Berlinale gastiert in der Urania

Wat is los, noch mehr gute Meldungen? Die Berlinale will am Potsdamer Platz auf dem roten Teppich bleiben. Wegen des bevorstehenden Un-Happy Ends des Kinos „Cinestar“ im vornehmlich von ostdeutschen Touristen bevölkerten „Zony Center“ muss Berlins Filmfestival umplanen und sucht nach alternativen Sälen. „Die Verhandlungen werden wir noch dieses Jahr abschließen“, kündigt Berlinale-Sprecherin Frauke Greiner auf Nachfrage an. Da auch das Haus der Kulturen der Welt umgebaut wird, wo traditionell das Jugendprogramm der Berlinale lief, wird sowieso umgezogen: in die Urania. „Neue Formate ermöglichen mehr Dialog“, freut sich Urania-Direktor Ulrich Weigand. „Internationales Kino für Kinder und Jugendliche bietet uns eine große Chance, auch junge Leute für Diskurskultur zu interessieren.“ Trotz aller Verschnipselung des Festivals über die ganze Stadt sollen die Hauptrollen weiterhin im Berlinale-Palast spielen, um die Ecke halten Cinemaxx und Arsenal die Filmklappe. „Unser Herz schlägt weiter am Potsdamer Platz“, beteuert Frauke Greiner. Oft pocht ja hier nichts Lebhaftes mehr – immerhin die Berlinale will Schrittmacher bleiben.