Verlängerung der U-Bahn lohnt sich vor allem in Pankow

Damit steigen wir um: hinab in den Untergrund. Hier hat mein Kollege Jörn Hasselmann exklusiv recherchiert, wie teuer die Verlängerung mehrerer U-Bahn-Strecken wäre und wie viele zusätzliche Fahrgäste sie täglich bringen würde. Hier die würzigen Zahlen in Kürze:

U3 – Verlängerung von Krumme Lanke bis S-Bahnhof Mexikoplatz: 40 Millionen Euro für 7000 neue Fahrgäste.

U6 – Verlängerung von Alt-Tegel zum Tegeler Flugfeld: 150 Millionen Euro für 8000 Fahrgäste.

U7 – Verlängerung von Rudow zum BER: 700 Millionen Euro für 38.000 Fahrgäste.

U8 – Verlängerung von Wittenau ins Märkische Viertel: 111 Millionen (bei einer Station) oder 210 Millionen Euro (bei zwei Stationen) für 12.000 Fahrgäste.

U9 – Verlängerung von Osloer Straße nach Pankow Kirche: 300 Millionen Euro für 40.000 Fahrgäste.

Die Endabrechnung am Endbahnhof ergibt: U-Bahnen können sich lohnen, wenn sie Lücken zu anderen Netzen schließen. Das ist im Nordwesten, wo sich selbst die grüne Wirtschaftssenatorin Ramona Pop inzwischen für die lange versprochene Linie ins Märkische Viertel erwärmt (die zuständige Verkehrssenatorin Regine Günther aber nicht), nicht so der Fall wie im Nordosten. Das täglich im Stau stehende Pankow (inklusive der darin eingeklemmten Straßenbahnen) könnte mit vergleichsweise wenig Aufwand vergleichsweise viele Menschen zum Umsteigen bewegen. Wenn die Verkehrssenatorin ihre ausgerufene Verkehrswende auch mal im Untergrund vorantreiben würde.