Abholung der E-Scooter funktioniert nur teilweise – Senat droht mit härteren Regeln

Ein Anschluss unter dieser Nummer: Nachdem Checkpoint-Kollege Christian Latz hier vergangene Woche die Service-Nummern zum Entfernen der E-Scooter veröffentlicht hatte, hat Kollegin Heike Jahberg gleich mal probiert: Geht dort jemand ran? Drei mitten auf dem Gehweg liegende Roller in ihrer Wohnstraße wollte sie melden, stellte aber fest: Man muss für jeden Roller extra anrufen und die jeweilige Identifikationsnummer angeben. Erst mal: genervtes Aufschieben. Später hat sie dann doch einen der Roller mit der ID gemeldet. „Das System des Herstellers gibt dann die Möglichkeit, eine bis zu 30 Sekunden lange Sprachnachricht zu hinterlassen, um den Standort zu beschreiben. Faktisch war nach zwei Sekunden Schluss“, schreibt sie.

Ist das Ganze aufs Scheitern angelegt? In vier Stunden müsste der falsch geparkte Roller abgeholt sein. Und siehe da: Nach einiger Zeit sind die Roller tatsächlich verschwunden – „Überraschung!“ Sollte die Regel doch funktionieren? Wenig Mut macht diese Nachricht von Checkpoint-Leser Günther Kneiding: „Meine Erfahrungen mit den Anbietern von E-Scootern: sie sind telefonisch, häufig mit langen Wartezeiten, erreichbar, aber die Umsetzung der Scooter erfolgt nicht. Solch ein Schrott stand in einem Fall mehrere Tage herum; ein Passieren mit dem Kinderwagen oder Rollator war unmöglich!“ Die Verkehrsverwaltung erhöht derweil den politischen Druck: Sollten die bisherigen Regeln nicht ausreichen, würde über Konzessionen nachgedacht werden, teilte ein Sprecher am Wochenende mit. Rollt bei denen.