Schauspieler Ronald Zehrfeld spricht über Panikattacken am Set

Eigentlich wollte er als DDR-Judoka zu Olympia fahren, doch dann fiel die Mauer und er landete fast im Knast – „weil ich Tag und Nacht den Affen gemacht hab“. Inzwischen ist Ronald Zehrfeld ein gefragter Schauspieler für Zwischentöne und Identitäten. Am Set kriegt Ronny, wie ihn nicht nur seine alten Kumpels in Schöneweide nennen, ab und zu Panikattacken – „weil ich manchmal Angst habe zu sagen, dass ich Angst habe“. Auch wegen eigener Unsicherheiten hätte der 44-Jährige fast bei der missratenen Protestaktion „#allesdichtmachen“ gegen die Corona-Politik mitgemacht, wie er mir freimütig im Interview erzählt hat, das am Sonntag im Tagesspiegel erscheint. Zehrfeld berichtet auch, warum er viele hoch dotierte Filmrollen ablehnt: „Ich mache kein Halligalli-Hoch-das-Bein. Da gehe ich lieber zu meinem Sparkassen-Berater und sage: Halt mal meinen Dispo aufrecht, ich will nicht ‘Die Wanderhure, Teil 7` annehmen.“ Auch Schauspieler können Kredit verspielen.