Der BER scheitert männlich
Am Berliner Fastflughafen kriegen sie ja die Brandschutztür nicht zu, deshalb löscht man den Durst nach Erfolgsgeschichten mit Gefolgsmeldungen. Bei der letzten Personalie des Aufsichtsrats – der Bestellung eines Chefjuristen für 160.000 Euro jährlich – wurde klar, warum es in Unschönefeld vor allem eine Entrauchungsanlage für Köpfe braucht. Zwei Untersuchungsausschüsse, unzählige abgehobene Chefs und gerissene Termine später landet die einfache Einsicht, warum seit 2006 hier nur die Geschäftsführer fliegen: Der BER scheitert männlich. Aktueller Delay: zwei Männer und eine Frau in der Geschäftsführung, zwölf Männer und zwei Frauen in der Führungsebene darunter. Jetzt kann es nur noch eine Rettung geben: die BER.