Team Checkpoint goes Clubhouse
Die Pandemie erschöpfe alle, so das Fazit von Berliner Abgeordneten bei einer Clubhouse-Runde. Es werde stärker an einem Strang gezogen. Von Ann-Kathrin Hipp.
Wie’s in Berlin weitergeht, darüber hat Team Checkpoint am gestrigen Abend auch mit diversen Abgeordneten im „Clubhouse“ (= neue Plattform im Internet, die ein bisschen wie eine Telefonkonferenz zum Mitmachen funktioniert) diskutiert. Erstes kleines Fazit: Selten war Politik versöhnlicher. Weil „alle verunsichert sind“ war zumindest in diesem virtuellen Raum der Wille „gemeinsam an einem Strang zu ziehen“, „sich selbstkritisch zu hinterfragen“ (Stichwort: Sinnhaftigkeit von Maskenpflichtzonen und Corona-Ampel), „besser zu kommunizieren“ und „die große Kraftanstrengung zu schaffen“ parteiübergreifend vorhanden. „Egal welcher politischer Couleur – wir merken doch alle, dass wir erschöpft sind.“ / „Alle lernen, dass wir nur Menschen sind.“
Zum Schluss durfte sich jeder der Podiums-Menschen noch was wünschen: Georg Kössler (MdA Grüne), der „den ganzen Tag in Videokonferenzen“ saß und nur für einen Kaffee draußen war, hofft, „dass wir weiterhin sachlich und über Parteigrenzen hinaus debattieren. Notker Schweikhardt (ebenfalls MdA Grüne) plädiert für mehr Kultur-Support. Sven Kohlmeier (MdA SPD), der „aufgrund der vielen Aktenberge“ weiter in seiner Kanzlei arbeitet, wünscht sich „dass wir weniger bewerten, was passiert ist“ und mehr darüber sprechen, was noch kommt. Sebastian Czaja (MdA FDP) will „gemeinsam neue Regeln im Sinne der Freiheit und Verantwortung finden“ (den Wunsch von Parteikollegin Maren Jasper-Winter, die gerade parallel Ausschusssitzungen und Home-Schooling wuppt, tragen wir aufgrund einer Lücke im digitalen Notizzettel nach!). Tim Zeelen (MdA CDU) wünscht sich, „dass Kalayci erfolgreich ist und wir durch die Impfungen, schnell aus diesem Horror herauskommen“. Mitdiskutantin Nadine fände 24/7 Impfen ebenfalls gut. Marcel Hopp (SPDler und Lehrer) will, dass wir aus der Pandemie für die Zukunft lernen. Und Ivo (lebt im Speckgürtel & arbeitet in Berlin) wünscht sich von der Politik mehr Mut – vielleicht einen Satz wie „Wir schaffen das“.