Zurück zur sprudelnden Völkerfreundschaft! So wird der Brunnen am Berliner Alexanderplatz bis Oktober saniert

 Zurück zur sprudelnden Völkerfreundschaft! So wird der Brunnen am Berliner Alexanderplatz bis Oktober saniert
Bis Oktober noch wird der stillgelegte Brunnen am Alexanderplatz saniert, um dann wieder als "Symbol der Völkerfreundschaft" sprudeln zu können. Foto: TSP/Kitty Kleist Heinrich

Er ist immer noch mehr Stein als Sein und in heißer Sommersonne eine Pein: der Alexanderplatz. In diesem Jahr sprudelt auch der Brunnen nicht, den die DDR hier einst im Namen der Völkerfreundschaft aufgestellt hatte. Stattdessen rundet ein Bauzaun aus Holz am fast ganzjährigen Bretterbuden-Trödelmarkt die Einöde rund um den umrundeten Brunnen ab. Bis Oktober dauern die Arbeiten noch, wie das Bezirksamt Mitte auf Checkpoint-Nachfrage wissen lässt. „Am Alex reißen sie den Damm auf, man geht auf Brettern“, schrieb schon Alfred Döblin vor knapp 100 Jahren in seinem berühmten Roman „Berlin Alexanderplatz“. Das Sein hier war schon immer im Werden.

Und was genau passiert in dieser Brettersaison im steinernen Herzen Berlins? Schauen wir mal in den Sanierungsplan für den Brunnen: Der Fliesenbelag wird neu verlegt, „auch das untere Becken wird wieder mit blauen Fliesen wie im Ursprung rekonstruiert“. Zudem sollen die Wassersäulen aus Metall überholt und endlich gesäubert werden, auch die steinerne Sitzbank rund um Ost-Berlins bekanntestes Wasserspiel wird erneuert. Zu guter Letzt wird zur guten Nacht die Brunnenbeleuchtung auf LED-Licht umgestellt. So beleuchtet der Brunnen ab nächstes Jahr die Tristesse um ihn herum in neuen Farben. Ein Lichtblick – und ein neuer Anfang für den Platz, der inmitten der Stadt wie ihr Ende wirkt.

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