In der Lausitz wird Trüffel gezüchtet

Wenigstens geht die Impfung in der Mark gut ins Bein – für Brandenburgs neue Trüffelbäume. In der Trüffelbaumschule des Projekts „Land-Innovation-Lausitz“ werden Eichen vorkultiviert, an denen bald italienische Feinkost feine Wurzeln schlagen soll. Schon im Keime werden die Eichen mit den Sporen der Trüffel infiziert. „Für die Impfung bestellt man Trüffel, schneidet sie auf und schwemmt die enthaltene Sporenmasse mit Wasser auf“, erzählt Babette Münzenberger, Leiterin des Trüffelprojekts, am Checkpoint-Telefon.

Dummerweise wachsen in der Lausitz auch andere Pilze, die dem Trüffel leicht die Sporen geben könnten. Wenn aber alles klappt, bilden sich an den Pilzwurzeln kleine Trüffelfäden und daran wiederum schmackhafte Fruchtkörper – frühestens 2025, „es kann aber auch zehn Jahre dauern“, wie Münzenberger weiß. Schon in drei Jahren soll ein Hund den Erfolg erschnüffeln. Beim Trüffeln braucht man eben nicht nur Schwein.