Ukraine-Vorspann
Acht Tage wütet Putins Krieg in der Ukraine. Das sind die wichtigsten Entwicklungen aus dieser nächsten schlimmen Nacht:
- Die brutalen Bombardements der Zivilbevölkerung gehen weiter. Bilder internationaler Journalisten zeigen heftige Zerstörungen rund um Kiew. Doch die Hauptstadt hält weiter stand.
- Russische Truppen haben Europas größtes Atomkraftwerk Saporischja angegriffen. Gefechte verursachten nach Angaben der ukrainischen Regierung auf dem Gelände Schäden, im Internet verbreitete Überwachungsvideos zeigten ein Feuer und Rauch.
- In Reaktion auf den AKW-Vorfall in Saporischschja forderte Großbritannien eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Das „rücksichtslose“ Verhalten von Russlands Präsident Wladimir Putin könne „direkt die Sicherheit von ganz Europa bedrohen“, erklärte das Büro von Premierminister Boris Johnson.
- Bei direkten Gesprächen sicherte Russland humanitäre Korridore für eingeschlossene Städte zu. Am dringendsten braucht diese die südukrainische Hafenstadt Mariupol. 450.000 Einwohner sind nach Luftangriffen ohne Strom, Heizung und Wasser; Russland blockiert die Versorgung.
- Die Verteidigungsministerien von Russland und den USA haben einen heißen Draht eingerichtet, um „Fehleinschätzungen, militärische Zwischenfälle und Eskalationen“ zu vermeiden.
- Die Zensur in Russland nimmt deutliche Ausmaße an: Facebook und Twitter meldeten Störungen, App Stores waren nicht mehr erreichbar, ausländische Medienseiten wurden blockiert. Derweil fällt der Rubel ins Bodenlose, die Börse in Moskau bleibt aus Angst vor dem Ausverkauf geschlossen.
- Diese vier Länder haben in der UN-Vollversammlung zusammen mit Russland gegen eine Resolution gestimmt, die die Invasion beklagt: Belarus, Syrien, Nordkorea und Eritrea – alles lupenreine Diktaturen.
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