Neues aus der Riemannstraße

Apropos dumme Ideen: Berlins berühmteste Wohnung ist wieder zu haben. Sie sollten nur keine allzu langen Beine haben – und wirklich um jeden Preis im Bergmannkiez wohnen wollen. Die 1-Z-Wohnung in der Riemannstraße 16 hat den Checkpoint zum erstem Mal vor genau zwei Jahren beschäftigt, damals noch als Projekt: 9,7 (!) qm, ohne Keller, ohne Klo (Einbau „Nasszelle“ auf eig. Kosten möglich), „komplett zu sanieren“, und das alles für nur 45.000 € zzgl. 3.213 € Maklercourtage plus monatlich 75 € Wohngeld. Ein paar Monate später war die Bude schon 99.000 € wert und tauchte schließlich als Mietwohnung wieder auf – für 749 € inkl. NK/HK. Nun, mit einer Langzeitvermietung hat es offenbar nicht geklappt hat (warum nur?), folgt der Versuch des Eigentümers, das Zimmerchen mit Gewinn wieder zu verkaufen, zum Schnäppchenpreis von 149.000 € (zzgl. Courtage: 10.638,60 €). Zumindest ein Duschbad soll es inzwischen geben (mit Abzug!), außerdem eine Couch mit Bettfunktion, einen 2,30-Schrank (mit viel Platz!) und einen hochauflösenden Flachbildschirm für TV und Internet. Also bitte, was wollen Sie denn noch? Kommentar des Anbieters auf Nachfrage: „So ist der Markt.“