Irans Volk wird immer mutiger
Sie wollen ein Ende der Lügen einer korrupten Elite, ein Ende der Verarmung in einem rohstoffreichen Land, ein Ende der tödlichen Gewalt ihrer so genannten Revolutionsgarden: Die Menschen im Iran, die für Freiheit auf die Straße gehen, sind die wahren Helden dieser Tage. „Jeder von ihnen riskiert sein Leben“, erinnert uns Schriftsteller Navid Kermani (via ZDF). Und mit der Wut steigt der Mut. Irans einzige olympische Medaillengewinnerin, die Teakwondo-Kämpferin Kimia Alizadeh, verlässt ihre Heimat, weil sie keine Heldin des Regimes sein will. „Ich bin eine von Millionen unterdrückten Frauen in Iran“, schreibt sie auf Instagram. Im heimischen Staatsfernsehen kündigen Moderatoren – sie möchten keine Propaganda mehr mitmachen. Und weit weg nimmt die iranische Schach-Schiedsrichterin Shohreh Bayat bei der WM in Shanghai trotz Drohungen der heimischen Mullahs demonstrativ ihr Kopftuch ab (via „Deutschlandfunk“). Auch die Exiliraner in Berlin, die gestern gegen die zögerliche deutsche Außenpolitik gegenüber dem Regime demonstrierten, spüren: Revolutionen beginnen mit mutigen Symbolen. Und der Hoffnung, dass es friedlich bleibt.