Keine Barrierefreiheit ohne den Berlkönig

Was die geräumigen Berlkönige Berlinern auch bringen: inklusive Mobilität. Aktivist Raul Krauthausen findet, das Angebot sei ein „Meilenstein“. Von Ann-Kathrin Hipp

Keine Barrierefreiheit ohne den Berlkönig
Foto: Jens Kalaene/dpa

Was die geräumigen BerlKönige BerlinerInnen auch bringen: Barrierefreiheit. Die staatlichen Zuschüsse, die Taxiunternehmen seit 2018 beantragen können, um ein rollstuhlgerechtes Fahrzeug anzuschaffen, sind bis dato gefloppt. Allein zwölf Anträge wurden in den vergangenen zwei Jahren berlinweit gestellt – acht wurden bewilligt, vier stehen aus. (Q: Anfrage Maik Penn MdA CDU)
Das Ziel, „eine spontane Nachfrage“ mit „Inklusionstaxis“ bedienen zu können, lässt sich damit nicht erreichen, gibt der Senat zu. „Wenn ich die Hotline anrufe, um ein Taxi für den gleichen Tag zu ordern, lachen die mich aus“, sagt Inklusions-Aktivist Raul Krauthausen. „Da muss man zwei bis drei Wochen im Voraus bestellen – beim BerlKönig sind es maximal 30 Minuten.“
Ein Grund, weshalb Krauthausen einen Brief an Berlins Regierenden und den Berliner Senat geschickt hat. Aus der Perspektive eines Menschen mit Mobilitätseinschränkung stelle das Angebot des BerlKönigs „einen Meilenstein in der Verbesserung der Alltagsmobilität innerhalb Berlins“ dar, heißt es darin. „Sie und die Vertreter*innen aller regierenden Parteien möchte ich bitten, diesen Aspekt in Ihre Entscheidung über die Zukunft des BerlKönigs mit einfließen zu lassen.“