Nach Abriss der Ringbahnbrücke: Zahl der Unfälle am Dreieck Funkturm deutlich angestiegen

Die neue Westendbrücke soll 2027 fertiggestellt sein. Bis dahin müssen Autofahrerinnen und Autofahrer auf Umleitungsrouten ausweichen. Immer häufiger kommt es dabei zu Unfällen. Von Anke Myrrhe und Stefan Jacobs.

Nach Abriss der Ringbahnbrücke: Zahl der Unfälle am Dreieck Funkturm deutlich angestiegen
Foto: Imago / Frank Sorge

Der SPD-Abgeordnete Tino Schopf hat dem Senat insgesamt 32 Fragen zu der Misere um die abgerissene Ringbahnbrücke am Dreieck Funkturm gestellt. Acht dieser Fragen hat die Landesregierung  mangels eigener Zuständigkeit (aber „gleichwohl um eine sachgerechte Antwort bemüht“) ans Bundesverkehrsministerium weitergereicht. Das schreibt: „Bei der Brücke handelt es sich um ein Bauwerk in der Baulast des Bundes. Detailfragen zum Bestandsbauwerk, Baurechtsverfahren, Planung und Bautechnik sind daher an die zuständige Autobahn GmbH des Bundes zu richten.“

Immerhin bringen die Antworten des Senats auf die anderen Fragen einigen Erkenntnisgewinn. Etwa den, dass die Verwaltung abgesehen von Detailverbesserungen keine Entlastungsmöglichkeit für die Umleitungsrouten sieht, auf denen sich der Schwerverkehr durch Charlottenburg wälzt. Die Grenzwerte fürs Dieselabgas Stickstoffdioxid werden an den Messstellen am Spandauer Damm und in der Kantstraße weiterhin meist eingehalten. Allerdings sind die Unfallzahlen auf der Umleitungsstrecke deutlich gestiegen: In der Königin-Elisabeth-Straße krachte es im gesamten vergangenen Jahr 80 und in der ersten Hälfte 2025 schon 66 Mal. In der Sophie-Charlotten-Straße waren es 2024 118 und in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits 72 Unfälle (jeweils ohne Parkplatzrempler u.ä.).