechen. Im Moment erlebe ich Widersprüche, Fragmentierung und Aktionismus.“ 2.) „In der Krise braucht es mindestens auf Ebene der Länder ein zentrales, operatives Krisenmanagement, was dafür sorgt, dass Arztpraxen offenbleiben, die Menschen im Pflegeheim gut versorgt sind und im Krankenhaus nur noch unaufschiebbare Notfälle behandelt werden. Wenn jedes Gesundheitsamt, jedes Ministerium, jede Verwaltung oder Behörde für sich selbst versucht die Krise zu bewältigen, laufen die Dinge auseinander.“ 3.) „Wenn die Intensivbetten nicht mehr ausreichen werden – wovon wir zurzeit ausgehen müssen – werden wir PatientInnen in jeweils andere Teile Deutschlands bringen müssen. Das braucht umfangreiche, praktische Vorbereitung, mit der sollten wir spätestens jetzt sofort beginnen.“ Unverzüglich.
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Ein vorzeitiger Beginn der Weihnachtsferien ist in Berlin trotz Pandemie nicht geplant. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat am Donnerstag betont, dass Kitas und Schulen „die sichersten Orte“ seien, „um Infektionsketten zu durchbrechen“. Eine 18-jährige Schülerin aus der Charlottenburger Ruth-Cohn-Schule schildert die Situation derweil so: „Nicht jeder Lehrer lüftet. Wenn gelüftet wird, dann alle zehn Minuten. Wir tragen dann Winterjacken, weil es schweinekalt ist. Im Unterricht sitzen alle immer noch sehr eng beieinander, viele tragen die Maske im Unterricht falsch, die Lehrer weisen nicht darauf hin. Gruppenarbeit findet ganz normal statt. Im Sportunterricht ist Körperkontakt kaum zu vermeiden. In den Pausen gehen nicht alle raus, weil es zu kalt ist. Viele setzen ihre Masken ab, wenn sie nicht unter der Aufsicht der Lehrer sind.“ Was sie sich wünschen würde: aufgeteilte Klassen und somit kleinere Gruppen, die sich tage- oder wochenweise abwechseln. Aber Schülerinnen fragt ja keiner.
„Wir fühlen uns gedemütigt und diskreditiert“, schreibt die Jugend- und Sozialwerk gemeinnützige GmbH, freie Trägerin von 24 Kitas in Berlin, in einem Brief an den Regierenden und kündigt die Rückgabe der halbherzig ausgelobten Heldenprämienanteile an. „Nach Rücksprache mit unseren Einrichtungsleitungen und unseren Betriebsräten setzen wir Sie hiermit in Kenntnis, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die uns zur Verfügung gestellten 52.135,66 Euro (…) dem Landeshaushalt wieder zuführen.“ Der Grund: Während Landesbeschäftigte für ihren Einsatz in der Pandemie mitunter mit 1.000 Euro prämiert wurden, hätten 15 MitarbeiterInnen der Kita „Focus Familie“ – nur ein Stellvertreterbeispiel – runtergerechnet je 80,20 Euro erhalten. Verschätzte Wertschätzung. Gefordert wird „eine faire Nachbesserung“.
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Escape from America
Zusammenhalt in der Pandemie und politisch unruhigen Zeiten: Zum Jam zwischen USA und Deutschland versammelt Jan St. Werner von Mouse on Mars Experimental-Musiker*innen wie Olivia Block und Speaker Music. Mit Andi Toma mixt er vom HKW aus die Beiträge. Außerdem ab 13.11. auf hkw.de: ein Livepodcast mit Holly Herndon u.v.m.
Die Plagiatsaffäre um Bundesfamilienministerin und Vielleicht-Berlin-Bürgermeisterkandidatin Franziska Giffey (SPD) wird umso düsterer, je mehr Licht in die Sache kommt. Lampe 1: Laut „Zeit“ soll die FU-Kommission, die die Prüfung der Vorwürfe zur Aufgabe hatte, ausschließlich mit Personen besetzt gewesen sein, die wissenschaftlich engere Verbindungen zur Doktormutter Tanja Börzel hatten – und obendrein auch von dieser als Vorsitzende des Promotionsausschusses eingesetzt worden waren. Lampe 2: Ein bereits im April versandtes Schreiben von Giffeys Rechtsanwalt an die Freie Universität wendet sich gegen die Herausgabe von Prüfungsunterlagen an Dritte nach dem Informationsfreiheitsgesetz. Es sei „falsch, dass Frau Dr. Giffey in Bezug auf das Promotionsüberprüfungsverfahren eine Person des öffentlichen Lebens ist“. Sie trete hier nicht als Bundesministerin oder bekannte Politikerin auf, sondern als Beteiligte in einem behördlichen Verfahren (mehr dazu lesen Sie als T+AbonnentIn). Der Rest ist – Stand jetzt – Giffeys Schweigen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Die Berliner Polizei kann die Zahl der Verkehrskontrollen nicht erhöhen. Laut Innensenator Andreas Geisel (SPD) fehlt a) Personal, um die mobilen Geräte zu bedienen und b) Personal, um die aufgezeichneten Verstöße in der Bußgeldstelle zu ahnden. Die Grünen wollen das nicht hinnehmen und fordern: Personal.
Rechtes Gedankengut im Rechtswesen? Eine Berliner Staatsanwältin ist Tagesspiegel-Recherchen zufolge bei den Corona-Protesten aktiv und verbreitet Verschwörungstheorien. Mehrfach hat sie in den sozialen Medien Posts geteilt, in denen von der schwarz-weiß-roten Reichsflagge als „Symbol für einen Friedensvertrag“ gesprochen wird. Ein Foto zeigt eine Karikatur mit einer an Hitler angelehnten Person, die fragt: „Wollt ihr den totalen Lockdown?“ Ob ein Verstoß gegen die Beamtenpflichten vorliegt, wird derzeit geprüft.

Das Projekt @wasihrnichtseht macht Rassismuserfahrungen von Schwarzen sichtbar. Wir machen das durch eine Kooperation an dieser Stelle auch.
Militant inszenierte Männer auf Hochglanzbildern kombiniert mit islamistischen Ideologien – bereits vor einigen Wochen haben „Muslim Interaktiv“ vor dem Brandenburger Tor demonstriert. Julius Betschka und Alexander Fröhlich haben recherchiert, wer hinter der Gruppe steckt.
Alarm in Berlin-Lichterfelde: „Buntspecht erschossen: PETA erstattet Strafanzeige und drängt auf lückenlose Aufklärung“, schreibt die Tierschutzorganisation in ihrem aktuellen Newsletter. Die Ermittlung gegen den vom Tier „genervten“ Täter gingen nur schleppend voran, das Projektil solle umgehend sichergestellt, die Tierärztin Dr. Lorenz als Zeugin vernommen und der Mann bestraft werden.
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Reichen die anvisierten Ausbaukorridore für PV und Windanlagen in der EEG Novelle für einen ambitionierten Klimaschutz aus oder steuern wir auf eine Ökostromlücke zu? Welche Änderungen wird es noch geben?
Mit Patrick Graichen (Agora Energiewende), Nora Zaremba (Tagesspiegel), Jakob Blasel (Fridays for Future) und Ariane August (Greenpeace Energy)
www.gruene-bundestag.de
Alarmierend ist in gewisser Weise auch die heutige Zahl des Tages: 21.700. So viele Einsatzkräftestunden hat die Berliner Polizei im Zusammenhang mit der Räumung des Hausprojekts Liebig 34 geleistet (Q: Anfrage Niklas Schrader u. Anne Helm, MdAs Linke). Runtergerechnet auf einen Beamten wären das 2.712 Tage à acht Stunden.
Die Byebye-Lamborghini-Aktion der Berliner CDU bleibt straflos. Ein wegen des Verdachts auf Kennzeichenmissbrauch eingeleitetes Verfahren ist noch vor der Aufnahme von Ermittlungen eingestellt worden.
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Es ist nur ein auf Wiedersehen, kein Lebewohl: Das Land hat den Abbau des Spreepark-Riesenrads ausgeschrieben. Bevor es für die Neueröffnung im Jahr 2024 saniert und in Betrieb genommen werden kann, ist eine Materialuntersuchungen erforderlich.
Hygienehilfe gesucht: Weil einige Einrichtungen mit frei zugänglichen Sanitäranlagen geschlossen sind und Obdachlose mitunter „wochenlang weder duschen noch sich regelmäßig die Hände waschen können“, sucht der Arbeitskreis Wohnungsnot, ein Zusammenschluss von mehr als 70 Einrichtungen und Institutionen der Berliner Wohnungslosenhilfe, aktuell Institutionen, die ihre Sanitäranlagen kostenfrei – und coronakonform – für kleinere Hygienemaßnahmen zur Verfügung stellen. Der Aufruf richtet sich an Apotheken, Praxen, Buchläden, Büros oder andere. Wer eine Mail an mail@ak-wohnungsnot.de schreibt, bekommt den „Aktion Händewaschen“-Aufkleber. Sichtbar an Tür oder Schaufenster anbringen. Fertig.
Können die Berliner Bäderbetriebe aushelfen, fragt angesichts der Aktion Bianca Tchinda, die den bekannten Berliner „Schwimm-Blog“ betreibt. Derzeit fände in Berlins Hallenbädern nur Schulschwimmen statt, schreibt die Bloggerin bei Twitter. „Da kann man ein bis zwei Stunden am Tag Duschen zur Verfügung stellen“.
Der Berliner Wirtschaftsverein (VBKI) plant das Ende der Pandemie für den kommenden Herbst. „Eine Veranstaltung mit 3000 Gästen erscheint uns in den Wintermonaten nicht durchführbar“, heißt es in einer Mail von Geschäftsführerin Claudia Große-Leege, die sich auf den jährlich stattfindenden Ball bezieht. „Gerne laden wir Sie ein, sich den 2. Oktober 2021 in Ihrem Kalender zu notieren.“
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Aus der Kategorie „Mathe mit dem Checkpoint“: Wie kann es sein, dass Berlins landeseigene Unternehmen im Jahr 2019 ein Drittel weniger Überschüsse verbuchen konnten, während die Chef-Gehälter im gleichen Zeitraum um 7,5 Prozent gestiegen sind?
Aus der Kategorie „Politische Anfragen ohne Sinn und Verstand“: Anne Zielisch (fraktionslos, Mandat für AfD) wollte vom Bezirksamt Neukölln wissen, wann ihr Antrag mit dem Titel „Akteneinsicht Mittagessenausschuss“ vom 6. Mai 2020 bearbeitet wird. Antwort: Dem Antrag kann nicht stattgegeben werden, „da ein solcher Ausschuss im Bezirksamt nicht existiert“.
Sonst noch was? Achja… Die Finanzverwaltung sucht eine Referatsleitung für Beteiligungsmanagement II; Koordinierung Flughafenpolitik (m/w/d). Voraussetzung: „Ziel- und Ergebnisorientierung“.
Zitat
„Kauft Blumen für das Seelenheil, statt Klopapier fürs Hinterteil.“
Berliner Weisheit (gesehen vor einem Blumenladen in Charlottenburg)
Tweet des Tages
Okay, wer von euch hat dem #Todenhöfer den Jochen Schweizer-Geburtstagsgutschein "Parteigründung" geschenkt?
Stadtleben
Essen to go – Das Charlottenburger Aufwind (Windscheidstraße 31), das erst im August eröffnet hat, bietet nun auch ein „Lockdown Menü to go“ (Di-Sa 14-18 Uhr) an. Es kann zwischen einem leichten Herbstsalat (6 Euro), einer cremigen Selleriesuppe mit Granny Smith Äpfeln und Petersilienöl (5 Euro), Thunfischgyros mit schwarzem Couscous (12 Euro) und einem Stück Schokokuchen (4 Euro) gewählt werden. Alle Gerichte gibt es auch als Menü mit Cocktail für 29 Euro. Oder Sie greifen etwas tiefer in die Tasche und leisten sich das vakuumierte „Aufwind Deluxe Menü“ (mit Thunfisch, Lachs und Brownie), das Sie ganz bequem zuhause erwärmen und anrichten können (für 49 Euro, Bestellungen Mo-Fr bis 17 Uhr via kontakt@aufwind.berlin für den nächsten Tag, Lieferung für 5 Euro im Umkreis von 2 Kilometern). P.S. Für alle, die einfach mal so vorbeispazieren möchten, gibt es Glühwein und selbstgebrannte Mandeln.
Anschauen – Vielleicht kennen Sie ja den Berlin-Roman „Berlin Alexanderplatz“ von Alfred Döblin? Fast 90 Jahre nach Erscheinen hat sich der deutsch-türkische Theaterautor und Filmemacher Hakan Savaş Mican das Stück „Berlin Oranienplatz“ ausgedacht – eine neue Geschichte über das zeitgenössische Berlin. Sie handelt vom Kreuzberger Arbeiterkind Can, dem wegen Fälschung von Designerkleidung fünf Jahre Gefängnis bevorstehen. Doch dem will er sich nicht stellen, sondern abhauen – nach Istanbul. Und so verlebt er einen letzten Tag in Berlin, besucht seine Eltern, seine Ex-Freundin, die Straßen Berlins, einen Jazzklub und eine Hinterhofmoschee, um Abschied zu nehmen. Doch die Stadt und er selbst haben sich längst weit voneinander entfernt. Den Stream des Gorki-Theaters gibt es hier, Beginn ist 19.30 Uhr, Ticketpreise sind solidarisch wählbar (3/5/10 Euro).
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17. Tagesspiegel Data Debates „Digitale Schule in der Corona-Krise: Notlösung oder Revolution?“
Zwingt uns die Corona-Pandemie zur lange ersehnten, digitalen Revolution des Schulbetriebs oder sind die angestoßenen Veränderungen eine vorübergehende Notlösung? Diese Frage diskutieren wir am 08. Dezember mit unseren Gästen. Die Data Debates werden unterstützt von unserem Initiating Partner Telefónica Deutschland. Jetzt anmelden.
Hören – Im Rahmen des Projekts „(W)Ortwechseln. Weiter Schreiben – Briefe“ kommunizieren Pegah Ahmadi und Monika Rinck seit einem Jahr schriftlich miteinander. Per Brief, Postkarte oder E-Mail schicken sich die beiden Dichterinnen Gedichte hin und her. Darin geht es um alles Mögliche: um den Iran, Gegenwartslyrik, Mythologien, die Pandemie oder die unsichtbaren Fluglinien der Vögel – eben alles, was die Künstlerinnen umtreibt. Heute um 19 Uhr werden die beiden aus ihren Gedichten lesen und erzählen, wie sie begonnen haben, gemeinsam an Lyrikübersetzungen zu arbeiten und was das mit Freiheit zu tun hat. Den Live-Stream des Literaturhauses finden Sie hier. Um eine Spende wird gebeten.
Basteln – Auch wenn in diesem Jahr so einiges anders läuft: Weihnachten steht jedes Jahr schneller vor der Tür als man denkt. Das ultimative Geschenk, um Familie, Freundinnen und Freunden nicht nur einen Tag, sondern gleich einen ganzen Monat lang eine Freunde zu bereiten ist… ein selbstgebastelter Adventskalender! Und: Noch ist es nicht zu spät für die Vorbereitung. Ob aus Muffin-Papier, Toilettenpapier-Rollen, Kaffeebechern oder Butterbrotpapier – lassen Sie sich inspirieren.
Grübelstoff – Was für einige der Pechtag schlechthin ist, ist für andere ein Glückstag: Heute ist Freitag, der 13.! Woran denken Sie dabei? An unheilvolle schwarze Katzen oder freudige Überraschungen? Erinnern Sie sich noch, was Ihnen der erste Freitag, der 13. dieses Jahr (im März) gebracht hat? Und sagen Sie jetzt bitte nicht C…
Berlin heute
Verkehr – Frankfurter Allee (Lichtenberg): Am Morgen wird die seit Mittwoch stadteinwärts eingerichtete Baustelle zwischen Alfredstraße und Magdalenenstraße zurückgebaut.
Sonnenallee (Neukölln): Wegen einer Kundgebung (s.u.) ist die Straße von 15-20 Uhr in Richtung Hermannplatz zwischen Roseggerstraße und Finnowstraße für den Kraftfahrzeug- und Linienverkehr der BVG gesperrt.
Hermannplatz (Neukölln): Wegen eines Fahrradkorsos (s.u.) kommt es ab 16 Uhr zu Verkehrseinschränkungen.
S-Bahn: S1 & S8: Der seit 9. November bestehende Busersatzverkehr wird um 22 Uhr erweitert. Die Linien sind bis Montagmorgen (ca. 1.30 Uhr) zwischen Frohnau und Oranienburg (Linie S8 Mühlenbeck-Mönchmühle - Birkenwerder) unterbrochen. Im Anschluss finden bis 28.11.2020 weitere Einschränkungen statt.
S3, S5, S7 und S9: Die Linien sind ab 22 Uhr (bis Sonntagmorgen, ca. 1 Uhr) zwischen Warschauer Straße und Alexanderplatz unterbrochen. Es fahren Ersatzbusse. Im Anschluss kommt es bis Montagmorgen zu weiteren Einschränkungen.
Demonstration – Ein Fahrradkorso mit etwa 200 Teilnehmenden fährt unter dem Motto „Sicherere Radinfrastruktur in Neukölln – Wir fordern einen Pop-up-Radweg für die ganze Länge der Hermannstraße so schnell wie möglich“ von 16-18 Uhr von der Hermannstraße bis zum Britzerdamm hin und her (angemeldet durch: Hermannstraße für alle).
Die Kundgebung „Keine Rasstist*innen in Neulkölln erwüscht“ mit etwa 30 Menschen findet in der Finowstraße statt (13.30-18 Uhr, angemeldet durch: Bündis 90/Die Grünen Neukölln). Auf der Sonnenallee demonstrieren etwa 51 Teilnehmende „Gegen Nazis aller Couleur“ (13.30-19.30 Uhr, angemeldet vom: Bündnis Neukölln miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt). In der Wilmersdorfer Straße/Ecke Goethe Straße findet die Kundgebung „10 Monate Corona: wir müssen reden“ mit ca. 20 Teilnehmenden von 16-18 Uhr statt.
Sonnabend – Auf dem Gendarmenmarkt demonstrieren etwa 300 Menschen von 11-14 Uhr beim „A Walk for Peace in Cameroon“. 200 Teilnehmende fordern „Rettet die Techno Clubs“ bei einer Kundgebung in der Schicklerstraße in Mitte (14-20 Uhr). Ein Autokorso mit etwa 80 Teilnehmenden fährt unter dem Motto „Autokorso aufgrund des Friedensvertrags zwischen Aserbaidschan und Armenien vom 10. November 2020 und dass der Krieg nach 30 Jahren endgültig beendet ist“ von 15-18 Uhr von der Straße des 17. Juni, über den Ernst-Reuter-Platz und die Yorckstraße bis zum Brandenburger Tor.
Sonntag – Am Neuköllner Weigandufer ist die Kundgebung „Stop Heimstaden: Kundgebung der betroffenen und anliegenden Häuser in Neukölln gegen den Wohnungskauf von Heimstaden Bostad AB, dessen Auswirkungen auf den Kiez und zur Forderung des Vorkaufs durch den Bezirk Neukölln“ von 14-17 Uhr mit etwa 250 Teilnehmenden angemeldet.
Gericht – Drei 25-bis 41-Jährige, die einen Mann überfallen haben sollen, kommen auf die Anklagebank. Sie sollen einen Bekannten, mit dem sie seit längerer Zeit verfeindet gewesen seien, attackiert und um 3000 Euro erpresst haben. Der Geschädigte sei mit einem Bajonett sowie mit Baseball- und Eishockeyschlägern angegriffen worden. (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 701).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Heute feiert die Kanzlerin der FU, Dr. Andrea Bör, ihren 50. Geburtstag. Herzliche Gratulation!“ / Rebecca Immanuel (50), Schauspielerin / Martin Klesmann (50), Sprecher von Bildungssenatorin Sandra Scheeres / Achim von Borries (52), Filmregisseur und Drehbuchautor, u.a. "Babylon Berlin" / Eberhard Diepgen (79), CDU-Politiker, ehem. Regierender Bürgermeister (1984-1989 und 1991-2001) / Annemone Haase (90), Schauspielerin / Dr. Adelheid Hespe – „Wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst arg vermisst!“ / „Nils Körber (24), Torwart bei Hertha / Ruby Köster (wird 14 Jahre) und Angel Köster (9 Jahre): Wir feiern mit allen Freunden nach! Versprochen!“ / Lena (38), „Herzlichen Glückwunsch aus Hamburg von ihrer Mama und von Klaus“ / „Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag für unser Familienoberhaupt G. Meyer – genannt Püppchen – von der Familie.“ / Susanne Wind (59)
Sonnabend – Anastasia Barner (22), freie Journalistin und Gründerin von www.FeMentor.de („Empowering für junge Frauen“) / Anno Saul (57), Drehbuchautor und Filmregisseur / Rudolf Thome (81), Filmregisseur und Kritiker
Sonntag – Boris Anderson (42), Schriftsteller und Regisseur / Carola Bluhm (58), für die Linke im AGH / Tanja Damaske (49), ehem. Leichtathletin / Frank Henkel (57), Ex-Innensenator (CDU) / Norbert Lammert (72), ehem. Präsident des Bundestages, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung / Christian „Flake“ Lorenz (54), Keyboarder von Rammstein / Donald Runnicles (66), Dirigent an der Deutschen Oper / Britta Steffen (37), ehem. Schwimmerin / René Steinke (57), Schauspieler
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Ingrid Hebert, * 25. Juli 1938 / Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hundt, * 25. Mai 1939 / Ulrich Schrader, * 9. Dezember 1951 / Armin Schulz-Plink, * 30. November 1938 / Ursula Veit, * 21. Juli 1937
Stolperstein – Dr. Hugo Germer (Jg. 1869) wurde als eines von vier Kindern in Westpreußen geboren. Mit 19 Jahren kam er nach Berlin, wo er sein Studium als Doktor der Medizin (Dr. med.) abschloss und sich schließlich 1894 als Arzt niederließ. Obwohl er schon früh am grünen Star litt und erblindete, praktizierte er mit großem Erfolg. Zunächst wohnte er in der Stralauer Allee 25A in Friedrichshain, im Jahr 1935 zog er in die Beymestaße 20 (heute: Lehmbruckstraße) um. Er war nie verheiratet. Seine berufliche Laufbahn wurde endgültig beendet, als die Nationalsozialisten 1938 Ärzten jüdischer Herkunft die Approbation und den Doktortitel entzogen. Bis zuletzt unterstützte Germer seine Schwester Meta Lebbin finanziell, bis der 73-Jährige im Jahr 1942, gemeinsam mit seiner Schwester, nach Theresienstadt deportiert wurde. Kurze Zeit später starben die Geschwister aufgrund der katastrophalen Lebensbedingungen.
Encore
Heiligabend mit Hygienekonzept: Die Berliner Weihnachtsmann-Vermittlung „Weihnachtsmann2Go“ will Familien – stand jetzt – auch in diesem Jahr Vor-Ort-Bescherungen ermöglichen. „Die aktuelle Lage ist in der Tat eine große Herausforderung. Wir sind dennoch zuversichtlich, dass wir auch dieses Jahr physische Auftritte anbieten können“, heißt es auf Checkpoint-Nachfrage. Die Buchung soll Ende November freigeschaltet werden. Die Hygieneempfehlungen gibt’s bereits jetzt: Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern / Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung / Belüftung des Raumes / Auf Singen sollte verzichtet werden / Desinfektion der relevanten Kontaktoberflächen / Kontaktnachverfolgung / Maximalanzahl der Teilnehmer beachten. Wem das zu heikel ist: Alternativ werden auch digitale Bescherungen angeboten. Online du fröhliche!
Inhaltliche Päckchen für den Checkpoint haben heute Thomas Lippold (Recherche) und Vivien Krüger (Stadtleben) gesammelt. Produktion und Lieferung übernahm Florian Schwabe. Morgen übernimmt Julius Betschka. Genießen Sie das Wochenende!