Görli, Friedrichshain, Mobilitätswende – ein Abend mit Monika Herrmann
Eine erste kleine Zwischenbilanz ihrer Amtszeit konnte Monika Herrmann am gestrigen Abend beim „Rot-grünen Schlagabtausch“ mit Pankow-Chef Sören Benn (Linke) ziehen. Eine „Kuschelveranstaltung“, wie Kollegin Nina Breher schreibt. Hier die (unvollständige) Zusammenfassung. 1) Herrmann wünscht sich eine engere Zusammenarbeit zwischen Bezirks- und Stadtpolitik, etwa beim Görlitzer Park, dem „größten Drogenraum in ganz Berlin“. Problem: „viele Senatoren wollen sich die Finger nicht verbrennen“. 2) Herrmann redet deshalb so wenig über Friedrichshain, weil sie von den Medien nicht danach gefragt wird („der Görli ist in Kreuzberg“). 3) „Junge Leute, die jetzt nach Friedrichshain kommen, wissen gar nicht, in welchen Bezirk sie ziehen.“ 4) Als Wessi gehe es „in diesem ehemaligen sogenannten DDR-Bezirk“ viel darum „die Biografien anzuerkennen“. 5) Will man weniger Autos in der Stadt, darf man „nicht immer nur lieb sein wollen“. 6) Über Baustadtrat Florian Schmidt will Herrmann zunächst nicht sprechen (sagt sie, ohne danach gefragt zu werden). Später lobt sie ihn in Sachen Mobilitätswende: „Mein vielleicht leicht verrückter, aber doch sehr konsequenter Baustadtrat geht an Privilegien ran, um Veränderung herbeizuführen.“ 7) Monika Herrmann freut sich nach ihrer Amtszeit wieder „einfach Bürgerin zu sein“. Es sei ihr gegönnt.