Wo wohnen wir denn?
Auf wenig Liebe stießen bekanntlich 290 Straßennamen, bei denen der Politologe Felix Sassmannshausen „antisemitische Bezüge“ festgestellt hat (CP von gestern). Wir dokumentieren hier jeden Tag die genannten Straßen eines Bezirks und was die Studie (initiiert von Berlins Antisemitismusbeauftragtem Samuel Salzborn) empfiehlt. Erfreulicherweise ist die Liste für Friedrichshain-Kreuzberg recht kurz: Nur die Arndtstraße im Bergmannkiez hat sich zur Umbenennung disqualifiziert, benannt nach dem Historiker und Dichter Ernst Moritz Arndt (1769-1860), „Vertreter eines aggressiven Nationalismus, den er mit antifranzösischen Ressentiments begründete. In dem Kontext äußerte er sich auch offen frühantisemitisch. Dies lag in seinem nationalistischen Weltbild begründet.“
Weitere Forschung und/oder Kontextualisierung (z.B. per Plakette am Straßenschild) wird zudem bei folgenden Straßen und Plätzen empfohlen: Fichtestraße, Fontanepromenade, Franz-Mehring-Platz, Friedrichstraße, Grimmstraße, Jahnstraße, Mehringdamm, Mehringplatz, Schleiermacherstraße, Wilhelmstraße.
Morgen geht’s hier weiter mit Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg.