FDP will Werkunterricht an Berlins Schulen einführen
Schüler sollen wieder mehr mit Holz arbeiten, begründet eine Abgeordnete den Vorschlag. Davon erhofft man sich auch Nachwuchs fürs Handwerk. Von Robert Ide
Dass in Schulen nur noch gesammelte Werke gestammelt werden, anstatt mit noch nicht zu Papier verarbeitetem Holz zu werkeln, stört die Berliner FDP. Sie möchte den aus der DDR bekannten Werkunterricht (zum Glück nicht den Wehrunterricht) wieder in die Stundenpläne reinhauen. „Wir wollen, dass Kinder lernen, mit Materialien wie Holz zu arbeiten“, sagt die Abgeordnete Maren Jasper-Winter auf Checkpoint-Nachfrage. In einem Fraktionspapier heißt es dazu etwas hölzern: „Es ist an der Zeit, dass wir in Berlin nicht mehr nur von mehr Wertschätzung für die berufliche Bildung sprechen, sondern die Rahmenbedingungen ändern, um mehr Menschen für die Ausbildung zu gewinnen.“ Und zu was könnten die werkelnden Schüler ausgebildet werden? Zum Beispiel zu Werklehrern, die am Ende des Schuljahres gekonnt Noten fällen.