Der Rechtsstreit
Fest steht schon jetzt: Die Vereinigten Staaten von Amerika sind unvereinter den je. Der Riss verläuft zwischen Stadt und Land, jung und alt, weißen und nichtweißen. Ein Trump-Wähler ist – wie schon 2016 – männlich, weiß, älter, religiös, ohne Hochschulabschluss. Die typische Biden-Wählerin dagegen ist weiblich, person of colour, jung, gebildet und ohne Religionszugehörigkeit. Wahlentscheidende Themen waren einer Umfrage der Washington Post zufolge: Wirtschaft (35 Prozent), Rassismus (20 Prozent), die Pandemiebekämpfung (17 Prozent), die Kriminalitätsbekämpfung (11 Prozent) und das Gesundheitssystem (11 Prozent).
Bei einem Sieg Bidens, ist davon auszugehen, dass Trump das Ergebnis anfechten wird. Berits jetzt hat sein Rechtsstreit um die Wahl begonnen. In Pennsylvania und Michigan will Trump eine Unterbrechung der Auszählung beantragen, bis mehr Beobachter seiner Kampagne zugelassen werden. In Wisconsin fordert er eine Neuauszählung. In Pennsylvania will sein Team ein bereits laufendes Supreme Court-Verfahren weitertreiben. Das Ziel ist hier wie da gleich: Der amtierende Präsident will Millionen von Stimmen nachträglich für ungültig erklären lassen. Was droht, ist ein Nahkampf vor Gericht. Mit offenem Ende.
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