am Montag haben wir an dieser Stelle mal wieder von Verzögerungen im Betriebsablauf berichtet – diesmal betroffen: Tegel. Aus Unterlagen des Stadtentwicklungssenators geht hervor, dass der Umbau des ehemaligen Terminals A zum „Campus Tegel“ hunderte Millionen Euro teurer wird als geplant und sich jahrelang verzögert (Wir bereiten schon mal den TXL-Countdown vor). Die betroffene Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) unterbricht ihre Japan-Reise (Stichwort: Expo nach Berlin holen) für folgende Durchsage: „Die Urban Tech Republic in Tegel entsteht, sie wird bereits an verschiedenen Stellen gebaut.“ Das ehemalige Terminalgebäude sei „das Herz des neuen Innovationsquartiers und kann ein europaweit beachtetes Beispiel dafür werden, wie die Transformation eines ehemaligen Flughafens gelingen kann“, sagte Giffey dem Checkpoint. „Aus meiner Sicht müssen wir alles dafür tun, die Entstehung des neuen Zukunftsortes in Tegel zu beschleunigen. Wenn das Sondervermögen des Bundes das ermöglichen kann, dann sollten wir es dafür nutzen.“ Oder wie es die Expo-Fans sagen: Dabei sein ist alles.
Der SPD-Abgeordnete Tino Schopf hat dem Senat insgesamt 32 Fragen zu der Misere um die abgerissene Ringbahnbrücke am Dreieck Funkturm gestellt. Acht dieser Fragen hat die Landesregierung mangels eigener Zuständigkeit (aber „gleichwohl um eine sachgerechte Antwort bemüht“) ans Bundesverkehrsministerium weitergereicht. Das schreibt: „Bei der Brücke handelt es sich um ein Bauwerk in der Baulast des Bundes. Detailfragen zum Bestandsbauwerk, Baurechtsverfahren, Planung und Bautechnik sind daher an die zuständige Autobahn GmbH des Bundes zu richten.“
Immerhin bringen die Antworten des Senats auf die anderen Fragen einigen Erkenntnisgewinn. Etwa den, dass die Verwaltung abgesehen von Detailverbesserungen keine Entlastungsmöglichkeit für die Umleitungsrouten sieht, auf denen sich der Schwerverkehr durch Charlottenburg wälzt. Die Grenzwerte fürs Dieselabgas Stickstoffdioxid werden an den Messstellen am Spandauer Damm und in der Kantstraße weiterhin meist eingehalten. Allerdings sind die Unfallzahlen auf der Umleitungsstrecke deutlich gestiegen: In der Königin-Elisabeth-Straße krachte es im gesamten vergangenen Jahr 80 und in der ersten Hälfte 2025 schon 66 Mal. In der Sophie-Charlotten-Straße waren es 2024 118 und in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits 72 Unfälle (jeweils ohne Parkplatzrempler u.ä.).
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„Individuelles Pflegebudget einführen“ – Punkt 5 unseres 10-Punkte-Plans für die Pflege. Das Leistungsrecht muss durch die Einführung eines Pflege-Budgets vereinfacht und flexibler werden. Die Versicherten sollten selbst entscheiden, wie sie ihre Pflege gestalten. Die informell Pflegenden könnten aus dem Budget besonders unterstützt werden. So stärken wir die häusliche Pflege. Mehr auf pkv.de
Nicht nur Neukölln tritt nach der Tempo-50-Offensive der Verkehrsverwaltung auf die Bremse (Checkpoint von gestern): Auch in Steglitz-Zehlendorf will Verkehrsstadtrat Urban Aykal (Grüne) Tempo 30 in der Albrechtstraße retten: Im direkten Umfeld lägen zwei Schulen, im Nahbereich eine Schwimmschule, Kitas und Spielplätze. Zudem sei der fragliche Abschnitt die Einkaufsgegend im Kiez. Aykal will den Verkehrsstaatssekretär von den Tempo-50-Plänen abbringen. Akuten Handlungsbedarf gibt es bisher nicht, weil noch gar keine „verkehrsrechtliche Anordnung“ der Verkehrsverwaltung vorliege. Oder wie wir es nennen: Tempo 0.
Vielleicht tut sich jetzt ja mal etwas an der Riesenbaustelle Wilhelmstraße Ecke Französische Straße. In bester Lage in Mitte klafft hier seit Jahren ein riesiges Loch. 2016 wurden die alten Plattenbauten abgerissen und die Baugrube ausgehoben – seither passierte so gut wie nichts. Kaum verwunderlich, wenn man weiß, wer dahintersteckt: Die Adler Group wollte hier ein sogenanntes Stadtpalais mit dem illustren Namen „The Wilhelm“ bauen, mit Luxuswohnungen und Büros. Da sich die Adler Group bekanntlich verhoben hat, wurde das Projekt nun an die Würzburger Hilpert AG verkauft. „Diese Transaktion ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, uns künftig vollständig auf unser Mietportfolio im attraktiven Berliner Markt zu konzentrieren und dieses weiterzuentwickeln“, teilte die Adler Group mit. Ob „The Wilhelm“ nun doch noch kommt, um dem „attraktiven Berliner Markt“ ein paar Penthouses hinzuzufügen, ist nicht bekannt.
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Weniger dicke Luft für Berlin!
Mit der Luftschadstoffprognose machen wir schlechte Luft sichtbar und verständlich - für alle. Diese und weitere Aktivitäten basieren auf Verkehrs- und Umweltdaten und sollen emissionsarme Mobilität fördern, um die Luftschadstoffbelastung der Hauptstadt zu senken.
Jetzt informieren!
Unter ökologischen Gesichtspunkten sind vermiedene Flüge die besten. Insofern ist der BER ziemlich grün unterwegs: Laut dem Portal Flightright lag unser Lieblingsflughafen beim Anteil stornierter Flüge in den Sommerferien 2025 im europäischen Vergleich auf Platz vier mit einer Quote von 0,91 Prozent. Mehr waren es nur in London-Heathrow, Amsterdam-Schiphol und dem Spitzenreiter Paris-Charles de Gaulle (1,48 Prozent Stornierungen). Im Sommer 2024 war der BER mit drei Prozent Stornierungen noch auf dem europaweit letzten Platz gelandet. Bei den Verspätungen (ab 15 Minuten) liegt er aktuell mit einer Quote von 32 Prozent im Mittelfeld.

Unter dem Titel „Wie leistungsfähig ist die Berliner Demokratie heute?“ diskutieren am Montag (22.09., 18.30 Uhr) Landeswahlleiter Stephan Bröchler, Politikwissenschaftler Benjamin Höhne, die Präsidentin der Humboldt-Universität Julia von Blumenthal und rbb-Abendschau-Moderatorin Leonie Schwarzer. Unsere Kollegin Anna Thewalt moderiert die Veranstaltung in der Landeszentrale für politische Bildung. Anlass ist die Veröffentlichung des Bandes „Politik und Regieren in Berlin“, herausgegeben von Bröchler und Höhne, das umfassend das politische System Berlins analysiert. Wer dabei sein möchte, kann sich hier anmelden.
Zum Schulanfang hat sich der gesamte Berliner Senat in unser Checkpoint-Freundebuch eingetragen. Heute: Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU).

Apropos Günther-Wünsch: Der Senat hat gestern ein neues Kitaförderungsgesetz beschlossen. Darin enthalten ist ein besserer Betreuungsschlüssel, ein Willkommensgutschein für Nicht-Kita-Kinder und die Hoffnung auf mehr Sprachkompetenz beim Schulstart.
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Und noch ein paar Leseempfehlungen:
„Ich habe eine Tochter aber auch ein Auto“: An drei Standorten in Friedrichshain will der Bezirk Schulzonen einführen. Aber was ist mit den Parkplätzen? Anwohner diskutieren – mit sehr unterschiedlichen Meinungen.
Sechs Menschen, sechs Perspektiven: Wie gelingt die Integration von geflüchteten Menschen auf dem Berliner Arbeitsmarkt – und wo nicht? Betroffene erzählen.
Geheimtipps einer vielfachen Finisherin: So können Sie den Marathon abkürzen – ohne Betrug!
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wäre heute Abgeordnetenhauswahl, hätte Schwarz-Rot keine Mehrheit mehr in Berlin. In einer Civey-Umfrage im Auftrag des Tagesspiegels käme die CDU noch auf 25 Prozent der Stimmen (minus 3,2 Prozent zur AGH-Wahl 2023), bliebe jedoch stärkste Kraft. Auch mit ihrem neuen Spitzenkandidaten Steffen Krach konnte sich die SPD bislang nicht verbessern: Der Abwärtstrend setzt sich fort, sie würde derzeit auf 13 Prozent landen (- 5 Prozent im Vergleich zur letzten Wahl) und damit nur auf Platz 5. Zusammen kommt die schwarz-rote Regierung damit nur noch auf 38 Prozent – was in keiner Konstellation reichen würde, um die aktuelle Regierung fortzusetzen. Linke und AfD kämen derzeit auf jeweils 16 Prozent ( +4 / +7), die Grünen auf 15 Prozent (- 3,4 Prozent).
Derzeit sieht es nach einem sehr männlichen Wahlkampf zwischen Kai Wegner (CDU), Werner Graf (Grüne) und Steffen Krach (SPD) aus. Moment, fehlt da nicht noch jemand? Richtig: Die Linke, Überraschungssiegerin in Berlin bei der Bundestagswahl im Frühjahr, hat noch immer keine Spitzenkandidatin. Fest steht offenbar nur eines: Es soll eine Frau werden. Nur welche? Robert Kiesel hat sich auf die Suche begeben.
Auf der Suche nach einer Lösung fürs Tempelhofer Feld bleibt der SPD-Kandidat ambivalent. Während der Regierende Kai Wegner (CDU) sich gern die Absolution fürs Bebauen vom Volke holen würden, sagt Krach: „Ein Volksentscheid kann nur aus der Bevölkerung selbst heraus initiiert werden. Das kann man nicht verordnen, auch wenn Kai Wegner sich das wünscht.“ Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (ebenfalls SPD) allerdings sagte kürzlich: Bebauen geht auch ohne Volksentscheid (was stimmt). Bis dahin bleibt es: Das Feld der Träume.
Apropos SPD: Raed Saleh wird zwar nicht Regierender Bürgermeister (zumindest im nächsten Jahr), für die AGH-Wahl ist er im Wahlkreis Neustadt / Altstadt / Klosterfelde / Falkenhagener Feld aber erneut nominiert und sagt bei Instagram: DANKE.
Seit Jahren wurde um die Treitschkestraße in Steglitz gestritten, nun steht der Termin für die Umbenennung: Am 1. Oktober wird die Straße nach der Jüdin Betty Katz benannt (Quelle: rbb).
Das Bezirksamt Mitte lädt heute von 14 bis 18 Uhr zum Müllfest – und zwar „herzlich“. Wo ließe sich das besser feiern als am Leopoldplatz? Als Teil der Kampagne „#MitteMachtsauber“ (sic!) widmet sich das Fest Themen rund um Abfallvermeidung und nachhaltigen Konsum. Bühnenprogramm gibt’s auch. Trash lass nach!
Er hat den Euref-Campus etabliert, maßgeblich zur Instandsetzung des Brandenburger Tors beigetragen und als Gründer, Stifter und Vorstandschef der Stiftung Denkmalschutz das Erscheinungsbild Berlins mitgeprägt: Reinhard Müller. Gestern erhielt der Architekt und Stadtplaner vom Regierenden im Roten Rathaus das Verdienstkreuz am Bande.
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Dieser Leitfaden hilft, rechtliche Grundlagen zu verstehen, wichtige Verfügungen für Sie oder Ihre Angehörigen niederzuschreiben und alle notwendigen Unterlagen zu ordnen. Inkl. systematischer Checklisten, rechtsgültiger Muster für Patientenverfügungen, Verfügungen für Angehörige und Vorsorgevollmachten. Mehr
Der Umweltverband BUND will heute gemeinsam mit dem Berliner Mieterverein eine Kampagne namens „Grüne Flächen retten –Hitzeschutz jetzt!“ starten, um dem Thema Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die Beteiligten kündigen an, dass sie mehr abliefern wollen als ein schlichtes Nein zur Bebauung von Gärten, Parks und Friedhöfen, nämlich auch Vorschläge, wie gleichzeitig Grünflächen erweitert und bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden können. Hoffentlich hat im Senat jemand Zeit, sich das anzuhören.
Dass Berlin unter dem aktuellen Senat nichts für die Verkehrssicherheit tut, stimmt so pauschal nicht: Der überbreite Radweg auf der Ostseite des Tempelhofer Feldes wurde mit einer ganzen Lkw-Ladung Bremsschwellen versehen. Es seien mehr als 30 Stück, schreibt Checkpoint-Leser Hans E., der sich fragt, ob solche Huppel auf notorischen Raserstrecken wie Bülowstraße und Tauentzien nicht eher angebracht wären bzw. werden sollten.
Die aus dem Checkpoint-Freundebuch-Eintrag von Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) entstandene Frage, welche Schule die erste in Berlin mit Ganztagsbetrieb war, erweist sich von Tag zu Tag als schwieriger zu beantworten. Die dazu angefragte Bildungsverwaltung stieß bei ihren noch laufenden Recherchen auf frühe Spezialfälle wie nur zeitweise verfügbare Nachmittagsangebote. Außerdem hat die Senatorin ihre Rechnung womöglich ohne den Ostteil der Stadt gemacht, in der Ganztagsbetrieb mit Essensversorgung und eingebautem Hort zu DDR-Zeiten Standard war.
Zitat
„Es war ein spannendes Spiel mit gerechtem Ergebnis.“
Salomonischer Fußball-Kommentar von Klaus Wowereit vor 15 Jahren nach dem ersten Pflichtspiel-Derby zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union. Das Spiel endete 1:1, was es sonst noch zu berichten gab, steht hier.
Stadtleben
Verlosung – Serien gucken, bevor sie auf einer der gängigen Plattform landen – das geht beim Festival „Seriesly Berlin“. Das ist ein Branchentreffen, aber auch ein Treffpunkt für Serienfans, die noch bis Donnerstag neue internationale Serien auf der großen Leinwand entdecken können. Wir verlosen 3x2 Karten für „Oh, Otto!“ aus Belgien, der Dreiteiler läuft morgen um 19.30 Uhr. Im Zentrum steht Otto (25), der in Brüssel im Haus seiner verstorbenen Oma lebt. Er glaubt, sein Leben im Griff zu haben – bis seine große Liebe Boris Schluss macht und seine beste Freundin die Stadt verlässt … Der Regisseur und die Hauptdarsteller:innen sind vor Ort. Regulär zehn Euro, Fotografiska Berlin, Oranienburger Straße 54, S-Bhf Oranienburger Straße
Essen & Trinken – These: Wer in Berlin lebt und sich was aus gutem Essen macht, sollte hin und wieder Börek backen. Weil es gar nicht schwer ist – und die gefüllten Teigtaschen längst Grundnahrungsmittel sind. Frischen Yufka-Teig, die Börek-Grundlage, findet man in jedem türkischen Supermarkt. Also etwa bei den großen Ketten, aber auch in inhabergeführten Läden. Stimmungsvoll kauft es sich im Istanbul-Supermarkt am Kotti ein. An der Fleischtheke gibt’s Lammfüße und Hähnchenleber, in den engen Gängen eine so riesige Auswahl an Hülsenfrüchten, dass man sich zwischen Linsen, Bulgur, Wachtel-, Augen-, Mungo- und Saubohnen zu verlaufen droht. Dazu draußen Gemüse und riesige Büschel frischer Kräuter, drinnen frisches Brot und immer wieder echte Delikatessen: geröstete Kastanien etwa und eingelegte Artischockenherzen im unbeschrifteten Einmachglas – ein zarter Hochgenuss. Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa bis 21 Uhr, Skalitzer Straße 138, U-Bhf Kottbusser Tor
Noch hingehen – Gar nicht leicht, das Werk der französischen Bildhauerin Camille Claudel (1864–1943) losgelöst von ihrem tragischen Leben zu sehen. Sie war Schülerin, Modell und Geliebte des 24 Jahre älteren Auguste Rodin und konnte zu Lebzeiten nie wirklich aus seinem Schatten treten. Vielleicht gelingt es mit dieser Schau in der Alten Nationalgalerie, sich mehr auf ihre großartigen Skulpturen zu konzentrieren, etwa „L’Implorante“ (Die Flehende). In „Emanzipation von Rodin“ stehen ihre Werke neben denen von Bernhard Hoetger, auch er ein Rodin-Schüler (noch bis 28.9.). Karten 14/7 Euro, Di-So 10-18 Uhr, Bodestraße, U-Bhf Museumsinsel
Last-Minute-Tanz – Musik und Tanz, das sind körperliche Erfahrungen – und zwar nicht nur für die Künstler:innen, sondern auch fürs Publikum. Das Ensemble „Ballet Sur_real“ ist aktuell mit seiner Performance „Modalities of Me“ im Monopol zu Gast. Bewegungen, hypnotisierender Elektro und Installationskunst werden in diesem Stück zu einer intensiven Melange verarbeitet. Die Tänzer:innen bewegen sich durch eine monumentale Umgebung des Schweizer Kollektivs Encor Studio, verkörpern Macht, Chaos, Zerbrechlichkeit. Den Soundtrack liefern DJs aus Berlin und Georgien. Heute und morgen, je 20 Uhr (Termine bis 21.9.), Karten ab 28 Euro, Provinzstraße 40-44, S-Bhf Schönholz
Grübelstoff – Gestern wurden die sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis bekanntgegeben. Macht Sie das neugierig? Oder wie entscheiden Sie, was es aus der Flut der Neuerscheinungen auf Ihren Nachttisch schafft? Und lesen Sie in der kühlen und dunkleren Zeit des Jahres eigentlich mehr?
Kiekste
Am Gasometer probt der Herbst (kalendarisch erst ab 22.9.!) bereits den Nebelernstfall. Dank an Roman Lederle! Weitere Ansichten gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Tempelhofer Weg (Britz): Die Straße ist bis Mitte Dezember in Richtung Britzer Damm zwischen Gradestraße und Waldkraiburger Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Am Tierpark (Friedrichsfelde): Zwischen Sewanstraße und der Eisenbahnbrücke steht bis Mitte Oktober nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Invalidenstraße (Moabit): In Richtung Alt-Moabit ist die Fahrbahn (bis Ende Oktober) vor Friedrich-List-Ufer auf einen Fahrstreifen verengt.
Tiergarten: Die Sperrungen für die Aufbauarbeiten zum Marathon-Wochenende werden erweitert. Nun ist die Straße des 17. Juni zwischen Ebertstraße und Großer Stern in beiden Richtungen gesperrt. Von der Sperrung betroffen ist auch die Yitzhak-Rabin-Straße. Am Donnerstag kommen weitere Sperrungen hinzu.
Tiergarten: In den folgenden Nächten bis Freitag, jeweils von 20.30 Uhr bis 5 Uhr, ist der Tunnel Tiergarten Spreebogen in beiden Richtungen zwischen Reichpietschufer und Heidestraße voll gesperrt.
Westend: Bis Freitag, ca. 12 Uhr, kommt es zu Sperrungen am Olympiastadion. Betroffen sind die Jesse-Owens-Allee und die Passenheimer Straße.
Nahverkehr – S-Bahn – S1, S2 und S25: In der Nacht von 22 bis 1.30 Uhr kommt es zu folgenden Fahrplanänderungen:
* S1: Zwischen Yorkstraße und Potsdamer Platz verkehrt ein Pendelzug im 20-Minutentakt. Auf der Strecke Potsdamer Platz – Waidmannslust fährt die Linie nur im 20-Minutentakt.
* S2 und S25: Zwischen Südkreuz und Anhalter Bahnhof fährt nur die Linie S25 im 20-Minutentakt.
S5, S7 und S75: In der Nacht von 22 bis 1.30 Uhr kommt es zu folgenden Fahrplanänderungen:
* S5: Der 10-Minutentakt zwischen Mahlsdorf und Warschauer Straße entfällt.
* S7: Der 10-Minutentakt zwischen Ahrensfelde und Ostkreuz entfällt.
Demonstration – Für heute sind acht Demos angemeldet (Stand 16.9., 15 Uhr), u.a. „Dafür demonstrieren, dass die Klimaziele vom Wirtschaftsministerium eingehalten werden. Mit besonderer Hervorhebung, dass durch die aktuelle Wirtschaftspolitik die Gesundheit aller bedroht wird“: zehn Demonstrierende, Health for Future, Platz vor dem Neuen Tor (6-22 Uhr)
„Gegen Mieterverdrängung durch sogenannte energetische Sanierung und Luxus-Sanierung für unverfälschte Denkmalpflege. Verstoß gegen den Kaufvertrag“: sechs Menschen, Kehrwieder 1 (10-18 Uhr)
„Gedenkkundgebung des Anti-Gewalt-Bereichs Berlin für den Feminizid am 03.09.25 in Wilmersdorf“: 80 Teilnehmende, Otto-Suhr-Allee 100 (12-13.30 Uhr)
„Freiheit für Öcalan“: 70 Menschen, Platz der Republik (14-17 Uhr)
„Protestaktion gegen Transgender-Medizin, anlässlich des Symposium Geschlechtsinkongruenz in den Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk“: 50 Demonstrierende, Frauenheldinnen e.V. , Potsdamer Chaussee 69 (15-18.30 Uhr)
Gericht – Ein Firmenchef, der auf einen Mitarbeiter geschossen haben soll, muss sich verantworten. In einem Streit um Lohn soll der 49-Jährige in den Räumlichkeiten seines Unternehmens in Berlin-Weißensee eine Pistole gezogen und mehrmals auf den damals 23-Jährigen geschossen haben. Die Anklage lautet unter anderem auf schwere Körperverletzung (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A500).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Andreas Abel – der ‚Junge‘ wird 70 – Glückwunsch von der Schwester 1“ / Eileen Campbell (25), Fußballerin, Stürmerin bei Union Berlin / „🎼Ja, må hon leva uti hundrade år … 🎶Für Frida und ihre glücklichen Eltern herzlichen Glückwunsch und liebe Geburtstagsgrüße aus dem dicken B ins schlanke N vom Opa Jens“ / „Karin Halsch (65), Präsidentin von Special Olympics Berlin, bis 2021 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin“ / „Hipphipphurra, 80 Jahr! Herzlichste Glückwünsche für den tollsten OpaPapa Kurt von der Murkelfamilie“ / „Lieber Frank E. Love! Mann, segsnsechzisch, und allit noch dran! Wir wünschen Dir einen wunderbaren Tag! Universal Roller-Coaster-Flow – Einfach so, einhundert Jahre! Deine: Julius, Lina, Moni und Joachim“ / „Heute feiern wir ‚Herzschrittmacher‘ unsere Mezzosopranistin Marianne S-H an ihrem xmal 11. Geburtstag in allen Tonlagen und freuen uns auf die kommenden Konzerte und Feiern mit ihr!“ / Dimitrij Schaad (40), Schauspieler, Ensemblemitglied am Maxim-Gorki-Theater, vor der Kamera u.a. in der Netflix-Serie „Kleo“ / Yannic Stein (21), Torwart, bei Union Berlin unter Vertrag (ausgeliehen an den SV Babelsberg 03)
Nachträglich: „Gert von Helden (60), ehemaliger Pirat – Joyeux anniversaire Antennenfunk aus der Hafenbar nach Bonnieux! In der Bar wird immer noch gerätselt, wie das Holzbein ersetzt wurde – Ionenaktivierung mit FEL-IX?“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Wilhelm Gern, * 18. März 1948, verstorben am 31. August 2025 / Matthias Mann, * 22. August 1968, verstorben am 9. August 2025 / Ilse Steinicke, * 7. Juli 1940, verstorben am 3. September 2025 / Bernd Teichgräber, * 19. Mai 1948, verstorben am 30. Juli 2025 / Dr. Eberhard Zielke, * 8. März 1945, verstorben am 20. August 2025
Stolperstein – Helene Wassermann, geb. Grünfeld (*1874), war verheiratet mit Moritz Wassermann. Ihr Mann war Textilkaufmann, Helene Hausfrau. Spätestens seit Mitte der 1930er-Jahre betrieb Moritz eine Trikotagengroßhandlung in Berlin. Im Oktober 1938 wurden beide in der sogenannten „Polenaktion“ nach Polen abgeschoben, sehr wahrscheinlich waren sie ab 1941 im Ghetto Krakau festgesetzt. Helene Wassermann starb am 17. September 1942. Ein Stolperstein erinnert in der Köpenicker Straße 108 in Mitte an sie.
Encore
Wie bringt man die Leute dazu, Wasser zu sparen? Mit Alarm! Am bundesweiten Warntag rauschte die von den Berliner Wasserbetrieben gelieferte Frischwassermenge um exakt 11 Uhr schlagartig um etwa 15 Prozent nach unten. Schon zwei Minuten später ging es wieder aufwärts bis zu einem Peak um 11.04 Uhr; danach lief’s wie üblich. Das Phänomen gab es nach Auskunft von Wasserbetriebe-Sprecher Stephan Natz bereits beim Warntag im vergangenen Jahr. Ob es daran lag, dass vielen Menschen vor Schreck ihr Handy in die Toilette gefallen ist oder sie aus der Dusche hechten mussten, um den Lärm abzustellen, ist bisher nicht erforscht.
Unerschrocken recherchiert haben gestern Daniel Böldt, Isabella Klose und Teresa Roelcke. Antje Scherer hat das Stadtleben serviert und Jennifer Katona in der Früh einmal feucht durchgewischt (Produktion). Morgen begrüßen Sie hier in aller Frische Robert Ide und Daniel Böldt.
Bis bald!
