Carsharing, Radmesser, Gefahrenmelder

So, jetzt aber genug des Dramas, kommen wir endlich zu den elektrisierenden Nachrichten: VW will die Stadt im nächsten Jahr mit 2000 E-Autos beglücken. Um den dieselverpesteten Ruf durchzulüften, liefern die Wolfsburger die Ladestationen gleich mit. Der neue Dienst „We share“ (for you?) soll den bestehenden Markt (etwa 3000) nahezu verdoppeln. Die schlechte Nachricht: Ob Car-Sharing, elektrisch oder stinkend, den Verkehr tatsächlich entlastet, ist umstritten. Ich kenne jedenfalls niemanden, der deswegen sein Auto abgeschafft hat. Aber einige, die seither weniger Fahrrad fahren.

Das liegt auch daran, dass Radfahren in dieser Stadt eben nicht ganz ungefährlich ist, wie meine Kollegen des Tagesspiegel-Data-Teams derzeit mal wieder zeigen. Unseren neuen Radmesser haben gestern auch die Kollegen der rbb-Zibb-Redaktion getestet, ein Auto rauschte mit 28 Zentimetern Abstand am radelnden Redakteur vorbei. (Alle Infos zum Projekt und wie Sie mitmessen können, finden Sie hier.)

Die schlimmsten Gefahrenstellen der Stadt haben wir gemeinsam mit Ihnen bei unserer Aktion #Gefahrenmelder gesammelt, der Senat sichtet derzeit noch die Ergebnisse. Vorneweg fuhr dabei auch mein Kollege Stefan Jacobs, Ihnen als Checkpointer bestens bekannt. Für seine kontinuierliche Berichterstattung im Bereich Verkehrssicherheit ist Stefan nun für den Journalistenpreis „Der lange Atem“ nominiert. Außerdem dabei: Unser BER-Chefaufseher Thorsten Metzner. Wir drücken die Daumen!