Umfrage von ImmobilienScout24: Viele Vermieter würden aufgrund des Mietendeckels Investitionen stoppen

Was die Auswirkungen des diskutierbeliebten Mietendeckels angeht, bleibt Berlin uneins: Nach diversen Negativszenarien liefert jetzt auch die Plattform ImmobilienScout24 auf Basis ihrer eigenen Daten eine Prognose zur Einführung. Das Papier, das dem Checkpoint exklusiv vorliegt, kommt zu folgendem Ergebnis: Für die Vermieter hätte das Einfrieren der Mieten für die Dauer von fünf Jahren einen Ausfall von knapp einer halben Milliarde Euro zur Folge (genau genommen 499.081.437 Euro). Mieter würden im Durchschnitt rund 60 Euro pro Monat sparen. Und eine unter mehr als 1.000 privaten Vermietern durchgeführten Kundenumfrage zeigt: 47 Prozent stimmen der Aussage zu „Ich würde alle Investitionen stoppen und keine Mittel mehr in die Instandhaltung meiner Objekte stecken“. Weitere 28 Prozent sagen „Ich würde sofort die Mieten erhöhen, solange es noch geht“.

Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmobilienScout24, prognostiziert: „Der Mietendeckel wird dazu führen, dass der Markt Schlupflöcher findet, um die Regelungen zu umgehen, z.B. in Form von Zusatzkosten für möbliertes Wohnen, Wohnen auf Zeit und Abstandszahlungen für Kücheneinrichtungen.“ Berlins strukturelles Problem bleibe ungelöst.