Abgeordnete sprechen May das Vertrauen aus
In den Händen einer Frau liegt aktuell die Zukunft Großbritanniens. Und das wird auch erstmal so bleiben. Der Misstrauensantrag gegen die britische Regierung ist am Mittwochabend gescheitert. Die Mehrheit der Abgeordneten (325 zu 306) sprach Premierministerin Theresa May und ihrem Kabinett das Vertrauen aus. Sie werde weiterhin daran arbeiten, das Vereinigte Königreich aus der EU zu führen und sei zur Zusammenarbeit mit den Abgeordneten bereit, sagte May im Anschluss. „Wir müssen einen Weg finden, der die Unterstützung dieses Hauses findet.“
James Blake, ein Unternehmer aus Leeds, nutzt derweil die Zeit bis zum endgültigen Austritt und verkauft Brexit-Notfallsets. Die enthalten gefriergetrocknete Lebensmittel, Wasserfilter und Brennpaste. Hunderte seiner Pakete hat er „BBC“ zufolge bereits verkauft. Fast 300 Pfund sind seine Kunden bereit zu zahlen, um sich auf den Ernstfall, den harten Brexit, vorzubereiten. Und Berlin? Bleibt entspannt unvorbereitet. Einer aktuellen Umfrage der Berliner IHK zufolge haben zwei Drittel der hiesigen Firmen noch keine Vorkehrungen für den EU-Austritt Großbritanniens getroffen (Q: Berliner Zeitung).