Versunkene Geschichte im Ost-Berliner Dreiländereck
Erinnern Sie sich noch an Berlins Dreiländerecke? Im Winter hatte unser Flaneur Markus Hesselmann am Elefantentor des Zoologischen Gartens eine Rast einlegt, um die Kultur und Geschichte der besonderen Ecke zwischen Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Tempelhof-Schöneberg zu beschreiben (nachzulesen hier). Wir haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, nach weiteren Dreiecken zwischen den Bezirken gefragt, um diese für Sie zu besuchen. Gerd Nowakowski war nun deshalb auf den Spuren des historischen Königsstadt-Viertels unterwegs. Doch wo Friedrichshain, Mitte und Prenzlauer Berg aneinandergrenzen, an der Mollstraße/Ecke Otto-Braun-Straße sind die einst schmalen Gassen dem Asphalt der autogerechten Stadt gewichen. Und einem Prominenten-Club, der seine Geschichte verleugnet.
„Misstraut den Grünanlagen, schrieb einst der Ost-Berliner Schriftsteller Heinz Knobloch. Misstraut den Straßenführungen, möchte man hinzufügen“, schreibt Gerd Nowakowski in seiner Ortserkundung (nachzulesen hier). „So wie Knobloch darauf verwies, dass unter manchen Rasenflächen im Stadtgebiet die Geschichte einer von den Nazis zerstörten, jüdischen Institution vergraben ist, so gilt das auch für die Historie dieses Ortes. Die Geschichte aber drängt sich zuweilen auf nahezu schelmische Weise in die Gegenwart.“