Betreiber ratlos: Einbruchserie in Berlins beliebtem Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi

Bereits sechsmal wurde beim Zirkus Cabuwazi eingebrochen. Sogar ein Zelt wurde beschädigt. Aus Rücksicht auf die Kinder schwieg der Zirkus bisher, doch jetzt sucht man Augenzeugen. Von Robert Ide und Sönke Matschurek.

Betreiber ratlos: Einbruchserie in Berlins beliebtem Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi
Foto: dpa / Paul Zinken

Schlimme Bescherung vor Weihnachten: Berlins beliebter Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi ist offenbar Ziel einer rätselhaften Einbruchserie. Sechsmal wüteten Unbekannte bereits auf dem Zirkusplatz in Treptow, allein dreimal in den vergangenen Tagen. „Wir sind ratlos, warum ausgerechnet wir als soziale Einrichtung im Visier sind“, berichtet Zirkussprecherin Katharina Geiger dem Checkpoint. „Die meisten müssten wissen, dass bei uns nicht viel zu holen ist.“ Der Schaden sei dennoch groß: Der Technikraum wurde leergeräumt, Türen wurden aufgebrochen, sogar zu den Räumen der Zirkustherapie.

Bislang habe der Zirkus die Einbrüche nicht öffentlich gemacht, um keine Panik bei den Kindern zu verbreiten, erzählt Geiger. Nun erhofft man sich Augenzeugen von einem Instagram-Aufruf. Cabuwazi trainiert an seinen sechs Standorten nach eigenen Angaben jährlich 12.000 junge Artistinnen und Artisten. Wegen unsicherer Fördermittel ist der gemeinnützige Zirkus ohnehin auf Spenden angewiesen. Vor einigen Wochen schlitzten Unbekannte am Standort in Hohenschönhausen dann noch das Zirkuszelt auf. Da muss selbst der Clown weinen.