Franziska Giffey kann bei der Berliner Wahl scheitern – an ihrer Familienpolitik
Die Ex-Familienministerin will Berlin ohne Doktor regieren. Darüber entscheiden die überlasteten Eltern mit, denen sie in der Pandemie kaum half. Ein Kommentar. Von Robert Ide
Sie hat als Familienministerin aus Berlin ein bisschen Schwung in die Bude der Bundesregierung gebracht, zumindest mit schwungvollen Gesetzes-Betitelungen, aber auch Hilfsprogrammen für benachteiligte Kinder. Doch in der Pandemie konnte auch Franziska Giffey den ihr anvertrauten Familien kaum helfen, inmitten der belastenden Überlastung aus Kinderbeschulung, Ganztagserziehung, Rund-um-die-Uhr-Haushalt, überbordender Arbeit im Homeoffice, drohendem Arbeitsplatzverlust, Sorge um die Gesundheit und oft genug Pflege der Eltern, Freunde- und Freizeitausgleich für die eigenen Kinder.